GAP-Urlaub # Einwurf

Die Beschilderung von Wander- und Radwegen scheint ein übliches und schwer lösbares Problem jeder Touristenregion zu sein. Die Beschilderung ist nicht durchgängig einheitlich, teilweise verwirrend und mitunter fehlen die gesuchten Richtungsangaben.

Eine kleine Auswahl dazu….

Variante 1:

Eigentlich alles da, aber offenbar scheint Kohlgrub der Sponsor für die Schilder zu sein, so oft, wie der Weg dorthin im Bereich des Murnauer Mooses ausgewiesen war.

Variante 2:

Eigentlich eine schöne Beschilderung, da gut sichtbar. Leider zu selten verwendet. Das obere Schild zweigt in beiden Richtungen nach Oberammergau. Gut, es ist ein Rundweg, aber trotzdem im ersten Moment verwirrend, zumal die detailiertere Wegweisung klein geschreiben in der unteren Zeile ist.

Und im Vergleich beider Schilder ist der Weg nach Eschenlohe unterschiedlich lang, obwohl das meiner Kenntnis nach, die gleichen Wege sind.

Variante 3:

Auch eine gute Lösung, aber wieder ein anderes Aussehen. Die Verwendung der Nummern und Farben ist gut gelöst.

Variante 4:

Noch ein System. Der Wegweiser zeigte alle mögliche Ziele, nur nicht die Richtung meiner Tour. Der Weg nach Leutasch? Fehlanzeige. Und es ist ärgerlich, erst etliche Kilometer in die falsche Richtung zu fahren. Und das war auf einer empfohlenen Radroute, der Wettersteintour.

GAP-Urlaub # 3.Juni

Tag 3 meines Urlaubes bricht an und das ganze mit recht trüben Aussichten.

Der Weg sollte mich nach Norden führen, zum Kloster Ettal und zum Schloss Linderhof.

Vor die Freude am Betrachten der alten Bauten wurde ein kräftiges Stück Anstrengung gesetzt in Form eines Berges zum Ettaler Sattel. Allerdings geriet ich noch in einen Stau an einer Baustellenampel. Und so konnte ich an all jenen, die mich eben überholt haben, wieder vorbeifahren. Ätsch…

Schließlich errecihte ich kurze Zeit später das Kloster Ettal.

Wer dazu mehr lesen möchte, dem empfehle ich die Webseite des Klosters. Dem Kloster stattete ich auch im Inneren einen kurzen Besuch ab, bewunderte das tolle Deckengemälde und die Innengestaltung.

Kurz darauf ging es weiter und mir begegnete das hier:

Nein, es ist keine Fotomontage. Hier begegnen sich tatsächlich zwei Waldwege, deren einer Vorfahrt beachten muss. Mitten im Wald! Ich musste zusehen, dass ich schnell aus meinen Klickpedalen rauskam und nicht vor Lachen samt Rad umfalle. So etwas war mir bisher noch nie untergekommen.

Wenige Minuten später erreichte ich das Zwischenziel „Schloss Linderhof“. Auch hier verweise ich für nähere Ausführungen auf die entsprechende Webseite.

Im Bild kaum zu erkennen: Bauarbeiten am Venustempel. Irgendwie scheint hier immer gebaut zu werden. Vor vielen Jahren war ich schon mal zu Besuch hier, da wurde am Hauptgebäude gewerkelt….

Dieses habe ich allerdings nicht von Innen besucht, denn ich wollte die Grotte besichtigen und in Anbetracht der langen Schlange am Schloss und dem trüben Wetter, wollte ich das Regenrisiko gering halten.

Also noch schnell zur Grotte und diese beeindruckende Opernbühne besucht.
Ich glaube, hier Tannhäuser, Lohengrin oder die Nibelungen zu sehen und zu hören wäre genial.

Nach diesen Gedanken machte ich mich auf meinen weiteren Weg in Richtung Österreich zum nächsten Zwischenstopp am Plansee. Und wie das halt so ist, wenn es anfangs bergauf geht, geht es irgendwann wieder bergab und so konnte ich diese leichte Abfahrt mit schönen Kurven genießen.

Der Plansee selbst empfing mich mit freundlichem Wetter – noch.

Und so klein der See auch sein mag, immerhin gibt es Motorschiffe zum Passagiertransport!

Letztlich ging es entlang des Baches Neidernach

nach Griessen und damit zurück nach Deutschland. Über Grainau ging es zurück nach GAP und eine fast trockene 65-km-Runde nahm ihr Ende.

GAP-Urlaub # 2.Juni – Nachtrag

Da alles völlig durchnässt war, brauchte ich dringend ein Zeitung. Zum Ausstopfen der Schuhe. Die Verlage mögen mir Nachsehen, aber ich brauchte irgendwas Dickes, so in der Art FAZ oder Welt, und das Ganze nicht primär zum Lesen.

Also bin ich nochmal losgezogen, nachdem sich der Regen verzogen hatte.

Zunächst führte der Weg an diesem Parkhaus vorbei.

Leider nicht zu lesen, aber interessant ist, dass die ersten 2 Stunden (in Worten: ZWEI) kostenfrei sind. Hier bei uns zählen Parkhäuser von Anfang an, allenfalls 20-30 Minuten sind frei. Und in der Stadt selbst ist 2 Stunden Parkzeit eh das Maximum.

In der Stadt kam ich schließlich noch an einem Radhändler vorbei. Kurzentschlossen kaufte ich dort zumindest noch ein Paar Handschuhe, denn ich war mir nicht sicher, ob meine bis zum nächsten Tag abtrocknen würden.

Und am Eingang fiel mir dieses Rad auf:

Irgendwie, das Teil hat was.

Ach ja, einen Zeitungsladen habe ich dann auch noch gefunden…

GAP-Urlaub # 2.Juni

Der Wetterbericht kündigt für den heutigen Tag beginnende Eintrübung und für die Folgetage Wolken, Regen und Gewitter an. Also war die Entscheidung, den Tag für einen Ausflug auf die Zugspitze zu nutzen.

Die Tour führte mich zunächst zum Eibsee:

Der Weg führt zunächst in Richtung Rosskopf/Zirmerskopf. Ein mäßiger Anstieg, der allerdings erschwert wurde, weil sich meine Schaltung an der Luftpumpe verhakt hatte und ich nicht mehr auf das kleine Kettenblatt schalten konnte. Anhalten bedeutet wahrscheinlich, dass man den Rest schiebt, weil man am Berg nicht mehr loskommt. Also habe ich den Berg auf dem mittleren Ritzel durchgetreten. Oben war ich zwar fix und alle, aber was soll’s. Obige Aussicht entschädigt doch dafür, oder?

Allerdings bin ich nicht mit dem Rad zum Gipfel, sondern habe die üblichen Transportmittel benutzt.
Bergauf mit der Zahnradbahn, die hier von oben zu sehen ist:

Zunächst ging es nur bis zum Zugspitzblatt,

um sich dort umzusehen, die Gegend zu genießen, im Schnee zu sitzen und 100 Japanern beim Tollen im Schnee zuzusehen.

Nach der Weiterfahrt zum Gipfel und einem Abstecher nach Österreich gab es einen Kaffee, einen sorgenvollen Blick zu den Woleken, die über die Gipfel quollen und die Talfahrt mit der Seilbahn:

Da aber erst etwa 25 km auf dem Tacho standen, habe ich die Runde etwas erweitert. Zunächst führte mich der Weg an der neuen Schanze vorbei:

Mir gefällt diese Architektur, ich finde, sie passt sich gut in die Berge und deren Formen ein.
Weiter ging es in Richtung Mittenwald, Ziel war der Wagenbrüchsee bei Gerold. Aber bei Ankunft in Gerold und der Suche nach dem See hatte sich das Wetter dramatisch verschlechtert. Mit einem Blitz samt folgendem Donnerschlag begann heftiger Regen. Ich habe mich schleunigst auf den Rückweg zum Hotel begeben, aber der Regen war Sieger. Völlig durchnässt erreichte ich das Hotel, auch wenn die Fahrt glücklicherweise fast nur bergab ging.

Das waren 51 Kilometer in 3:45 h:min, nicht schnell, aber darauf kommt es nicht an.

Radurlaub in Garmisch-Partenkirchen

Für die erste Juniwoche hatte ich einen Urlaub in Garmisch-Partenkirchen (GAP) gebucht, ich wollte dort im Zugspitzgebiet ein paar Radrunden drehen. Meine Anreise habe ich auf den frühen Vormittag gelegt, so dass ich schon am Anreisetag eine Tour fahren konnte, auch wenn das Hotelzimmer noch nicht bezugsfertig ist.

Also das Auto auf dem Hotelparkplatz (Posthotel in GAP), umgezogen, Rad startklar gemacht und eine Tour entlang der Loisach ausgesucht.

Sonniges Wetter begleitete mich auf dem Weg nach Farchant, Eschenlohe weiter nach Ohlstadt. Von hier führte der Weg nach Murnau und an den Staffelsee. Der Rückweg ging durchs Murnauer Moor

über Farchant zurück ins Hotel. 68 Kilometer und alles recht eben. Im Gegensatz zu diesem Erlebnis, war ich diesmal reichlich mit Wasser versorgt:

Aber auch diese 1,5 Liter haben grade so gereicht.
Nun, die nächsten Tage sollten deutlich wasserreicher werden, von oben.

Mobil ohne Auto

Eigentlich war es nur ein Zufall. Meine heutige Tour sollte mich über Kauschwitz und Jößnitz führen. Allerdings begegnete ich in Kauschwitz zwei wartenden Radfahrern, beide sind enge Bekannte. Und sie warteten auf weitere Radfahrer, hatte doch die evangelische Kirche Syrau zur Radtour eingeladen. Unter dem Motto „Mobil ohne Auto“ stand eine kleine Runde auf dem Programm. Von Kauschwitz durch Wald und Flur nach Syrau und Teilnehmer von 7 bis 70.

Kurzerhand habe ich mich der netten Truppe angeschlossen und bin einfach mitgeradelt.

Neben den vielen Zweibeinern auf Rädern war auch ein Vierbeiner dabei. Allerdings ohne eigenes Rad, dafür mit bequemer Mitfahrgelegenheit:

Eine schöne Runde bei erfreulich guten Wetter (besser als erwartet) mit einem passenden Thema! Etwas getrübt wurde das Ganze durch zwei ernsthafte Defekte an Rädern: ein komplett versagendes Radlager und ein abgebrochener Schaltarm der Gangschaltung. Aber diesmal nicht an meinem Rad, das hatte schon genügend Reparaturen in der letzen Zeit, das reicht erst mal….