Eine Brücke feiert Geburtstag

Die Autobahnbrücke in Pirk hat eine seltsame Geschichte hinter sich.

Errichtet wurde diese Brücke ab 1936 als eine der größten Steinbogenbrücken Europas. Bei einer Gesamtlänge von über 500 Metern überspannt sie in 60 Metern Höhe die Elster. Allerdings wurde die Brücke zur damaligen Zeit nicht fertiggestellt. Auch nach dem Ende des Krieges erfolgte keine Fertigstellung, da sich einige Meter weiter die innerdeutsche Grenze befand. Die Fertigstellung als Autobahnbrücke konnte erst nach der Wende in Angriff genommen werden. 1992 war es soweit und die sanierte und mit Fahrbahn versehene Brücke sorgte für durchgehenden Autobahnverkehr von Sachsen nach Bayern.

Am 02.Oktober 2012 feiert die Brücke ihre 20jährige Inbetriebnahme mit einem großen Brückenfest.

Wismut-Werkbahn

Im Bereich Ronneburg/Seelingstädt verkehrt die sogenannte Wismut-Werkbahn. Bis voraussichtlich nächstes Jahr wird auf dieser Bahnstrecke Sand für die Sanierung der Haldenlandschaft des Uranbergbaues transportiert. Interessant sind dabei insbesondere die eingesetzten Triebfahrzeuge der Baureihe 232, auch als V300 bezeichnet. Die Dieselloks der Wismut-Werkbahn werden auch als „grüne Ludmilla“ bezeichnet.

Also habe ich eine Radtour an die Strecke geplant, hoffend, dass mir Fotos von der Bahn gelingen. Der Streckenverlauf lässt sich bei Googlemaps recht einfach erkunden, einen Streckenfahrplan gibt es auch, also sollte das funktionieren. Aber entweder war ich etwas zu spät oder die eine Bahn ist ausgefallen, jedenfalls kam 9:18 Uhr kein Zug bei Braunichswalde vorbei. Bevor ich zum nächsten Punkt der Strecke weiterfahre und mich mit dem recht kräftigem Wind dieses Tages messe, blieb ich lieber vor Ort, um die Bahn 9:58 Uhr abzuwarten. Allerdings kam diese dann auch noch etwa 20 Minuten später. Aber immerhin habe ich meine Fotos. Wink

Auf der Rückfahrt zum Auto konnte ich noch beobachten, wie der Sandzug rückwärts Richtung Erzbunker geschoben wird.

Von der Vorbeifahrt am Bahn-Übergang Braunichswalde habe ich hier noch ein kleines Video.

 

Wieder mal ein Klischee

Letztens an der oberen Bahnhofstraße in Plauen kam ein Mercedes die Jößnitzer Straße vorgefahren. Als Parkplatz wählte der Fahrer den Bereich im Kreuzungsbereich. Grund des Parkens war ein Einkauf beim Bäcker – das zählt meines Wissens nicht als Beladen.. Etwa 10 oder 15 Meter zuvor waren ausreichend Parkplätze da.

Und wieder mal ist ein Mercedes als Kunstparker aufgefallen. Bequemlichkeit? Faulheit? Ignoranz?

Urlaub in Thüringen – Tag 2

Für Sonntag vormittag hatte ich mich für einen Besuch im Besucherbergwerk Merkers angemeldet. Das Bergwerk dient der Kalisalzgewinnung, der Teil für Besucher wird allerdings nicht mehr für den Abbau genutzt. Mit dem Personenförderkorb geht es auf 500 Meter Tiefe und von da per LKW bis auf rund 800 Meter Tiefe. Dabei führt der Weg durch enge und kurvige Streckenabschnitte. Es gibt allerlei sehens- und wissenswertes zum Kalibergbau früher und heute zu sehen. Einen Besuch ist das Bergwerk auf jeden Fall wert, allerdings sollte man sich vorher einen Platz über die Webseite reservieren.

Zu meiner Ankunftszeit lag der Förderturm noch im morgendlichen Nebel.

Urlaub in Thüringen – Tag 2 weiterlesen

Göltzschtalradweg

Blogbesucher Klaus Stoppa offerierte mir in seinem Kommentar zum Göltzschtalradweg ein Foto der neu gebauten Brücke über die Göltzsch bei Mylau.

Freundlicherweise wurde mir das Foto zugesandt, herzlichen Dank dafür. Mit der neu gebauten Brücke muss nicht mehr der Hang zur Rollbahn genutzt werden. Die Strecke führt weiter und erreicht Mylau kurz darauf an der Stopp-Straße.

(Foto: Klaus Stoppa)

Zusätzlich erreichte mich ein Foto vom Fesselballon an der Göltzschtalbrücke.

(Foto: Klaus Stoppa)

Urlaub in Thüringen – Tag1

Für Ende September war noch einmal Urlaub geplant, diesmal sollten es ein paar Radtouren in Thüringen sein. Eine Ferienwohnung nahe Eisenach war schnell gefunden und gebucht. Einige Ziele hatte ich schon vorgemerkt und dazu passende Radtourenvorschläge auf GPSies.com gesichtet.

Meine Ferienwohnung befand sich in Wolfsburg-Unkeroda, eine kleine aber nett eingerichtete Wohnung, in der es an nichts fehlt. Mit den Vermietern hatte ich interessante Gespräche, auch zu Aktivitäten und Sehenswertem in der Gegend. Danke für die Gastfreundschaft.

Am Anreisetag stand eine Runde über Eisenach, Hörschel und Gerstungen zurück nach Wolfsburg-Unkeroda auf dem Plan. Der lange Anstieg von Wolfsburg in Richtung Eisenach führte zunächst am Rennsteig vorbei.

Hinter Eisenach führte mein Weg in Richtung Werratal, vorbei an diesem Bach nahe Hörschel. Es zeigen sich bereits herbstliche Farbtöne.

Das Werratal wird von einer Autobahnbrücke überspannt.  Diese überspannt mit einer Länge von 732 Metern in 80 Meter Höhe das Tal.

Die weitere Strecke führt durch das Dorf Wommen mit diesem alten Schloss.

Das Schloss wurde Anfang des 20 Jahrhunderts errichtet. Es dient heute als Altersheim einer diakonischen Anstalt.

Ein weiteres sehenswertes Objekt auf der Runde befindet sich Neustädt: ein Ziehbrunnen.

Dieser Brunnen ist mehr als 500 Jahre alt, diente noch bis kurz nach der Wende der Wasserversorgung und wurde 2008/2009 saniert.

In der Nähe von Gerstungen ist an der L1020 in Richtung Oberellen diese alte Bahnbrücke über die Werra zu finden.

Auf rund 50 km Länge waren so ca. 480 Höhenmeter zu erklimmen. Allerdings führte die Runde zum Großteil über Bundes- und Landstraßen.

 

Ein Stück entlang der Pleiße – Teil 2

Ohne dem Erfolg, den Aussichtspunkt zum Braunkohlentage gefunden zu haben, führte meine Tour aus Deutzen weiter in Richtung Böhlen.

 

Zumindest konnte ich hier die Deutzer Wasserkugel, ein technisches Denkmal, aus der Ferne bewundern.

Die Wasserkugel stammt aus dem Jahr 1925, wurde allerdings erst 1938 nach Deutzen umgesetzt.

Die Höhe des Bauwerkes beträgt fast 60 Meter, die Kugel fasst 200 m³ Wasser.

Weiteres zur Geschichte der Kugel berichtet die Heimatgruppe Deutzen auf ihrer Webseite.

 

Im weiteren Verlauf hatte ich das Gefühl, den markierten Pleißeradweg verloren zu haben.

Besonders nachdem ich den Bahnübergang bei Breunsdorf hinter mir hatte. Ein Stück entlang der Pleiße – Teil 2 weiterlesen

Ein Stück entlang der Pleiße

Ich gehöre eigentlich nicht in die Kategorie der Katastrophentouristen. Aber die Meldung zu einem umgekippten Schaufelradbagger im Tagebau bei Deutzen brachte mich doch auf Idee, entlang des Pleißeradweges dorthin zu radeln. Als Absolvent der Bergakademie Sachsen ist man ja irgendwie dem Bergbau zugetan.

Also habe ich versucht, ein GPX-File für mein Navi zu finden. Aber schon das erwies sich als komplizierter, als gedacht. Die ersten Dateien wollten sich weder mit mit meinem GPS-Tool noch mit dem Garmin so recht vertragen. Auf GPSies bin ich am Ende doch fündig geworden und konnte mir einen Track auf meine geplante Strecke von Altenburg bis Böhlen anpassen. Eine längere Strecke ging aus zeitlichen Gründen nicht, da ich nachmittags noch in der Nähe von Glauchau etwas erledigen wollte. An- und Abreise sollte per Bahn erfolgen.

Schon die Bahnverbindungen könnten auf Grund mehrfachen Umsteigens entmutigen. Aber, der Vorgriff sei gestattet, alle Verbindungen waren (innerhalb von 5 Minuten) pünktlich. Und immerhin nutzte ich folgende Verbindungen:

Plauen – Zwickau (umsteigen) – Altenburg
Böhlen – Gößnitz (umsteigen) – Glauchau
Glauchau – Plauen

Ich weiß echt nicht, was da immer über die Unpünktlichkeit der Bahn geschimpft wird. Innocent Ein Stück entlang der Pleiße weiterlesen