Der lange Weg zum Elsterradweg | Splitter 21

Längere Zeit war es ruhig um den weiteren Ausbau des Elsterradweges. Inzwischen gibt es Neuigkeiten zum Streckenverlauf zwischen Pirk und Weischlitz und zur Weiterführung ab der Talsperre Pöhl.

Hier zunächst zum Teilstück Pirk-Weischlitz.

In diesem Teil der Elster existiert links der Elster bereits ein Wanderweg, der auch intensiv von Radlern genutzt wird. Wirklich schön zu fahren ist die Strecke nicht, es geht an einem Felshang bergan und bergab, im jetztigen Zustand ist der Weg stellenweise auch recht schmal. Die Planung sieht nun vor, dass der Radweg in der Nähe von Pirk mit einer Brücke über die Elster geführt wird und dann rechts der Elster bis Weischlitz verläuft.

Nachdem das bekannt wurde, meldeten sich die Plauener Ornithologen zu Wort und bezeichnen das Areal rechts der Elster als hochsensiblen und einzigartigen Lanschaftsbestandteil. Insbesondere sind hier eine Reihe geschützter Vögel heimisch. Und nun würde der geplante Radweg Landschaftsbestandteile trennen.

Ja, diese Trennung betrifft wohl insbesondere die Vögel… Undecided Da ist doch eigentlich die viel breitere Elster ein viel größeres Hindernis für die Vögel, oder?

Ein angeblich „vorprogrammierter Motorsport“ auf der Strecke muss auch als Gegenargument herhalten. Ich bin schon etliche Kilometer neu gebauter Radwege im Vogtland geradelt, aber Motorsport kann ich nicht bestätigen. Motorisierten Fahrzeugverkehr gibt es unter Umständen von Anwohnern oder für die landwirtschaftliche Nutzung, aber keinen Motorsport.

Die Radwegegegner haben für den 16.03.2013, 10:00 Uhr zu einer Kundegebung gegen den geplanten Streckenverlauf aufgerufen. Diese Protest-Demo soll unterhalb der Pirker Autobahnbrücke am ehemaligen Pirker E-Werk stattfinden. Ich werde versuchen, von der Veranstaltung zu berichten.

Aus dem Weischlitzer Rathaus war inzwischen zu vernehmen, dass ein Trassenverlauf links der Elster von Naturschützern abgelehnt wurde, weil damit ein Eingriff in den dort befindlichen Elsterhang nötig wäre.

Geplanter Umbau an der oberen Bahnhofstraße

Im Juli letzten Jahres berichtet ich von einem geplanten Umbau des Areals an der Straßenbahnhaltestelle Bahnhofstr/Albertplatz.

Letztens war der Presse zu entnehmen, dass es diese Parkplätze wohl doch nicht geben wird und dieser Plan beerdigt wurde. Änderungen soll es am Standort dennoch geben und Hähnchengrill sowie Unterstand werden wohl verschwinden. Was aber genau dort entstehen soll ist derzeit nicht bekannt.

Die Gewerbetreibenden im Umfeld sehen sich jetzt als Verlierer, weil die zusätzlichen erhofften Stellflächen für PKWs nicht kommen.

Die künftige Entwicklung bleibt abzuwarten, größere Umbauten soll es sowieso erst 2014 geben.

Plauen-Card

Die Stadt Plauen bietet eine Tourismus-Karte an, die zum Preis von 9,10 Euro für einen Erwachsenen und zwei Kinder ermäßigten Eintritt in fünf Kultureinrichtungen der Stadt ermöglicht. In einem Presseartikel wurde in der letzten Woche berichtet, dass die Karte im vergangenen Jahr nur 60 Mal in Anspruch genommen wurde. Wie im Sozialausschuss geäßert wurde, sei das deutlich zu wenig.

Ich kenne solche Tourismus-Cards aus anderen Urlaubsregionen, wie bspw. Ötztal, Bodensee oder Turracher Höhe. Dort erfreuen sich diese Cards offenbar großer Beliebtheit.

Das mag daran liegen, dass dann der Eintritt in bestimmte Einrichtungen nicht nur ermäßigt ist, sondern gänzlich frei ist. Bei der Ötztalcard war die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel kostenfrei inkludiert. Und damit wurde die Karte wirklich interessant. Wenn ich zwar ermäßigt aber trotzdem immer wieder die Gelödbörse zücken muss, um ein Museum zu besuchen, besteht doch jedesmal wieder eine Hemmschwelle. Und warum soll ein Inhaber der Plauen-Card in den drei Gültigkeitstagen nicht auch ohne weiteres Ticket die Straßenbahn nutzen können? Damit gelangt man schließlich zu Ausgangspunkten für Wanderungen rund um Plauen.

Über die Webseite der Stadt Plauen ist auch nicht ohne Weiteres zu erkennen, wieviel denn in den einzelnen beteiligten Einrichtungen Ermäßigung gewährt wird.

Klar dass der Preis der Plauen-Card dann angepasst sein muss und höher ist. Allerdings sollte bei der Preisstaffelung nicht vergessen werden, dass durchaus auch Einzelreisende ohne Kinder zu besuch in Plauen sein können.

Eine solche Karte hat Potential, die Möglichkeiten der Karte müssen nur besser gestaltet werden.