Peter Ramsauer und das Akkulicht am Rad

Rechtzeitig vor der Bundestagswahl will Verkehrsminister Peter Ramsauer wohl bei den Radfahren Wählerstimmen sammeln. Aber egal, ob das nun mit wahlpolitischem Kalkül oder aus reiner fachlicher Überlegung in seinem Ministerium entstanden ist, die geplante Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) ist ein richtiger Schritt. Voraussetzung ist, dass die Änderung am 05.07.2013 vom Bundesrat beschlossen wird.

Mit Drucksache 445/1/13, die den Namen „48. Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlicher Vorschriften“ trägt, soll der Paragraf 67 StVZO geändert werden. Dazu soll ergänzt werden:

Abweichend von Absatz 1 dürfen für den Betrieb der aktiven lichttechnischen Einrichtungen auch wiederaufladbare Energiespeicher als Energiequelle verwendet werden. Über eine Anzeige muss dem Fahrer die Kapazität sinnfällig angezeigt werden. Abweichend von Absatz 9 müssen Scheinwerfer und Schlussleuchte nicht zusammen einschaltbar sein.

Quelle: Bundesratsdrucksache 445/1/13

Außerdem wird ergänzt, dass die Leuchten nicht fest am Rad angebracht sein müssen, aber  „sie sind unter den in § 17 Absatz 1 der Straßenverkehrs-Ordnung beschriebenen Verhältnissen vorschriftsmäßig am Fahrrad anzubringen  und zu benutzen.“. Auf gut deutsch, sie sind jederzeit mitzuführen und bei Dunkelheit und schlechter Sicht zu nutzen.

Bei der Kapazitätsanzeige zieht man sich auf eine notwendige und wohl noch nicht vorhandene Notifizierung zurück, wie der Begründung zur Änderungsempfehlung zu entnehmen ist.

Damit wird endlich die seit langem ausgeübte und weitverbreitete Nutzung von Akku-Leuchten an Fahrrädern nicht mehr unter Strafe gestellt. Bislang waren eigentlich 15 Euro Bußgeld fällig.

Wobei ich die bislang mir aufgefallene Toleranz der Polizei positiv anmerken möchte. Selbst bei der Begutachtung meines Rades durch Polizeibeamte nach meinem Unfall gab es in dieser Sache keinerlei Beanstandungen.

Also freie Fahrt mit LEDs!

LED-Rücklicht

Allerdings gibt es ganze Menge mehr an lichttechnischen Regelungen, die unzeitgemäß sind. Beispielsweise müssten auch die Pedale mit gelben, nach vorn und hinten wirkenden Rückstrahlern ausgestattet sein. An Klickpedalen, und damit sind viele Radler unterwegs, ist so etwas nicht vorgesehen. Allenfalls besitzen meine Schuhe ein reflektierendes Dreieck hinten, aber das ist weiß.

Der Schlauchautomat

Neomai sandte mir heute einen Schnappschuss aus Dresden, von einem „Fahrradschlauchautomaten“, der Schläuche von Schwalbe ausgibt.

Schlauchautomat

Allerdings ist uns unbekannt, ob sich diese Unmutsäußerung auf der Frontseite auf die Funktion oder Nichtfunktion des Automaten, die Qualität der Schläuche oder den Preis bezieht.

Immerhin sind über 700 dieser Automaten in Deutschland aufgestellt, die auch Sonntags bei einem defekten Schlauch weiterhelfen können. Für iPhone-Nutzer gibt es eine App, die den Standort des nächsten Automaten anzeigt und dorthin lotst. Allerdings ist der Automatenschlauch auch etwas teurer, als im Fachhandel.

Ein Radweg, nutzen oder meiden?

In einem früheren Artikel hatte ich das Thema von der Seite der Rechtsvorschriften her erörtert: Was sind die Voraussetzungen für einen gekennzeichneten Radweg. Ich möchte es in Bezug auf die folgenden Beispiele kurz wiederholen:

  • Die Benutzung des Radweges ist nach der Beschaffenheit und dem Zustand zumutbar sowie die Linienführung ist eindeutig, stetig und sicher.

und

  • bei  einem gemeinsamen Fuß- und Radweg mindestens 2,5 Meter Breite in Ortschaften.

Bei der Breite des Radweges unterstelle ich hier die nutzbare Breite, nicht die geplante und im Nachhinein durch anderweitige Nutzung verbleibende Breite. Und diese Breite sollte auch das Maß sein, für den hier beschriebenen Sachverhalt.

In Plauen sind die die Wege links und rechts entlang der Neundorfer Straße vom Rathaus beginnend stadtauswärts bis zum Dittrichplatz mit der Schilderkombination

Gehweg
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Bildquelle: Wikipedia Lizenz: Gemeinfrei im Sinne von  § 5 Abs. 1 UrhG

gekennzeichnet. Damit bleibt der Weg ein Gehweg und wird nicht zum Radweg, Radler dürfen nur Schrittgeschwindigkeit fahren. Aber es besteht KEINE Verpflichtung für Radler, diesen Weg zu benutzen. Ein Radweg, nutzen oder meiden? weiterlesen

Radwandertag der Stadt-Galerie Plauen 2013 – „Stadtwerke Gas-Strecke“ über 73 km

Heute habe ich die Streckensammlung für den Radwandertag der Stadt-Galerie Plauen 2013 vervollständigt und auch noch die 73 km lange „Stadtwerke Gas-Strecke“ aufgezeichnet. Von Plauen über Kürbitz und Oelsnitz nach Lottengrün verläuft diese identisch mit der 42 km langen „Merkur Bank – Strecke“.  Ab Lottengrün geht es dann allerdings weiter über Bergen und Altmannsgrün nach Treuen. Von dort geht es über Gansgrün und Helmsgrün um die Talsperre Pöhl herum. um über Möschwitz wieder nach Plauen zur Stadt-Galerie zu führen.

Sollten Teilnehmer am Radwandertag auf der langen Strecke Zeit und Muße haben, lohnt eine kurze Rast im Wald nach Lottengrün nach der langen Abfahrt, um diesen idyllischen Bach zu genießen.

Bachlauf bei Steinigt Bachlauf bei Steinigt

In Trieb erwartet den Radler wieder eine Baustelle, die Asphaltdecke ist komplett fertig, dürfte also zum Radwandertag befahrbar sein.

Baustelle in Trieb

An der Talsperre Pöhl ist Vorsicht geboten, derzeit hausen dort etliche Dinosaurier! Wink Von der Straße aus kann zumindest ein kleiner Blick auf diese Urzeittiere geworfen werden.

Dinos an der Talsperre Pöhl

Und so sieht der Streckenverlauf auf GPSies.com aus:

Allerdings bin ich nicht auf die angegebenen 73 km gekommen. Entweder habe ich stückweise eine kürzer Strecke gewählt oder es sind Unterschiede in der Streckenmessung.

Das GPX-File ist im Downloadbereich zu finden.

Und hier die drei Strecken noch mal kurz in der Zusammenfassung (die Angaben habe ich meinen GPS-Aufzeichnungen entnommen)

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Streckenbezeichnung Länge Höhenmeter
Sternquell Bierbrause-Strecke 27,4 km 412 m
Merkur Bank – Strecke 39,0 km 607 m
Stadtwerke Gas-Strecke 69,5 km 1082 m

 

Die Magie von Baustellen

Ich gebe es ja zu, größere Baustellen üben eine gewisse Anziehungskraft auf mich aus. Dann ist meine Neugier geweckt und ich möchte mir das aus der Nähe ansehen. Heute bemerkte ich im Gewerbegebiet „Zellwolle“ in der Elsteraue aus der Ferne zwei Kranarme. Also musste ich meine nachmittägliche Radtour dorthin verlegen.

Vermutet hatte ich das schon, was mir der Besuch vor Ort bestätigt: Die „Neoplan Bus GmbH“ erweitert ihren Stzandort.

Neoplan Baustelle

Hier entsteht für mehrere Millionen Euro eine neue Lackierhalle.

Naja, es werden halt Busse gebaut, das ist nichts besonderes. Für die Neoplan-Busse aus Plauen trifft das allerdings nicht zu. Denn von hier stammen die Mannschaftsbusse des 1. FC Nürnberg, des Clubs Galatasaray Istanbul oder des FC Barcelona. Foot in mouth