Der lange Weg zum Elsterradweg | Splitter 38

Am nächsten Abschnitt des Elsterradweges sollen in Kürze die Baumaschinen anrollen. Die Firma TIW Weischlitz hat in einer europaweiten öffentlichen Ausschreibung den Zuschlag erhalten, den Elsterradweg im Bereich vom Possigweg bis zum Leuchtsmühlenweg auszubauen. Damit wird das schon ausgebaute Stück ab Straßberg in Richtung Plauen verlängert. 246.000 Euro betragen die Kosten für das etwa 1,5 km lange Stück.Elsterradweg

Ende des Jahres könnte damit ein weiteres Stück „Buckelpiste“ des vogtländischen Teils des Elsterradweges der Vergangenheit angehören.

Als Umleitungsstrecke empfehle ich für die Zeit der Bauarbeiten vom Ende der Ausbaustrecke am „Possigweg“ diesen in östlicher Richtung (aus Kürbitz kommend nach rechts abbiegen) zu befahren und weiter über die Straßen „Weg ins Grüne“ und „Nussertweg“ zum „Leuchtsmühlenweg“ zurück zu kommen. Die Alternative über die Straße „Am Glockenberg“ ist auch möglich, aber dort herrscht deutlich mehr Verkehr.

Ins Oytal

Eine Tour führte mich entlang der Iller bis zu ihrem Ursprung.

Illerursprung

Hier fließen Trettach, Stillach und Breitach zur Iller zusammen. Weiter ging es über Oberstdorf ins Oytal hinein.

Vorbei am Stuibenfall  führte die Strecke bis zu Käseralpe auf 1405 Meter Höhe.Der schöne Blick ins Oytal zurück und die schöne Abfahrt zurück nach Oberstdorf entschädigen für die Anstregung beim Aufstieg.

Käseralpe

Mehr dazu schreibe ich etwas später noch.

Urlaub im Allgäu

Im Allgäu war ich das letzte Mal vor etwa 20 Jahren, allerdings damals ohne Fahrrad. Wink

Dieses Mal hatte ich mein Mountainbike mit, am Anreisetag ging es über die Moosrunde bei Bolsterlang, die schon mal etwas Einstimmung auf die Zeit am Urlaubsort verbreitet.

Allgäuer Berge

Interessanterweise habe ich hier an Radwegen noch keine Poller gesehen. Und da, wo es kein Radweg mehr ist, nennen sich die Umlaufsperren Gatter und sollen Kühe zurückhalten.

Umlaufsperren Allgäuer Art

Aber irgendwie muss man da mit dem Bike auch durch. Oder drüber weg…

Gerichtsurteil zur Helmpflicht

Die Diskussion ist vermutlich so alt, wie der erste Radhelm. Helmpflicht für Radfahrer, ja oder nein.

Der Bundesgerichtshof hat am 17.06.2014 eine Entscheidung getroffen, die dieses Thema betrifft. Eine Radlerin war mit einer sich plötzlich öffnenden PKW-Tür zusammengestoßen und hatte sich beim folgenden Sturz schwere Kopfverletzungen zugezogen. Das Oberlandesgericht sah bei der Radfahrerin eine 20%ige Mitschuld und damit verbunden eine Kürzung des Schadensersatzes. Der Bundesgerichtshof sah diese Sachlage nun völlig anders.

In der Pressemitteilung des BGH wird dazu ausgeführt: „Für Radfahrer ist das Tragen eines Schutzhelms nicht vorgeschrieben. Zwar kann einem Geschädigten auch ohne einen Verstoß gegen Vorschriften haftungsrechtlich ein Mitverschulden anzulasten sein, wenn er diejenige Sorgfalt außer acht lässt, die ein ordentlicher und verständiger Mensch zur Vermeidung eigenen Schadens anzuwenden pflegt. Dies wäre hier zu bejahen, wenn das Tragen von Schutzhelmen zur Unfallzeit nach allgemeinem Verkehrsbewusstsein zum eigenen Schutz erforderlich und zumutbar gewesen wäre. Ein solches Verkehrsbewusstsein hat es jedoch zum Zeitpunkt des Unfalls der Klägerin noch nicht gegeben.“

Wenn ich das richtig interpretiere, besteht keine Mitschuld, weil das Tragen eines Helmes bei Radfahrern sich noch nicht auf freiwilliger Grundlage zur Selbstverständlichkeit entwickelt hat. Nur 11% der Radfahrer würden einen Helm tragen. Der ADFC kommentiert, dass Radfahren kein Risikosport sei, sondern gesunde Bewegung im Alltag sei.

Es bleibt derzeit also weiter jedem Radler selbst die Entscheidung überlassen, mit oder ohne Helm zu fahren. Auch wenn mit dem Urteil die Frage einer Mitschuld zugunsten der Radfahrer geklärt wurde, vor Kopfverletzungen bei einem Sturz schützt das Urteil auch nicht. Es mag viele Argumente gegen die Nutzung eines Helmes geben: sehen unschön aus, trägt sich unbequem, die Haare leiden drunter, man schwitzt, die Sicht ist eingeschränkt, zu bequem, einen einen Helm zu nutzen…

Helm? Helm!Keines der Argumente ist für mich wirklich nachvollziehbar. Einige Stürze habe ich selbst erlebt, bei einem davon musste ich hinterher den Helm verschrotten, da die Außenhaut aufgeplatzt war.

Und auch wenn man als Radler mit Vorsicht fährt und sich recht sicher mit dem Rad bewegt, dass irgendein anderer Verkehrsteilnehmer nicht aufpasst und den Radler umfährt ist häufig genug in den Pressemitteilungen zum Unfallgeschehen nachzulesen. Ich bleibe dabei, aufs Rad geht es nur mit Helm!

Ich würde mich freuen, hierzu auch einige Kommentare der Blogbesucher lesen zu können

Neues an der Talsperre Pöhl

Meine Tour brachte mich dieses Mal zunächst in Richtung Kleingera zum dortigen Rittergut. Das Gut wurde erstmalig 1448 urkundlich erwähnt. Es stellt „zusammen mit dem Park und der mittelalterlichen Ringwallanlage ein architektonisch und denkmalpflegerisch wertvolles Ensemble von besonders herausgehobener Bedeutung dar.“ [Quelle: Rittergut Kleingera] Hier ein Blick auf das Herrenhaus des Rittergutes.

Rittergut Kleingera

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Mulderadweg nach Glauchau

Nach der Fahrt entlang des Brander und Marienthaler Baches ging es zunächst quer durchs Zentrum von Zwickau zur Muldenpromenade. Diese Promenade entstand nach Bau des Straßentunnels der Talstraße. In das Areal eingebunden ist die alte Paradiesbrücke. Die Brücke entstand 1900 und ist als Stahlnietbrücke ausgeführt. Sie ist die kleine Schwester des „Blauen Wunders“ in Dresden. Seit 1980 steht als technisches Denkmal unter Schutz. [Quelle: Zwickautourist]

Zwickau-Glauchau

Auf dem weiteren Weg werden noch etliche Brücken anzutreffen sein. Zunächst jedoch ein Blick auf die Promenade. Mulderadweg nach Glauchau weiterlesen

Radlerstammtisch #1

Heute traf sich zum ersten Mal der Radlerstammtisch von Plauen. Sechs Radlerfreunde fanden sich um den Initiator Dieter Rappenhöner zusammen, um sich zunächst selbst zu organisieren, Vorgehensweisen und Ziele zu definieren.

Radlerstammtisch 06/2014

Rappenhöner erläutert, dass es hinsichtlich des Radverkehres in der Stadt Plauen Missstände gibt. Es ist anzunehmen, dass die Stadtverwaltung, obwohl von dort das Radwegenetz erarbeitet und betreut wird, nicht alle Strecken im Detail kennen kann. Das kann eine der Aufgaben des Stammtisches sein: die Verwaltung auf Mängel im Wegenetz hinweisen, Verbesserungsvorschläge unterbreiten.

Dabei wird sich Arbeit nicht auf die Zielgruppen Rennradler und überregionale Radtouristen konzentrieren. Es steht der Alltagsradler im Vordergrund.

Matthias Schreiber vom Bike House Plauen ergänzt, dass nach seiner Einschätzung vielleicht 5% des Radverkehrs von den Alltagsradlern ausgeht, also jenen, die zur Arbeitsstätte pendeln oder Einkäufe mit dem Rad erledigen. 95% des Radverkehrs geht auf die Freizeitradler zurück.

Als Beispiel, wo eine Verbesserung der Infrastruktur für die Radler entstehen könnte, nannte Lutz Behrens die Röntgenstraße. Dort könnte nach seiner Auffassung der Fußweg für die gemeinsame Benutzung mit Fußgängern freigegeben werden. Die Verwaltung lehen dies bislang ab. Betrachte man jedoch im Vergleich dazu die Neundorfer Straße im Innenstadtbereich, könne das eigentlich kein ausreichendes Argument gegen die Feigabe sein. Denn dort ist der für Radler freigegebene Fußweg durch Bäume, Tische und Werbeaufsteller ansässiger Gewerbe deutlich mehr eingeschränkt.

Klaus Gerber brachte einen Teil seiner „gessammelten Werke“ zum Thema Radverkehr in Plauen mit zum Stammtisch.

Radlerstammtisch 06/2014

Über etliche Jahre haben sich hier Konzepte und Pläne zum Radverkehr in der Stadt angesammelt. Er berichtete, dass nach der Wende die bewegte Topografie Plauens, sprich die überall vorzufindenden Berge, eine Entwicklung des städtischen Radverkehrs behindern würden. „Aber damals gab es nur 3-Gangschaltungen und die Technik der Fahrräder hat sich seit dieser Zeit dramatisch weiterentwickelt.“

Nachdem die Ziele und Wege des Radlerstammtisches in Grundzügen skizziert wurden, ist geplant, für den nächsten Stammtisch eine Vertretung der Stadtverwaltung einzuladen, um sich zum aktuellen Stand berichten zu lassen.

Lichtentanne nach Zwickau

Es war ein Besuch bei der Familie geplant, die nordwestlich außerhalb von Glauchau lebt. Üblicherweise fahre ich von Zwickau den Mulderadweg nach Glauchau. Für diese Fahrt habe ich mich etwas auf der Karte umgesehen und fand einen Weg von Lichtentanne (das von Plauen aus gut mit der Vogtlandbahn zu erreichen ist) entlang des Brander und Marienthaler Baches nach Zwickau. Und in Richtung Glauchau ging es dann auch streckenweise auf anderer Route als üblich weiter.

Im Ortsteil Brand beginnt der schöne Weg entlang des Brander Baches.

Bachweg Lichtentanne Zwickau

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