Brückenbau

Am Abend des 28.07.2014 wurden für die Bahnbrücke am künftigen Haltepunkt Plauen Mitte die Träger angeliefert und auf die Widerlager aufgesetzt. Per Fahrrad konnten „wichtige“ Punkte dieses kleinen Spektakels gut erreicht werden.

Zunächst ging es zur Streichholzbrücke. Der Antransport der Träger sollte aus Richtung Barthmühle erfolgen, also gibt es von der Brücke eine gute Sicht von oben. In Erwartung des Transportes hatten sich einige Schaulustige wohl auf eine längere Zeit eingerichtet und ein Bierchen mitgebracht.

Brückenbau Bahnhof Mitte

Zur angekündigten Zeit rollte der Transport auf der Schiene an. Naja, irgendwie hatten wohl alle Zuschauer etwas mehr erwartet. Ein Waggon mit Trägern und das ganze geschoben von einem Bagger auf Schienen.

Brückenbau Bahnhof Mitte Brückenbau Bahnhof Mitte

Der Minizug war so schnell vorbei, dass die Bierflaschen kaum angetrunken waren. Foot in mouth

Also ging es von hier aus weiter zur Baustelle. Die Träger lagen auf ihrem Waggon zum Krantransport bereit..

Brückenbau Bahnhof Mitte

Ein Demag – Autodrehkran mit einer Tragfähigkeit von 500 Tonnen stand schon bereit.

Brückenbau Bahnhof Mitte

Eine reichliche halbe Stunde benötigten die Bauarbeiter, um Transportsicherungen zu lösen und das Anschlagen der Träger vorzubereiten. Schließlich schwebte der erste 36 – Meter- Träger in Richtung seiner künftigen Position.

Brückenbau Bahnhof Mitte

Kurze Zeit später hatte das 7 Tonnen schwere Bauteil seinen endgültigen Platz erreicht.

Brückenbau Bahnhof Mitte

Ab November sollen sollen wieder Züge über die Brücke rollen. In die Bahn einsteigen kann man planmäßig Mitte 2015.

Das Neuensalzer Loch

Auf meiner Fahrt um die Talsperre Pöhl hatte ich Sperrung des Rad-/Fußweges bei Neuensalz bemerkt, die durch einen Höhlung unter der Asphaltdecke begründet ist.

In der Regionalpresse gab es dazu letztens Aufklärung. Entstanden ist das Loch demnach bei einem Starkregen Anfang Juli. Als Ursache sieht die Neuensalzer Bürgermeisterin Carmen Künzel eine mangelhafte Entwässerung des vor elf Jahren gebauten Knotenpunktes B173/B169. Das Loch wurde zwischenzeitlich verfüllt, hieß es weiter.

Neu scheinen die Entwässerungsprobleme nicht zu sein, da nach Darstellung in dem Artikel schon kurz nach dem Bau Probleme bei Anliegern auftraten, wenn starke Niederschläge auftraten.

Bleibt zu hoffen, dass nicht wieder solche Löcher auftauchen, die Radfahrer samt Rad verschlingen können… Wink

 

Schlossfest in Leubnitz

Für letzten Wochenende hatte das Schloss Leubnitz zum Festwochenende eingeladen. In Erwartung der sommerlichen Tagestemperaturen hatte ich meine Radrunde so geplant, dass ich gegen 10:00 Uhr, zu Beginn des Festes am Sonnabend dort ankam. Die diversen Stände der Handwerker und Verkäufer, Infostände und Gastronomie legten noch letzte Hand an für den Start in das Fest.

Eingangsbereich

Etliche Stände boten Kleidung an. Ob natürlich bei Temperaturen um die 30°C die Besucher ein gesteigertes Interesse an warmen Strümpfen oder anderen Kleidungsstücken hatten, wage ich zu bezweifeln. Wink

Verkaufsstände

Verschiedene Handwerkskünste wurden vorgeführt. Hier zeigte beispielsweise ein Zimmermann die Herstellung einer gewendelten Säule.

Zimmermann beim fachsimpeln

Am Stand des BUND gab es Wissenwertes zum Thema Wildkatzen in der Region. Als Radfahrer habe ich ja Berührungspunkte mit Wildkatzen, da diese doch hier und da mal den Bau von Radwegen zumindest erschweren. Dennoch fiel mein Interesse den jungen Damen vom Infostand auf und so machte ich letztlich noch an einem kleinen Quiz zum Thema Wildkatze mit, erfolgreich. Foot in mouth

Außerdem ergab sich so auch ein nettes Gespräch mit den Standbetreuerinnen zur Wildkatze in der Region und deren Einfluss auf den Radwegebau. Danke schön dafür.

BUND Wildkatzen

Die Wildkatze ist nachtaktiv, habe ich erfahren und sehr scheu.

Also, wenn sie nachtaktiv ist und Radler ja vorzugsweise tagsüber im Hellen unterwegs sind, sollten wir uns doch einander  gar nicht stören, oder? Wink

Auf jeden Fall wurde am Schloss Leubnitz ordentlich gefeiert und Getränke wurden vermutlich hektoliterweise konsumiert.

Ärgerlich

Wobei „ärgerlich“ meine Meinung nur in abgeschwächter Form wiedergibt. Entlang des Elsterradweges (nur da ist mir bislang so deutlich aufgefallen) wurde nahezu jeder sich anbietende Mast oder erreichbare  Schilderfläche mit Werbeaufklebern verunstaltet.

Aufkleber

Hier wurde dabei das Logo des Elsterradweges komplett verdeckt, ortsunkundige Radfahrer dürften damit an der einen oder anderen Stelle ins Rätseln kommen, ob man noch auf der richtigen Route ist.

Es ist nicht bekannt, ob überhaupt versucht wird, Verursacher zu ermitteln. Die Beseitigung dieses Machwerks dürfte recht aufwendig werden, es sind geschätzt mehrere hundert solcher Aufkleber, die zudem recht gut haften und beim Versuch diese zu entfernen, leicht einreißen. Yell

QR-Codes im Tourismus

Während meines Urlaubs im Allgäu ist mit beim Wandern in der Hörnergruppe ein QR-Code an einer Infotafel aufgefallen.

QR-Code

Auch hier im Vogtland sind diese kleinen Informationsträger schon aufgetaucht, letztens beim „Alten Schloss“ in der Nähe von Bad Elster.

Ich weiß nicht genau, welche Absicht die Verantwortlichen damit haben, es könnte sein, dass damit auf Webseiten verwiesen werden soll, die zusätzliche Informationen zu dem besichtigen Gebäude oder zur Landschaft liefern soll. Sicher, so einen QR-Code auf geeignetem Material ausdrucken ist sicher schneller und kostengünstiger als eine richtige Infotafel aufzustellen.

Aber wie oft geht die vielleicht gute Idee buchstäblich ins Leere, weil das Smartphone fernab größerer zivilisatorischer Bebauung auf den Versuch, dem QR-Code Information zu entlocken diese (oder ein ähnliche) Meldung zeigt:

Kein Netz

Für mich sieht das dann nach typischer Büroentwicklung aus und der Gedanke, so etwas vor Ort wirklich mal zu testen, kommt gar nicht erst.

Ach ja, mein Mobilfunkanbieter bietet eigentlich eine ziemliche gute Netzabdeckung.

An der Talsperre Pöhl unterwegs

Einem Presseartikel war zu entnehmen, dass der Radweg auf der Staumauer der Talsperre Pöhl fertiggestellt wurde. Dieses Stück soll Bestandteil eines rund 23 Kilometer langen Radrundweges um die Talsperre werden. Die etwa 300 Meter auf der Dammkrone wurden am 11.07.2014 offiziell übergeben und eingeweiht.

Der Radweg ist fertig, aber von einer richtigen Nutzung ist er schon noch ein Stück entfernt, wie ich bei einem Besuch am 12.07. feststellen musste.

Radweg auf der Staumauer

An einer Seite stehen noch Baugitter, eine Beschilderung fehlt noch völlig. Die Fahrbahnbreite ist ausreichend, allerdings wird es schon wieder eng, wenn Radler in beiden Richtungen unterwegs sind und auch die Spaziergänger hier noch unterwegs sind. Mal sehen, wie sich das in der späteren Praxis zeigt. Ein einsamer Radler ist mir schon mal begegnet.

Radweg auf der Staumauer

Derzeit ist mir noch nicht bekannt, wo der geplante Radrundweg entlang führen soll. Ich bin jedenfalls erneut den ausgewiesenen Talsperrenrundweg gefahren. Spürbare Verbesserungen der Wegequalität konnte ich nicht bemerken. Im Gegenteil, es scheint, dass etwas Pflege dem Weg gut tun würde.

Rundwanderweg um die Pöhl

An der Kreuzung von B173 und B169 bei Neuensalz wurde die frühere Straße nach dem Straßenumbau in diesem Bereich teilweise zurückgebaut und ein Rad-/Fußweg von Neuensalz in Richtung Voigtsgrün geschaffen. Allerdings hat der Weg derzeit ein Hindernis.

Schaden am Fuß-/Radweg bei Neuensalz

Die Ursache der Sperrung verbirgt sich unter der Europalette. Und zwar in Form eines ausgewachsenen Loches.

Schaden am Fuß-/Radweg bei Neuensalz

Wie lange diese Absperrung samt Loch schon vorhanden ist, weiß ich allerdings nicht. Auch ein Termin für die Beseitigung der Schadstelle ist nicht bekannt. Aber da es ja nur um einen Fuß-/Radweg und nicht um einen Straße für PKW handelt, kann es schon noch eine Weile dauern, bis man hier wieder ohne Umweg durch die Wiese radeln kann.

Auf meiner sonntäglichen Tour in Richtung Syrau sind mir diese Schäden an einem Getreidefeld aufgefallen.

Schäden im Feld

Mir ist gar nicht bewusst, dass in den letzten Tagen hier ein solches Unwetter geherrscht hat. Surprised

Bild am Sonntag

Walzenstuhl Mühltroff

Walzenstuhl und Elektromotor einer kleinen Freiluftausstellung in Mühltroff

Der Walzenstuhl dient zum Mahlen von Getreide, das Ausstellungsstück stammt aus dem Jahr 1907. Der Elektromotor aus dem Jahr 1916 diente zum Antrieb der Mühle, falls im Mühlgraben nicht ausreichend Wasser vorhanden war.

Radlerstammtisch #2 – Exkursion Teil 2

Der Elsterradweg am Stadtstrand gab den nächsten Anlass zu einer umfangreichen Diskussion der Stammtischradler mit der Verwaltung.

Am Stadtstrand

Auf Unverständnis stößt die Beschilderung, dass der Fuß-/Radweg hier endet und nach der Brücke über den Mühlgraben wieder beginnt.

Unverständliche beschilderung

Begründet wurde diese Beschilderung mit dem Hinweis, dass es sich bei dem Stück Weg eigentlich um die Gerberstraße handelt und diese für Anlieferung zum Stadtstrand genutzt wird und auch vom Zweckverband Wasser und Abwasser befahren wird. Bei durchgehendem Radweg würden Radler einfach zu schnell durchfahren. Seitens Stammtisch wurde gefragt, ob denn bei vielleicht drei oder vier Lieferfahrzeugen täglich im Vergleich zu 50 und mehr Radlern die Beschilderung der tatsächlichen Nutzung angemessen ist.

Auf jeden Fall hat sich Bürgermeister Sárközy Notizen zum Sachverhalt diktiert und eine Prüfung dieser Sache zugesichert.

Anmerkung: Naja, wenn das aber eine Straße ist, kann ich ja richtig schnell durchfahren und Fußgänger haben dann bitte auf mich als Radfahrer zu achten. Wink

Der nächste Halt mit angeregter Diskussion war am Fuße der Streichölzerbrücke.

An der Streichölzerbrücke

Die derzeitige Wegführung verleitet Fußgänger und Radler regelrecht dazu, über die Rasenfläche abzukürzen, wenn jene die Streichölzerbrücke befahren wollen und vom Elsterradweg kommen. Aber das war nur eine kleine Notiz am Rande. Denn wichtiger waren hier die Erläuterungen, wie der Elsterradweg künftig nach Ausbau verlaufen soll. Bislang führt dieser über die Streichölzerbrücke und den Alten Postweg in Richtung Chrieschwitz. Die derzeitige und realistische Planung sieht vor, den Elsterradweg straßenbegleitend entlang der Hammerstraße in Richtung Chrieschwitz zu führen. In der Variantenabwägung wurde noch eine Strecke näher an der Elster mit Flussüberquerung untersucht. Allerdings ist diese Streckenführung durch den Aufwand und vermutlich auch wegen diverser Grundstücksprobleme eher nicht umsetzbar.

Unsere Radlergruppe hat sich entschlossen, der derzeitigen offiziellen Wegführung bergan über Streichölzerbrücke und Postweg nach Chrieschwitz zu folgen. An der Möschwitzer Straße wurde nochmals kurz gehalten und die bisher gesammelten Eindrücke diskutiert.

Endpunkt der Exkursion in Chrieschwitz

Als Strecke für die Rückfahrt wurde der nichtoffizielle Weg in Verlängerung des Friesenwegs direkt an der Elster gewählt.

Diskussion zu alternativer Route

Hier wurde uns seitens des Planers Ralf Bräunel erörtert, wieso diese Strecke leider nicht als Elsterradweg in Betracht kommt. Ein Radweg hier würde zum einen über den Plauener Hauptabwassersammler führen und zum anderen würde sich an der Bahnbrücke eine kostenträchtige Verkehrswegekreuzung mit der Bahnlinie Plauen-Gera ergeben.

Über diesen Weg, unter der B92 durch ging es Richtung Möbelhaus an der Hammerstraße. Hier wurde diskutiert, wie denn der Elsterradweg straßenbegleitend aussehen könnte. Aber das sollten wir unserem Exkursionsteilnehmer Ralf Bräunel und seinem Team vom Ingenieurbüro überlassen. Zu gegebener Zeit wird es Details zu berichten geben.

Ein Termin für den nächsten Radlerstammtisch steht noch nicht fest. Auf jeden Fall wird Peggy Barthel von der Stadtverwaltung Plauen bei unseren nächsten Gesprächen dabei sein.

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