Fuchsbachtalroute – Teil 3

Von Ronneburg geht es durch das Gebiet am Zellenbach in Richtung Paitzdorf.

Der Hauptweg führt geradeaus, meine Route im Navi meint hingegen, ich möge hier an der Kreuzung rechts abbiegen.

Allerdings führt die Strecke nach GPX-Daten wieder einmal an ein verschlossenes Tor.

Also geht es zurück und auf dem Hauptweg weiter.

In Rückersdorf habe ich mir am Imbiß an der Haselbacher Straße einen Kaffee genehmigt, bevor es über kleine Landstraßen weiter in Richtung Nischwitz geht.

In Nischwitz ist dann dieser Radwegweiser zu bewundern. Besser als gar nichts, immerhin ist hier die Information abzuleiten, dass man sich auf der Strecke befindet, auch ohne zu wissen, wohin es weitergeht. Vermutung: Einfach gerade aus….

In Nischwitz schickt mich das Navi hier über den kaum sichtbaren Trampelpfad rechts des Grundstücks entlang.

Ob das wirklich die gewollte und offizielle Route ist, bleibt fraglich. Zumindest am anderen Ende des kurzen Wegstückes wird darauf hingewiesen, dass es ein Privatweg ist und für Motorräder die Durchfahrt verboten ist.

Vorbei geht es der Kirche von Nischwitz.

Hinter Nischwitz beginnt eine Hochebene. Viel flach, wenig Wald, das heißt, der Gegenwind kann hier ziemlich heftig werden. Oder der Rückenwind, je nach Windrichtung. 

Auf dem Dorfteich in Braunichswalde schwimmt ein Modell der Dorfkirche, sehr originell. Und der Dorfteich kann auch als Beginn des namensgebenden Fuchsbachs gesehen werden. Im Dorf sind zwar schon zwei kleine Bachstücke ein paar hundert Meter zuvor vorhanden, aber als durchgehender Bachlauf beginnt der Fuchsbach offenbar erst hier am Teich,

Ja, von der windigen Hochebene hatte ich schon geschrieben. Und wo ein stetiger Wind weht, sind Bestrebungen zum Bau von Windkraftwerken nicht weit. Die Protestplakate deuten auf jeden Fall darauf hin.

Auch wenn ich den Gedanken hinter dem Slogan „Energie ist erneuerbar … Heimat nicht!“ verstehe, möchte ich einschränken, dass Energie eben nicht erneuerbar ist. Es gibt keine erneuerbare Energie. Das geht es den Hauptsätzen der Thermodynamik hervor. Energie kann umgewandelt werden, und Energieumwandlung vergrößert die Entropie. Diese „erneuerbaren“ Energien Wind, Solar, Biomasse und Wasserkraft haben ihren Ursprung nun einmal in unserer Sonne. Und deren Energievorrat wird eines Tages erschöpft sein. Dann kann auch Wind nicht mehr „erneuert“ werden.

Ich habe mich Anfang der 80iger Jahre in einer Studienarbeit mit dem globalen Potential dieser Energieträger befasst. Wir nannten das „alternative Energien“.

Der Fuchsbach führt unmittelbar an diesem Teich entlang, bei Bedarf kann man hier noch etwas ausruhen und die Seele baumeln lassen. Die Zufahrt zum Teich führt über eine kleine Holzbrücke.

 

Ein kleines Stück bis hinter Wolfersdorf führt die Strecke noch am Fuchsbach entlang. Danach geht es in einem Bogen nordwärts Richtung Letzendorf und über Endschütz wieder hinab ins Tal der Weißen Elster.  Ab Endschütz geht es wieder am Fuchsbach entlang.

Hier trifft man auch auf Reste der alten Bahnstrecke Werdau-Mehltheuer. Von Werdau kommend führte diese tatsächlich über Wolfersdorf und Endschütz nach Wünschendorf und von hier über Weida und Zeulenroda ins vogtländische Mehltheuer.

Der Zugverkehr auf der Strecke Wünschendorf – Werdau wurde am 30.Mai 1999 eingestellt. Der Zug hier wurde auch als „langsamster Regionalexpress“ der Deutschen Bahn  bezeichnet [Quelle: Wikipedia]

Entlang der Weißen Elster geht es vorbei am „Märchenwald“, einem bekannten Ausflugsziel, zurück nach Wünschendorf. Da meine Bahn zurück nach Plauen mir quasi vor der Nase weggefahren ist, habe ich die Gelegenheit genutzt, um Wünschendorf noch etwas näher zu erkunden. Zum Beispiel mit einem schönem Blick über die Weiße Elster oder eine Fahrt durch diese alte Holzbrücke.

 

Die Holzbrücke ist 71 Meter lang, wurde 1786 erbaut und ist bis heute fast im Original erhalten. Die Brücke wurde im MDR-Fernsehen zur schönsten Brücke Mitteldeutschlands gewählt. [Quelle: Webseite von Wünschendorf]

Am Bahnhof Wünschendorf gibt es weitere sehenswerte Details zu entdecken. Zum einen sind hier noch mit Drahtzügen bediente Weichen zusehen.

Und in der Unterquerung zum Bahnsteig trifft man auf ein Gemälde der Wünschendorfer Holzbrücke, das den Tunnel zumindest optisch verlängert. Prima Idee!

Letztlich musste ich noch einige Zeit auf meine Bahn in Richtung Heimat warten, aber bei Sonnenschein war das doch recht angenehm.

  

Fazit:

+ Schöne Strecke mit wechselnden Landschaften
Gelände der BuGa 2007 ist Bestandteil der Route
weitestgehend beschildert
offizielle GPX-Datei hat mehrer Fehler, die zu Hindernissen an der Strecke führen
auf der Hochebene je nach Windrichtung und -stärke kann es anstrengend sein
Streckendaten
(nach GPSies.com und GPS-Track-Analyse.NET)
Länge: 48,6 km
Gesamtanstieg 750 Meter
reine Fahrzeit: 4:40 h:min

 

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