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Radtour an der Mosel: Übersicht und Rückfahrt

Es gibt diverse Karten für Radler, die unbedingt zur Ausrüstung für eine Tour entlang der Mosel gehören sollten. Nicht nur wegen der Streckenführung, sondern auch für Hinweise zu Sehenswürdigkeiten entlang der Strecke. Für Nutzer von Navigationsgeräten habe ich die Moselradtour aufgezeichnet, zusammengestellt und bereinigt. Das GPX-File steht im Downloadbereich zur Verfügung.

Tourdaten:

Streckendaten (nach GPSies.com und GPS-Track-Analyse.NET)
Länge: 315 km
Gesamtanstieg 1164 Meter (GPS-Track-Analyse.NET)
reine Fahrzeit: 20:23 h:min
Durchschnittsgeschwindigkeit: 15,5 km/h

Zuletzt blieb noch die Rückfahrt vom Bahnhof Koblenz …

… nach Plauen.

Zunächst ging es mit einem SE10 (Stadtexpress der VIAS Rheingau-Linie) von Koblenz nach Frankfurt/Main. Dieser Zug blieb nach kurzer Fahrt stehen und per Durchsage hieß es, dass wegen Störung die Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit verzögert ist. Prima, irgendwie wollte ich ja meinen Anschluss in FF bekommen. Zum Glück ging es kurz darauf weiter. Allerdings führte die Strecke über FF Hoechst und nicht FF Airport. Aber vom Airport ging mein IC Richtung Leipzig.

Also in FF Hauptbahnhof versucht, einen Anschluss ausfindig zu machen, was mir mit einer S-Bahn auch gelungen ist. Die Fahrscheinkontrolle betrachtete mein Ticket etwas argwöhnisch, befand aber alles für okay. Auf dem Bahnhof Airport stand die nächste Orientierung an, nämlich der Übergang vom Regionalbahnhof zum Fernbahnhof. Vorsichthalber habe ich mir noch einen Kaffee besorgt. Allein die Aufschrift auf den Wegweisern „long distance train“ sollte mich stutzig machen. Denn der Weg bis zum Fernbahnhof zog sich über endlose Gänge und diverse Treppen hin, da ich leider keinen Lift finden konnte.

Aber letztlich war ich rechtzeitig am Fernbahnsteig 4 angekommen und konnte einigermaßen pünktlich mit meinem IC starten.

Das „pünktlich“ sollte sich aber kurz darauf ändern, denn der IC sammelte von Halt zu Halt immer mehr Verspätung auf. Damit stand der Anschluss in Leipzig in Frage und das bei 45 Minuten Übergangszeit. Und wenn ich den Zug in Leipzig nicht erreiche, sitze ich dort fest. Scheinbar ist die Bahn der Meinung, dass nach 21:00 Uhr niemand mehr in Richtung Vogtland will.

Glücklicherweise hat der IC einiges der Verspätung wieder aufholen können, so dass ich meinen Bummelzug von Leipzig nach Plauen doch noch erreicht habe. Immerhin benötigt der Zug für die Strecke 2:10 h:min und nimmt als Regional“express“ anfangs nahezu jeden Bahnhof mit. Immerhin war dieser Zug pünktlich in Plauen.

Radtour an der Mosel: Unterwegs | Teil 3

Die Tour nähert sich langsam der 200 km Marke.

Entfernung ab Metz Anmerkung Foto
172,0 km Da haben sich die Stadtväter von Wintrich ja eine wirklich „radfahrerfreundliche“ Blockade das Moselradweges einfallen lassen. Es geht halt immer noch ein bisschen schlimmer…
182,1 km Auch hier sind immer wieder mal Poller anzutreffen, erfreulicherweise mit ausreichend Abstand zueinander. Bis Bernkastel-Kues ist es nun auch nicht mehr weit. Radtour an der Mosel: Unterwegs | Teil 3 weiterlesen

Radtour an der Mosel: Unterwegs | Teil 2

Rund 80 km sind absolviert und hier folgen die nächste Etappe der Gesamtstrecke.

Entfernung ab Metz Anmerkung Foto
83,1 km Die Mosel wird für Gütertransporte per Schiff rege genutzt. Derartige Frachtschiffe sind häufig zu beobachten.
87,4 km Unterquerung der Bahnlinie in Richtung Rehlingen, zumindest den Kopf sollte man etwas einziehen, sonst wird es knapp.
87,4 km (Pension) Das erste Quartier für die Übernachtung ist erreicht, eine Pension in Rehlingen. Die Wirtin erzählte mir einiges zum Thema Gäste während der zu dieser zeit stattfindenden Messe in Luxembourg und das waren nicht unbedingt schmeichelhafte Bemerkungen. Radtour an der Mosel: Unterwegs | Teil 2 weiterlesen

Radtour an der Mosel: Unterwegs | Teil 1

Die gewählte Strecke hat ein Länge von 315 km, mit meinen kleinen Umwegen und Abweichungen von der Route zu Hotels und ähnlichen betrug meine Fahrstrecke 336 km. Die Ortsangaben im Folgenden beziehen sich im Wesentlichen auf die Strecke von 315 km, deren GPX-File auch im Downloadbereich zu finden ist.

Die Mosel kann, zumindest theoretisch, auf weiten Teilen beidseits mit dem Rad befahren werden. Die von mir befahrene Strecke wechselt gelegentlich zwischen beiden Uferseiten, vereinzelt gab es gar keine andere Möglichkeit, da zum Teil keine Radwege vorhanden sind. Und im dichten Straßenverkehr fahren macht nun mal keinen Spaß.

Entfernung ab Metz Anmerkung Foto
0 km Bahnhof Metz, die Tour beginnt
0 km Naja, eigentlich habe ich am Centre Pompidou-Metz begonnen, weil ich den falschen Ausgang des Bahnhofes erwischt habe. Das Wetter ist auch (noch) etwas trüb Radtour an der Mosel: Unterwegs | Teil 1 weiterlesen

Radtour an der Mosel: Anreise

Die Tour entlang der Mosel wurde ja schon einige Zeit vorbereitet. Gewisse Schwierigkeiten ergaben sich mit der Anreise, gleich ob per Bahn oder Miet-PKW, wie ich hier beschrieb.

Erneute Recherchen zu Bahnverbindungen brachten mich auf die Idee, mit dem Nachtzug, bei der Deutschen Bahn als CNL = City Night Line bezeichnet, anzureisen. Das führte mich über München und von da in der Nacht bis nach Metz. Die Mosel fließt ja auch bei Metz entlang und von hier bis Perl, dem ursprünglich geplanten Startort sind es rund 60 km. Damit könnte ich Freitag Nachmittag starten und Sonnabend früh kurz nach 6:00 Uhr in Metz losradeln.

Da unsere DB Agentur auf dem Bahnhof Plauen nicht telefonisch erreichbar ist (ja, das ist tatsächlich so!), habe ich mich zunächst in einer DB Agentur in einem Reisebüro erkundigt – und auch dort gebucht. Das ganze war zwar etwas kompliziert, wird doch neben dem Ticket eine Reservierung benötigt, ein Radbegleitschein zum Befestigen am Rad und eine internationale Fahrradkarte. Das konnte mir die DB Agentur auch alles buchen und drucken, auch wenn dabei die Computersoftware abgestürzt ist. War wohl zu kompliziert… Wink

Also wurde gepackt und alles verstaut und Freitag Nachmittag in Plauen gen München gestartet. Rechtzeitig in München konnte ich auf die Bereitstellung des CNL warten, gemeinsam mit etlichen anderen Reisenden und einer Gruppe Österreicher, die ebenfalls per Rad die Mosel zu erkunden gedachten. Ich konnte mein Rad als Erster einladen und im Radabteil verstauen. Komisch war nur, dass der Schaffner Zugbegleiter eine Reservierung von mir sehen wollte. Das vorhandene Ticket reichte wohl offenbar nicht aus. Aber mit einem leichten Stirnrunzeln ließ er mein Rad an Bord und die Fahrt konnte beginnen. Glück gehabt, sonst wäre die Tour schon in München gescheitert.

Knapp 8 Stunden Zugfahrt lagen vor mir, immer versucht, auf den unbequemer werdenden Sitzen etwas Schlaf zu finden. Zum Glück waren es nur zwei Reisende in einem 6er Abteil, so konnte man wenigstens versuchen, sich hinzulegen.

Etwas unausgeschlafen aber pünktlich wurde Metz kurz nach 6:00 Uhr am Sonnabend früh erreicht. Im Bahnhof Metz nahm ich zunächst die Gelegenheit war, in einem Imbiss ein Frühstück zu verzehren.

Die Tour über rund 340 km Länge kann beginnen…