Grüner Graben im Schwarzwassertal

Im Juni 2021, ja, es ist wirklich über ein Jahr her, kam über den Newsletter vom Freistaat Sachsen eine Meldung vom Sächsischen Staatsministerium für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft (früher kurz SMUL, jetzt SMEKUL genannt) zur Sanierung des Grünen Grabens im Schwarzwassertal bei Marienberg. Klang interessant, zumal es sich um ein Bergbaudenkmal handelt. Aber immer wieder vor mir hergeschoben oder vergessen. Ende Juli habe ich mir das als Tour vorgenommen und habe das Schwarzwassertal per Bike erkundet.

Als Startort habe ich Pobershau gewählt. Da der Ort eh nicht per Bahn zu erreichen ist und das 9-Euro-Ticket immer noch eine Radmitnahme als Risiko erscheinen lässt, bin ich gleich mit dem PKW dahin gefahren.
Von Pobershau geht es auf meiner gewählten Strecke zunächst bergauf in Richtung Kühnhaide.

Im Bereich der Gaststätte Schwarzwassertal und dem dort gelegenen Parkplatz beginnt der Schwarzwassertalweg.
Was ich allerdings bei meiner Planung offenbar völlig übersehen habe, der Grüne Graben verläuft an etwas anderer Stelle. als der Talweg. Da muss ich vielleicht doch noch mal dahin fahren.
Am Start zeigt ein Wanderwegweiser, welche Ziele auf den nächsten Kilometern zu sehen sind und dass es bis Flöha 52 km sind. Außerdem heißt der Weg hier Pockautalweg.

Der Pockautalweg oder Schwarzwassertalweg führt ob Kühnhaide durch eine ausgesprochen sehenswerte Landschaft entlang der Schwarzen Pockau.

Dem Namen „Schwarze Pockau“ trägt das Flüsschen nicht zu unrecht. Das Wasser kommt tatsächlich ziemlich dunkel gefärbt daher. Ursache ist der Ursprung der Pockau in einer moorigen Gegend.
An einer Sitzgruppe für eine kurze Rast wurde ein kleines Hammerwerk aufgebaut, handbetrieben. Hier in der Gegend wurde früher Bergbau betrieben und nicht weit entfernt in Annaberg-Buchholz kann ein solches Hammerwerk im technischen Museum Frohnauer Hammer in Originalgröße und in Betrieb besucht werden.

Die Pockau hat sich im Laufe der Zeit tief in die Landschaft gegraben, Zeugnis dessen sind verschiedene eindrucksvolle Felsformationen, an denen der Weg entlang führt. Beispielsweise sind das die Taufelsmauer und der Nonnenfelsen.

Wer nicht mit Bike unterwegs ist und auch nicht zu Fuß das Tal erkunden, kann in einer Pferdekutsche mitfahren.

Am Ende des Schwarzwassertalweges, der inzwischen zur Schwarzwassertalstraße (laut Google Maps) geworden ist, befindet sich noch ein touristisches Highlight zum Schmunzeln: der Schaukasten Freie Republik Hinterer Grund“. Hinterer Grund ist ein Gemeindeteil von Marienberg und umfasst einige Ansiedlungen im Pockau-Tal.

Welche Bedeutung der Zusatz „Freie Republik“ bedeutet, konnte ich nicht ermitteln.
Von hier kann der kurze Weg zurück zum Startpunkt beim Museum in Pobershau genommen werden oder man fährt noch etwas weiter im Tal der Pockau. Ich bin noch bis Niederlauterstein zur Burgruine Lauterstein gefahren. Gelegentlich sind auch in der Schwarzen Pockau die berühmten Steinmännchen zu sehen.

Über Marienberg bin ich zurück zum Ausgangspunkt meiner Tour. Allerdings musste ich mich etwas sputen, denn ich wollte ja die Führung im Schaubergwerk „Molchner Stolln“ mitmachen und dazu heißt es rechtzeitig vor Ort sein. Gut, es war nicht ganz so pünktlich und das Bike musste ja auch noch verstaut werden, aber paar Minuten Wartezeit waren kein Problem.
Wer in der Gegend unterwegs ist und Zeit und Interesse für Bergwerk besitzt, sollte sich das Bergwerk auf jeden Fall ansehen.

Eine unangenehme Überraschung ereilte mich nach dem Besuch im Bergwerk: Platten am Hinterrad.

Ich hatte mir eine Reißzwecke eingefahren, muss wohl auf dem Parkplatz oder in unmittelbarer Nähe passiert sein, denn während der Fahrt hatte ich nichts bemerkt.

Die Tour habe ich bei Outdooractive veröffentlicht.

Die GPX-Datei ist außerdem im Downloadbereich zu finden.

Tal der Schwarzen Pockau
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Leipzig: Innerer Grüner Ring

Eigentlich gibt es diese Radtour gar nicht mehr. Also die Straßen und Wege gibt es schon noch, es lassen sich auch noch Karten finden, die den Weg anzeigen und GPX-Files zum Download anbieten. Aber es gibt keine Beschilderung dieser rund 70 km langen Strecke. Die Alternative ist der „Grüne Ring“ , der es allerdings auf über 130 km Streckenlänge bringt.

Ich habe mich für die 70 km-Tour entschieden, Start am Markleeberger See. Dank 9-Euro-Ticket und möglichem Schienenersatzverkehr entweder auf der Strecke Plauen-Zwickau oder Zwickau-Leipzig oder beiden, habe ich mich für eine Anreise per PKW entschieden. Ich möchte ja sicher ankommen und auch zurück und nicht irgendwo plötzlich mittendrin den Zug verlassen müssen. Das ist die Wirkung des 9-Euro-Tickets für mich: Ich fahre mit dem Auto…

Im Uhrzeigersinn fahre ich also um Leipzig. Erstes sehenswertes Objekt ist die Auenkirche Markkleeberg, die laut Infotafel ihre Wurzeln im 12. Jahrhundert besitzt.

Zumindest am Beginn, bei mir also im Südwesten Leipzigs, fährt man tatsächlich im Grünen, wie hier entlang der Pleiße.

Nun, damit hatte ich nicht gerechnet, ich bin genau in eine Triathlon-Veranstaltung geraten. Da wollte ich nun definitiv nicht mitmachen. Laufen ist nicht so meins… Aber durchs Ziel bin ich schon mal gefahren, wenn dieses Portal später das Ziel war.

Und grün geht die Radroute des Inneren Grünen Ringes weiter.

In der Leipziger Zeitung wurde im Mai 2020 en Artikel zum Thema der Grünen Ringe veröffentlicht. Darin wurde als ein Grund für den Rückbau des Inneren Grünen Ringes der „oft der miserable Zustand des Radweges“ genannt. ]Quelle: Leipziger Zeitung]
Kann ich bestätigen, zumindest bei Lindenthal lagen auch mal Stämme quer über dem Weg.

Zu Leipzig gehört seine Messe, auch wenn mir das Messegelände schon fast etwas ruhig und verlassen vorkam, die Symbol-Säule war jedenfalls noch sichtbar.

Die Streckenlänge betrug am Ende 70,1 km, mein Parkplatz war ja etwas abseits der Route. Ich habe insgesamt 5,5 Stunden benötigt, reine Fahrzeit waren 4 Stunden.

Die Strecke wurde von mir bei Outdooractive veröffentlicht.

Das GPX-File ist auch im Downloadbereich verfügbar.

Leipzig Innerer Grüner Ring
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Schmirchauer Höhe

Die kannte ich bis vor wenigen Tagen auch noch nicht. Bei der Suche nach Zielen für Radtouren, mal außerhalb Vogtland, bin ich an die Koberbachtalsperre geraten. Da war ich auch noch nicht. Aber die ist nicht allzu groß, also habe ich mal so im Umfeld in den Kartenwerken etwas genauer geguckt und habe die Schmirchauer Höhe gesehen. Liegt bei Ronneburg, in den Neuen Landschaften der Buga Gera-Ronneburg.

Aber da war ich doch, nur der Name sagt mir nichts. Also meine Tour entsprechend geplant und los, mit Start an der Koberbachtalsperre. Erster Eindruck war, dass da viel zu wenig Wasser drin ist.

Ja, die Talsperrenmeldezentrale bestätigt mir ca. 5 m unter Stauziel. Daher fehlt auch jede Menge Wasserfläche und optischer Eindruck.
In Blankenhain ging es am Deutsches Landwirtschaftsmuseum vorbei. Landwirtschaft ist nicht so meins und außerdem hatte ich für Nachmittag schon einen Museumsbesuch geplant.
Kurz hinter Blankenhain war es nur eine kleine Brückenüberquerung bis ins Kamerun…

Kurz hinter Reust sagt der Turm von „Schacht 407“, dass ich im Bergbaugebiet Ronneburg angekommen bin.

In Ronneburg fand ich zunächst diese Brücke mit freitragenden Pfeilern sehr interessant. Vielleicht stehen die Pfeiler unter Denkmalsschutz?

Aber wie geht’s denn zur Schmirchauer Höhe? Bis zu der zuvor gezeigten Brücke hatte ich schon einen Weg ohne Zugang zur Höhe erkundet und musste umkehren. Aber hier war ein Wegweiser an der Straße, Zugang zu den neuen Landschaften und ich glaube sogar die Höhe wurde explizit mit genannt. Also Richtung Eingang, 1 Euro für Tagesticket bezahlt, um den Erhalt zu unterstützen.

Mein Kartenwerk meinte, dass ich über den „Aussichtspunkt Fördertürme“ zur Höhe gelange. 2017 hatte ich zu dem Aussichtspunkt schon mal berichtet.

Und dann habe ich auch einen Wegweiser zur Höhe gefunden:

Bemerkenswert, von hier ist ein Blick auf die Drachenschwanzbrücke von oben möglich! Und ich bin noch nicht auf dem Gipfel angekommen, der liegt noch vor mir.

Aber ach, der Weg ist gesperrt. Und in Bergbau- oder Bergbaufolgegebieten halte ich mich tunlichst an solche Sperren.
Sollte ich den sichtbaren Trampelpfad nehmen? Mit Bike ziemlich mühsam, nein, ich versuche lieber einen anderen Weg zum Gipfel zu finden. Der Hügel ist quasi mit einem richtigen Netz an Wegen versehen.

Also einmal um den ganzen Hügel drumrum und eine offene Zufahrt zum Gipfel gefunden.

Die überdimensionierte Grubenlampe (Korrektur: das nennt sich Grubengeleucht!) ist ja schon von weitem sichtbar und wirkt fast wie ein Leuchtturm. Auf dem Gipfel gibt es einen Rundweg mit tollen Aussichten über die alte Bergbaulandschaft.

Innerhalb des Rundwegs zeigt eine sogenannte begehbare Landschaft „die Ausdehnung und Inbesitznahme der Landschaft durch den Uranerzbergbau und die Dimensionen der Sanierung seiner Hinterlassenschaften“ [Quelle: Wismut]

(Mit MouseOver kann das Panorambild bewegt werden, bei Mobilgeräten durch Kippen. Unter Umständen ist das Panorama leider nicht für alle Mobilgeräte geeignet.)

Für die Rückfahrt hatte ich eine etwas abweichende Strecke gewählt, die Fahrt endete wieder im Bereich der Staumauer, die ich mir auch noch ansehen wollte. Allerdings kommt die doch relativ unspektakulär daher.

Ich hatte es ja schon eingangs geschrieben, ein Museumsbesuch stand noch auf dem Programm. Denn bei der Streckenplanung war mir das Museum „Tuchfabrik Pfau“ aufgefallen. Und Freitags gibt es dort eine Führung (Empfehlung ist, sich anzumelden) mit Besichtigung der laufenden Dampfmaschine. Das Museum gehört zum „Sächsischen Industriemuseum“, genauer zum gleichnamigen Zweckverband. Denn das Industriemuseum als solches steht in Chemnitz.
In der Tuchfarbik Pfau kann die gesamte Herstellungskette von der Baumwollfaser bis zum fertigen Tuch an funktionsfähigen Maschinen bestaunt werden.

Im Bild ist eine Spinnmaschine, ein Selfactor.

In der Sonderausstellung „Die Zukunft der Textilindustrie“ wird etliches zur Textilindustrie in Sachsen gezeigt. Unter anderem ein Rad fürs Fahrrad mit Textilspeichen!

Und die Dampfmaschine konnte ich auch in Betrieb sehen. Foto? Nein, meine Empfehlung ist es, sich das alles selbst anzusehen. Es ist ein wirklich sehenswertes Museum und unsere Museumsführerin war mit Engagement und viel Wissen bei der Sache. Danke schön!

Sanierung der Elstertalbrücke

Im Blog hatte ich schon erwähnt, dass die Bahnbrücke über die Weiße Elster bei Jocketa saniert wird. Gut sichtbar sind derzeit die Arbeiten zum Gerüstbau und das wollte ich mir vor Ort ansehen.

Meine Strecke führte mich zunächst nach Jocketa. Dort war mir letztens schon einmal der Wegweiser zum „Hebammensteig“ aufgefallen, ein doch ungewöhnlicher Name. Aber es ist zumindest von der Steinsdorfer Str. aus nicht viel mehr als ein Trampelpfad zwischen zwei Feldern.

Über Röttis ging es weiter Richtung Barthmühle. Aus der Höhe war schon ein Blick auf das entstehende Gerüst möglich.

Im Tal der Weißen Elster ist der linke Wanderweg (flussabwärts gesehen) weiterhin geöffnet, so dass ich bis zur Elsterbrücke radeln konnte. Der Gerüstbau an dieser Brücke ist schon beeindruckend.

Aber wer, zur Hölle, schleppt einen Einkaufswagen hierher zur Brücke? Der nächstgelegene Markt mit Einkaufswagen ist vermutlich in Jocketa und damit ca. 1,7 km entfernt.

Auf der Rückfahrt begegnete mir in Plauen noch etwas ganz außergewöhnliches. Die Vogtlandbahn mit Doppeltraktion:

Ich weiß aber nicht, ob das nur eine Überführung ist oder um dem erhöhten Fahrgastaufkommen durch das 9-Euro-Ticket zu entsprechen.

Brunnen Tour

Das Europe Direct Zentrum Vogtland hat mit einer Reihe von Partnern zur Brunnen Tour eingeladen. Zum Brunnenfest in Bad Elster war die Tour über rund 45 eine sportliche Ergänzung. Da auch mein Arbeitgeber Landratsamt Vogtlandkreis beteiligt war und ich nun mal als Radler dort bekannt bin, hat mich der verantwortliche Kollege schon frühzeitig mit um Unterstützung bei der Streckenplanung und der Tourdurchführung gebeten. Also war ich vergangenen Sonnabend als Tourguide zusammen mit zwei Radlerfreunden vom Vogtländischen Radsportteam für eine Gruppe von rund 15 Teilnehmern zuständig, um diese zu den einzelnen Zwischenstationen zu begleiten.

Für die medizinische Absicherung sorgte die DRK-Gruppe aus Oelsnitz, die mit einem Lastenbike und einem e-Mountainbike mit unterwegs waren.
Start war auf dem Parkplatz am Verkehrsbetrieb, der Bogen für die Zieleinfahrt stand schon am frühen Morgen bereit, zumindest um ankommende Radler zur Anmeldung zu begrüßen. Die Euregio Egrensis hatte im Wesentlichen das Organisatorische übernommen und kümmerte sich um die Teilnehmer am Start.
Neben einem Bike mit Hundehänger (samt Hund!) war auch das eine oder andere ungewöhnliche Bike am Start.

Erster (geplanter) Zwischenstopp war in Asch auf dem Markt . Der Bürgermeister der Stadt, Dalibor Blažek, berichtet zur Geschichte und den aktuellen Entwicklungen von Asch. („Geplant“, weil unterwegs doch hier an da mal kurz gehalten wird, um die Gruppe wieder zusammenzubringen.)

Von Bad Elster nach Asch nach Asch geht es schon rund 12 km stetig bergan, der weitere Weg nach Bad Brambach führte dann aber etwas steiler zum höchsten Punkt der Strecke beim Sportkomplex vrch Háj. Über Bad Brambach und nochmals bergan ging es weiter zu den Bad Brambacher Mineralquellen, die ebenfalls als Partner der Radtour dabei waren und alle Teilnehmer mit ausreichend frischen Getränken versorgten. Neben Getränken des Unternehmens gab es auch noch Wissenswertes von Herrn Wünsche, im Foto ganz rechts, vorgetragen.

Von den Mineralquellen führte der weitere Weg ins Hennabachtal zur gleichnamigen Ansiedlung und wieder bergan in Richtung Landwüst.
Wer noch Lust und Kraft hatte, konnte noch einen kleinen Umweg über den Aussichtsturm auf dem Wirtsberg machen, bevor es ins Bauernmuseum Landwüst zum letzten Zwischenstopp der Tour ging.

Im Bauernmuseum konnte man sich bei einem kleinen Imbiss stärken oder eine Führung durch das Museum machen.
Das schöne an diesem Zwischenstopp: nach rund 33 km bergauf und bergab geht es fast nur noch abwärts ins Ziel nach Bad Elster.

Es waren rund 65 Teilnehmer, die in vier Gruppen die knapp 45 km bewältigt haben, die meisten Teilnehmer mit eBike. Was ja auch passend zum Thema der Tour war: „Per Fahrrad durch die Grenzregion | Elektromobilität verbindet!“.
Es war eine interessante und schön gestaltete Tour, ich habe zumindest keine Beschwerden gehört und Berge gehören nun mal zum Vogtland dazu.

Der Streckenverlauf ist bei Outdooractive zu finden.

Festwochenende Plauen900

Plauen900

Dieses Wochenende ist der Höhepunkt des Festjahres zu 900 Jahre Plauen, mit dem Spitzenfest und einem Festumzug am Sonntag wird das Jubiläum gefeiert.

Erste Veranstaltungen fanden bereits am Freitag Nachmittag statt. Auf dem Weg von der Dienststelle nach Hause (derzeit fahre ich mit dem Rad zur Arbeit) musste ich schon plötzlich feststellen, dass die Bahnhofstraße überaus stark bevölkert war. Auf meiner späteren Radrunde habe ich das noch etwas näher in Augenschein genommen.

Auf der Bahnhofstraße hatten sich die „Die Glückspilze“ aufgestellt, Musik aus der Drehorgel und ähnlichem mechanischem Musikgerät. Leierkastenmusik ist möglicherweise auf Dauer nicht so einfach zu ertragen, aber hier hat der einzelne Glückspilz doch ordentlich Stimmung verbreitet.

Der Rest der Bahnhofstr. war beidseitig mit Trödlern gesäumt, die ihre verschiedensten Dinge feilboten.

Was macht die Kuh mitten in der Stadt? Gut, es ist nur eine aufblasbare Kuh, aber dafür ordentlich groß. Scheint ein Symbol für Steyr oder die hier befindliche/entstehende Gaststätte gleichen Namens zu sein. Denn unmittelbar neben der Kuh wurden an einem Stand steyrsche Käsespätzle angeboten.

Auf dem Altmarkte wurde noch die Bühne für eine abendliche Musikveranstaltung vorbereitet. Beim beginnenden Soundcheck bin ich dann doch mehr oder weniger geflohen, ich vertrage laute Musik nicht mehr. Liegt vielleicht am Alter.

Mein Tour am Sonnabend führte mich noch mal durch das ganze Festareal, Käsespätzle und ein Radler waren mein bescheidener Beitrag zum Umsatz.

Am Theater wurde Beachbasketball gespielt, Wetter und Temperatur waren absolut passend für diese Sportveranstaltung.

Der lange Weg zum Elsterradweg – Splitter 69

Anfang Mai hatte ich mir den geplanten Verlauf des Elsterradwegs von Plauen nach Elsterberg angesehen und hier in vier Artikeln den Verlauf ausführlich beschrieben.
Zwischenzeitlich hatte ich Gelegenheit, meine Strecke, die ja aus Medienberichten mehr oder weniger „erraten“ war, mit der tatsächlichen Planung zu vergleichen. Und da gibt es schon noch einige Unterschiede.

Hinter dem Parkplatz „Talsperre Pöhl“ geht es künftig direkt auf den Parkplatz vom alten Autokino, ich war einen Bogen südlich davon gefahren. Also wird der Elsterradweg hier über diesen Platz geführt:

Vom Autokino bis zum Abzweig Neudörfel wird es ein straßenbegleitender Radweg werden, der neben der S 297 gebaut wird.

Bei Neudörfel hatte ich mich komplett getäuscht. Als die Straße durch Neudörfel saniert wurde, klang die Beschreibung auf der Bautafel nach künftigem Elsterradweg. Irrtum. Auch von Neudörfel bis zum Abzweig Ziegelhüttenstraße wird en Radweg neben der S297 angelegt, direkt vorbei am Posthaus.

Bis Elsterberg hatte ich die Strecke dann wieder richtig erkannt, nur im Bereich des alten Enka-Geländes verläuft der Elsterradweg anders.

Ich hatte ja Sorge geäußert, dass plötzlich dein dort vorhandenes Tpr mal geschlossen ist und die Fahrt zu Ende. Ich war noch nicht vor Ort, aber es seiht so aus, als würde deutlich vor dem Gewerbegebiet ein anderer Weg gewählt. Ich in die Walter-Suchanek-Straße gefahren, aber der Elsterradweg führt komplett auf dem Scholasweg ins Tal.

Radweg mit Einfädelspur

In einem Artikel zum Elsterradweg (geplanter Verlauf nach Elsterberg) hatte ich das Radwegende bei Möschwitz gezeigt und angemerkt, dass mir im Vogtland kein Radweg bekannt ist, der eine Einfädelspur nach ERA hat. Die ERA das nur „Radwegende“ und empfiehlt eine „Verflechtungslänge“ von 10 bis 20 m.

Aber immerhin bei Leubetha ist am Elsterradweg tatsächlich so etwas geschaffen worden!

Es sind vielleicht nur 2 m und keine 20 m, aber ein Anfang ist gemacht!