Der Vogtland – Panoramaweg (Teil 1 von weiß ich noch nicht)

Ich fahre gern und viel Fahrrad. Allerdings eher selten auf asphaltierten Strecken, da ich Wald- und Feldwege bevorzuge. Mein Bike ist ein Focus Exist, ein Dirt Bike, Hardtail mit Magura
Hydraulik-Felgenbremse. Mittlerweile schon ziemlich abgefahren, aber es macht meine Touren locker mit.
Da sich meine Heimat im Vogtland befindet, erkunde ich gern diverse Wanderwege der Gegend. Kürzlich eben auch den Vogtland-Panoramaweg.

Der Vogtland-Panoramaweg (VPW) zieht sich 220 Kilometer einmal rund durchs Vogtland. Eine Strecke, die ich eher in mehreren Etappen bewältigen will. Ausgezeichnet ist der Weg als „Qualitätsweg Wanderbares Deutschland“, ein Gütesiegel. Also möchte ich einmal sehen, ob das Versprechen eingelöst wird.

Als ersten Streckenabschnitt wähle ich die Tour von Rodewisch über Greiz nach Plauen. Das Kartenmaterial wird zuvor ausgiebig studiert, Bahnverbindung rausgesucht und die nötige Ausrüstung zusammengestellt. An einem Sonnabend früh geht es los, zunächst per Bahn nach Rodewisch um von da aus die 60 Kilometer der Etappe zu beginnen. Der beschilderte Weg wird schnell gefunden und es rollt los.

Es ist ein Wanderweg, kein Radweg. Also finde ich es keineswegs störend, wenn es über unbefestigte Wege führt oder gleich hinter Rodewisch steil bergan zur Schanze. Ärgerlich ist die Wegweisung und Beschilderung. Eigentlich findet ein nur dafür geschaffenes Symbol Verwendung. Aber leider hat wohl die Stückzahl Aufkleber nicht gereicht, um alle vorhandenen Wegweiser damit auszustatten. An zwei Stellen der 60 km-Tour fahre ich an Abzweigungen vorbei und muss den eigentlichen Weg erst wiederfinden. Allerdings kenne ich ja größere Teile des Weges schon von anderen Touren und muss nicht immer den Weg suchen. Aber ich stelle mir vor, wie es Besuchern gehen könnte….

Kurze Zeit später erreiche ich den Perlaser Turm:

In Mühlwand am Alaunbergwerk führt der Weg einen echt knackigen Berg hinauf, den ich im letzten Teil schieben muss. Wanderweg eben…
Weiter führt es über Weißensand und das Tal der Göltzsch nach Mylau, der Stadt mit der größten Ziegelsteinbrücke der Welt, der Götzschtalbrücke. Aber an der Brücke angekommen wird die Wegführung zum Desaster. Vielleicht habe ich eine Markierung verpasst, dennoch passen die Wanderwegmarkierungen in der Karte und die Realität vor Ort nur schwerlich zueinander. Nach einigem Auf und Ab scheine ich den Weg wieder zu haben. Laut Wanderkarte hatte ich allerdings eine Uferweg an der Göltzsch entlang nach Greiz zur Mündung in die Elster erwartet. Der Weg war jedoch ein Höhenweg, der gelegentlich mal bis auf Flussniveau absinkt um dann wieder steil die Höhen zu erklimmen. Anspruchsvoll und eine beeindruckende Landschaft.

Dem Gütesiegel bringt dann auch ein felsiger Bereich kein Abstriche, ein Wanderweg darf auch mal Treppen und nicht fürs Rad geeignete Wegstrecken haben:

Aber eine fehlende Brücke über den Bach ist dann schon verwunderlich:

Einmal in Greiz an der Mündung angekommen zieht sich der Weg relativ nah am Fluss „Weiße Elster“ entlang und hat nur noch wenige Berge. Von der Coschützer Höhe aus bitet sich ein schöner Blick auf Elsterberg:

Weiter am Ufer der Elster entlang kommt man durch das sogenannte „Steinicht“, ein beliebtes Gebiet für Bergsteiger:

So quert man noch ein weiteres Brückenbauwerk „Elstertalbrücke“ bei Jocketa. Etwas später zweigt der Weg vom Ufer ab und windet sich durch das Nymphental in Richtung nördliches Plauen. Hier in Zwoschwitz verlasse ich den Weg und meine erste Etappe ist beendet.

Das Resümee: 60 Kilometer, die es in sich haben, aber die wunderschöne Landschaft hautnah erleben lassen. Ein toller Wanderweg, der an einigen Stellen eine bessere Beschilderung verdient. Denn es hat den Anschein, dass jede Stadt/Gemeinde eine eigene Art der Beschilderung wählt. Mal steht in den üblichen
3-streifigen Wegweisern ein „VPW“ drin (übrigens nach meiner Meinung die gelungenste Form!), mal ist ein kleiner Aufkleber dran oder es sind zusätzliche Holzwegweiser befestigt, die nur die grobe Richtung zeigen.

Zum Zeitpunkt meiner ersten Etappe war dieser Blog noch nicht vorgesehen, daher fehlen mir weitere Bilder zur Dokumentation.

Auf der nächsten Etappe bringe ich mehr Bilder mit. Versprochen!

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3 Gedanken zu „Der Vogtland – Panoramaweg (Teil 1 von weiß ich noch nicht)“

  1. Ich bemerke gerade in diesem Moment, dass ich blog.malupage.de wesentlich mehr lesen sollte 😉 – da kommt man echt auf Ideen

  2. Hey, wo sind denn die anderen Teile vom Vogtland Panoramaweg?
    Finde die Bilder so klasse, da hättest du bei dem vogtländischen Fotowettbewerb auf http://… bestimmt gewonnen ;o)

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Etwas Mathematik...