Mehrweg, Einweg, Irrweg…

Die Pfandregelung habe ihr Ziel komplett verfehlt, ist Witting
überzeugt. So weit will das Umweltbundesamt nicht gehen. Die Behörde
räumt jedoch ein, dass “ die Einführung der Pfandpflicht für die
Unterstützung des Mehrwegs nichts gebracht hat“. Quelle: www.tagesschau.de

Aber diese Entwicklung war doch vorherzusehen! Wenn der Käufer seine Flasche mit Zwangspfand versehen ohenhin wieder zurückbringen muss, ist es ihm doch egal, ob das ein echtes Mehrwegsystem ist oder nicht. Und echte Mehrwegsysteme gibt es ja auch nur bei Glasflaschen und einigen Getränkeherstellern mit Plastikflaschen, wei den Cola-Produzenten. All die anderen als „Mehrweg“ definierten Systeme mit den PET-Flaschen für Mineralwasser, Schorle und Co. sind keine Mehrwegsysteme. Diese Behälter aus PET gehen nicht zum Befüllen, sondern zum Shreddern, Aufbereiten, Säubern und Herstellen neuer Rohlinge. Aus diesen Rohlingen werden beim Abfüller erst die neuen Flaschen geblasen. (Der PET-Kreislauf)

Die Grenze zwischen Einweg und Mehrweg verschwimmt und die gesetzlichen Anstrengungen werden mehr und mehr zum Irrweg.

Aber der Kunde hat vielleicht sein ökologisches Deckmäntelchen, lädt zwei Kästen Mineralwasser in „Mehrweg“-PET-Flaschen in seinen Offroader und bohrt guten Gewissens die nächsten CO2-Löcher in unsere Atmosphäre.

Und nein, ich habe nichts gegen Offroader….

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Etwas Mathematik...