Die Blaue Tonne

Heute nun ist es passiert. Ich komme nach Hause und nichtsahnend entdecke ich plötzlich am Haus die Blaue Tonne. Unser Vermieter hat diese beim örtlichen (kommunal beauftragten!!!) Entsorger bestellt.

Damit entfällt das manchmal lästige Transportieren all der Werbung, Zeitungen und Verpackungskartonagen zum Sammelcontainer. Klar, ich könnte die Werbesachen mit einem einfachen Aufkleber von meinem Briefkasten fernhalten, aber ich möchte die Werbung ja haben. Meine Entscheidung.

Aber immerhin hat mein Vermieter die richtige Wahl getroffen und hat das kommunale Entsorgungsunternehmen mit dem Aufstellen der Tonne beauftragt. Hatte doch vor wenigen Tagen ein privater Sammler Flyer verteilt und darin kräftig geworben „Die Tonne und die Leerung sind für Sie absolut kostenfrei.“ und diese Aussage ist eben nur die halbe Wahrheit. Klar, der Private holt alles kostenfrei ab. Und vermarktet das enthaltene Papier zu derzeit recht guten Konditionen am Altpapiermarkt. Und verdient dabei.

Und der kommunal beauftragte Entsorger? Der schnürt für die Stadt ein Gesamtpacket der Kosten oder die Stadt macht das in ihrer Kalkulation. Damit helfen die Einnahmen aus der Papiervermarktung die anderen Gebühren der Abfallentsorgung zu verringern.

Derzeit liegt diese Minderung durchaus bei 5-10 Euro pro Kopf und Jahr.

Wählen Sie für die Papierentsorgung ihren kommunalen Entsorger.

Aber was nützt all das, wenn, wie bei uns am Haus, das Papier weiter in der Restmülltonne liegt. Und beide Tonnen sind gerade mal 60 cm weit auseinander aufgestellt. *kopfschüttel* Wie groß kann Bequemlichkeit noch sein?

Da wir gerade von Bequemlichkeit reden….
Könnte ich bitte noch eine Tonne für Weinflaschen bekommen? Nein? Dann muss ich halt weiter zum Containerstandplatz.

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Ein Gedanke zu „Die Blaue Tonne“

  1. Eine Weinflaschen-Tonne brauche ich auch dringend.
    Vielleicht kann der EVV da mal was machen.

    Viele abfallrechtliche Grüße aus Haselbrunn

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Etwas Mathematik...