Elberadtour 2011 – Tag 3

Das wird heute am Mittwoch ein langes Stück Weg! Ziel ist es ja, am Donnerstag in Wittenberge noch eine Bahnverbindung zu erreichen, die mich am selbigen Tag nach Hause bringt. Also versuche ich die Strecke auf ca. 120 km auszudehnen. Das ist ungefähr bei Bleckede.

Erfreulich ist, dass das Wetter besser geworden ist, zwar nicht gerade strahlender Sonnenschein, aber immerhin kein Regen mehr. Der Weg in Wedel führte zunächst am Willkommshöft vorbei.

Am Kraftwerk Wedel war die Ausschilderung des Weges etwas merkwürdig. Ein Schild wies den Weg als Radweg aus und kurz darauf stand ein Verbotsschild für Räder. Da ich keinen anderen Weg gesehen habe, bin ich den gesperrten Weg entlang. Innocent

Einige Kilometer weiter erreichte ich Hamburg mit seinen Hafenanlagen und Weften.

Dock der Blohm+ Voss Werft

Weiter ging es Richtung Innenstand und an bekannten Stellen Hamburgs entlang.

Ich persönlich empfand das Radeln in dieser Gegend als wenig angenehm. Es war laut, hektisch, viel Verkehr und Baustellen. Ich bin halt lieber in der Natur. Wink

Weiter führte der Weg entlang der Elbe am Kraftwerk Krümmel vorbei.

Mit der Entscheidung zum Ausstieg aus der Kernenergie wird das KKW Krümmel endgültig stillgelegt. und wie es scheint, ist die Region bereits stark mit dem Umstieg auf alternative Energiequellen bemüht. 😉

Ungefähr ab diesem Teil der Strecke begann mein Rad seltsame Geräusche aus Richtung Kette und Ritzelkassette von sich zu geben. Eine genauere Betrachtung zeigte, dass zwei Tage Regen unter Belastung dem Schmiermittel abträglich waren. (Ich hatte wohlweislich vor der Fahrt nochmals alles gecheckt und gepflegt.) Aber Schmiermittel hatte ich nun nicht dabei (wird aber für künftige derartige Touren vorgesehen). Was nun?

Auf dem weiteren Weg habe ich nach möglichen Quellen für Öl Ausschau gehalten. Aber weder Radwerkstatt, noch Baumarkt oder Tankstelle lagen in der Nähe. So bin ich noch etliche Kilometer weiter, bis endlich doch eine Tankstelle am Weg lag. Aber Tankstellen führen eher keine Minipackungen. Frown Also habe ich die kleinste Flasche brauchbares Schmiermittel gekauft: Öl für Automatikgetriebe. Was für ein Automatikgetriebe gut ist, wird wohl auch meine Kette schmieren, oder?

Also ab damit zum Rad und vorsichtig Kette und Ritzel geschmiert. Den Rest habe ich ordnungsgemäß in den Behälter zur Ölentsorgung gegeben. Nun flutsche die Kette wieder angenehm leise.

Ein Nachbar von mir hatte vor der Fahrt darauf hingewiesen, dass ich ja in Boizenburg vorbei komme. Ich möge doch bitte mal nach der alten Werft sehen. Gut, liegt ja am Weg. Vorsichthalber habe ich mir das Gelände noch in Google Earth angesehen. Eine Werft kam, allerdings heißt der Ort Lauenburg.

 

Boizenburg liegt an einem Elbbogen, den meine Route einfach weggeschnitten hat. Schade.

In Bleckede angekommen gelangte ich zu der Einschätzung, noch ein Stück fahren zu können, Hitzacker als nächstes Ziel war ja nicht all zu weit entfernt.

Was ich nicht ahnte, war der beginnende Höhenzug nach Neu Darchau, der zum Drawehn gehört, einer Endmoräne aus der Eiszeit. Und meine Route führte genau da drüber. Das bedeutete mehrere Anstiege hintereinander, der höchste von ca. 10 m üNN auf 93 m üNN. Nicht dass mich solche Hügel stören, das kenne ich ja aus dem Vogtland, aber nach 120  km und auf teils sandigen Waldwegen ist das halt nicht gerdae entspannend. Undecided

Nach einem letzten Anstieg in der Klötzie und der folgenden Abfahrt nach Hitzacker habe ich im Ort das erstbeste Hotel an der Strecke gewählt. Vielleicht nicht das beste Haus am Platz, aber sauber,  gepflegt und nettes Betreiberpersonal. Dusche, WC, Abendessen und Bett, das reicht völlig aus…

Damit sollte die letzte Etappe am nächsten Tag nach Wittenberge bis zur Abfahrt des Zuges machbar sein.

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Etwas Mathematik...