Elberadtour 2011 – Tag 4

Letzter Tag – letzte Etappe meiner Elbetour.

Nach einem guten Frühstück hieß es Abschied von Hitzacker und auf in Richtung Wittenberge.

Die Gegend ist Nistgebiet von Störchen.

Kurz hinter Kaltenhof begegnet man der alten Dömitzer Eisenbahn-Elbbrücke.

Ein Befahren wird nicht empfohlen, denn die Brücke endet kurz vor der Elbe. Wink

In der Nähe von Grippel wurde ich mit diesem Schilderwald konfrontiert.

Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, zu zählen und auch nicht auseinandergenommen, was zu welcher Straße gehört. Ich bin einfach langsam durchgefahren… (Ich weiß schon, das Schild „Vorfahrt beachten“ ganz rechts gilt für mich. 😉 )

Kurze Zeit später erreicht die Strecke Schnackenburg mit dem Grenzlandmuseum.

Ein Blick nach Schnackenburg:

So lngsam näherte ich mich dem  Ziel Wittenberge, linksseitig der Elbe. Wittenberge und damit auch der Bahnhof liegen aber rechtsseitig. Und über die Elbe führen drei Bückenbauwerke:

  • die Straßenbrücke der Bundesstraße B189 (hat keinen Radweg und fällt daher aus)
  • die Eisenbahnbrücke (hat nur das erste Stück einen Rad-/Fußweg an der Seite und fällt auch aus)
  • die Hafenbrücke, eine kleine und kurze Straßenbrücke (das war meine Wahl)

Zeit hatte ich noch genug, also bin ich in Richtung Hafenbrücke und zunächst den Fußweg an der Eisenbahnbrücke entlang.

Das ist immerhin eine Länge von rund 1 km! Also rüberradeln und dort den Anschluss an die Hafenbrücke suchen.

Nur musste ich feststellen, dass die Hafenbrücke irgendwie nicht mehr so recht existent war und erst wieder werden sollte. Das ganze Gebiet eine einzige Baustelle. Eine Umleitung über eine Pontonbrücke war zwar genannt, aber nicht ausgeschildert. Und jetzt wurde die Zeit knapp, denn schließlich hatte ich nur noch rund 30 Minuten bis Abfahrt des Zuges. Einen anderen Weg, als die Bundesstraße gab es nicht. Also alles zurück, nochmals 1 km Bahnbrücke entlang, über die Bundesstraße und (zum Glück!) der Ausschilderung zum Bahnhof. Ich hatte zwar nun wenig Zeit, aber da muss mir noch die Kartentasche von der Lenkertasche springen. Yell

Kurze Wende, wieder auflesen und weiter. Rein in den Bahnhof, durch die Unterführung, Rad in den Zug „geworfen“ und keine 5 Sekunden später rollte der Zug an.

Als Reiselektüre hatte ich mir „Senk ju vor träwelling“: Wie Sie mit der Bahn fahren und trotzdem ankommen, eine Parodie (? oder doch nicht?) auf das Fahren mit der deutschen Bahn. Hmmm,  bis jetzt konnte ich keine der darin beschriebenen Geschichten bestätigen. Anschlüsse wurden immer erreicht, Zugbegleiter waren meistens freundlich, selbst der Catering-Service kam in einige Regionalzügen (!!!) durch.

Aber ich war ja auch noch nicht zu Hause angekommen.

Und so sammelte der Zug von Magdeburg nach Halle etliche Minuten Verspätung ein. Soviel, dass die knappe Umsteigezeit in Halle wirklich ein Problem wurde. Aber das wäre keines, meinte der freundliche Zugbegleiter, denn der andere Zug hätte auch Verspätung. Gut, denn eine S-Bahn später wäre meine Verbindung nach Plauen hinüber.

Dumm nur, dass die S-Bahn dann doch keine (oder kaum) Verspätung hatte und sich das Umsteigen wieder zu einem Spurt entwickelte, erfolgreich.

Aber die Bahn hatte noch weiteres für mich bereit. Denn der Treibwagen der Vogtlandbahn fuhr von Zwickau in Richtung Plauen verdächtig langsam. Vor Neumark kam dann die Druchsage, dass der Zug in Neumark ( da ist das Depot der Vogtlandbahn) wegen Motorschadens endet. Ein Ersatz würde bereitgestellt. Nur wann?

Aber Respekt, kaum dass alle Fahrgäste ausgestiegen waren, rollte der Ersatz an und ich konnte Plauen pünktlich erreichen.

Damit endet meine Radtour entlang der Elbe und die Strecke von Dresden bis Cuxhaven ist abgefahren.

Jetzt fehlt mir noch ein Teil südlich von Dresden, aber ich bin mir sicher, das folgt irgendwann.

Ich kann allen begeisterten Radlern diese Tour entlang der Elbe nur empfehlen. Die Tagesabschnitte könenn ja auch kürzer gewählt werden. Wink

 

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