Vogtland-Radweg | Teil1

Vor reichlich zwei Wochen wurde der neugebaute Radweg von Falkenstein nach Oelsnitz entlang der ehemaligen Bahnlinie eröffnet. Offiziell heißt er Vogtland-Radweg.

Und nun nehme ich Zeit und Gelegenheit wahr, und fahre die Strecke wieder einmal ab, diesmal natürlich komplett auf dem neuen Aspahltband. Der Weg hat Potential, landschaftlich schöne Gegend, komplett neuer Belag und mit 23 km Länge eine schöne Tour. Aber, so sagt das Sprichwort, wo viel Licht, da auch viel Schatten. Schauen wir mal, ob alles so gut gelungen ist.

Naja, schon der Anfang in Falkenstein ist mangelhaft. Viele Radler kommen mit der Bahn, treten aus dem Bahnhof und sehen…

… nichts. Also nichts, was auf den Radweg hinweist. Keine Touristinformation, keine Wegweiser. Ein Radler kam eben mit dem PKW vorgefahren und fragte mich nach dem Weg (ja, er hatte ein Rad dabei und wollte nicht mit dem Auto dort lang fahren Wink ). Ich habe ihn freundlicherweise mitgenommen, hoffend, dass ich den Weg finde. Ungefähr wusste ich ja, wo es langgeht.

Nämlich die Dorfstädter Straße stadtauswärts und am Teich links ab.

Von hier schlängelt sich der Weg in Richtung Gewerbegebiet. und wenn man diese Abfahrt nach links erkennt und erwischt, ist man auch auf dem neuen Radweg.

Hier ist rein gar nichts, das auf den Weg hinweist und prompt habe ich meinen unfreiwilligen Begleiter zunächst mit in die falsche Richtung geführt. Hier ist dringender Handlungsbedarf hinsichtlich der Beschilderung bis zum Beginn des neuen Weges. Das Asphaltband ist ab da ja nicht mehr zu übersehen. Aber das ist dann beschildert…

Ein Thema heißer Diskussionen waren die alten Brücken des Bahndammes. Alt, marode und nicht verkehrssicher, waren die Aussagen der Planer, ein bahntechnisches Kleinod und erhaltenswürdig fanden die Gegner der Brückenabrisse. Als Außenstehender schwer zu bewerten, mir ist ein sicherer Radweg zumindest lieber. Allerdings führen fehlende Brücken zu einer Bauweise, wie im folgenden Bild gezeigt.

Bergauf und bergab um die Straße zu kreuzen. Die Abrissgegner haben ein Plakat aufgestellt.

Und so ganz unrecht haben sie nicht mit dem Hinweis auf eine Gefahrenstelle. Der Querverkehr ist bautechnisch bedingt nicht einzusehen. Hoffen wir mal, dass immer alle, auch Kinder, rechtzeitig zum Halten kommen.

An einigen Stellen kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Radweg doch noch nicht ganz fertig ist. Beispielsweise stehen sehr oft solche Verkehrsleitbaken.

Diese sollen vermutlich verhindern, dass PKWs den Weg benutzen. Es stellt sicher kein großes Hindernis dar, PKWs habe ich während meiner Tour zumindest keine auf dem Weg gesehen.

Auch dieses Brückengeländer mit Sperrgittern für Baustellen sieht eher nach einem Provisorium aus.

Hoffen wir mal, dass dem Geländer nicht das Übliche eines Provisoriums widerfährt: Es hält ewig, zumindest aber lange Zeit.

In Kürze folgt Teil 2 zur Befahrung. Smile

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