Göltzschtalradweg | Teil 3

So langsam nähert sich unsere Tour der Stadt Mylau. Wie schon hier berichtet, ist der Radweg noch nicht durchgängig entlang der Göltzsch nutzbar. Daher führt der Weg am Freibad Mylau den Hang hinauf. Oben angekommen kann die Rollbahn des TSV Mylau betrachtet werden.

Von der Höhe des Göltzschhanges führt die Straße hinab nach Mylau. Auf meiner Erkundungstour habe ich noch einmal aus Richtung Mylau versucht, zu dem Brückenneubau vorzustoßen. Allerdings habe ich das nach kurzer Wegstrecke wegen Unwegsamkeit aufgegeben. Jedoch musste ich auf der Strecke dahin wieder einmal den Beginn einer wilden Müllkippe registrieren. Etwas abgelegen von der Strecke wird eine freie Fläche mit Gebüsch am Rande zur massenhaften Entsorgung von Müll in blauen Säcken genutzt.

Etwa 40 derartige Säcke lagen rundum verstreut. Ich habe daraufhin die Stadtverwaltung darüber informiert, hoffend, dass der Schandfleck bald beseitigt ist. Noch besser wäre es, den Verursacher zu finden und zur Verantwortung zu ziehen. Nach Auskunft der Stadt Mylau befindet sich diese Fläche in Privatbesitz, die Eigentümer sind davon in Kenntnis gesetzt und aufgefordert, die Ablagerungen zu beseitigen.

In Mylau führt der Radweg nahe der Stadtkirche am Markt vorbei. Der kleine Umweg zu dem neugotischen Bauwerk lohnt sich.

Die Kirche wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet, zuvor stand hier eine romanische Kirche, die im 13. Jahrhundert entstanden war. Entworfen wurde die Kirche vom Leipziger Architekten Zeißig nach Plänen des Dresdner Baurates Möckel. Die Kirche besitzt eine Silbermann-Orgel von 1731. Die Kirche wird für Gottesdienste genutzt, Besucher sind in der Kirche willkommen, Kirchenführungen sollten zuvor mit dem Pfarramt abgestimmt werden.

Weiter führt uns der Radweg in Richtung Ziel. Etwas unübersichtlich ist es kurz vor dem Gelände des Fesselballons, die Zufahrt führt hinter diesen Gebäuden entlang.

Der Weg führt unmittelbar am Ballon vorbei, sofern geöffnet ist. Ob eine Umfahrung ausgeschildert ist, konnte ich nicht feststellen.

Damit sind wir am Areal der Göltzschtalbrücke angekommen.

Allerdings präsentiert sich diese Schönheit der Ziegelbaukunst etwas in Gerüststangen verkleidet. Für die Bahnlinie wird derzeit die Elektrifizierung vorbereitet.

Die Göltzschtalbrücke ist eine Eisenbahnbrücke und die größte Ziegelsteinbrücke der Welt. Sie überspannt das Tal der Göltzsch zwischen den Orten Mylau und Netzschkau, etwa 4 km westlich von Reichenbach im Vogtland in Sachsen, nahe der thüringisch-sächsischen Landesgrenze bei Greiz. Sie wurde in den Jahren 1846 bis 1851 im Zuge des Baus der Sächsisch-Bayrischen Eisenbahn zusammen mit einem ähnlichen Bauwerk, der Elstertalbrücke zwischen Jößnitz und Jocketa, erbaut. 

Die Brücke war Namensgeber für die 1895 eröffnete Station Mylau Haltestelle, welche 1903 in Bahnhof Göltzschtalbrücke umbenannt wurde. Hier endeten zwei Nebenstrecken, die von Reichenbach Oberer Bahnhof und von Lengenfeld (Vogtland) kamen.

Quelle: Wikipedia

Text steht unter der Creative Commons Lizenz „CC-BY-SA 3.0“

Das Freigelände vor der Brücke ist ansprechend gestaltet, beispielsweise mit einem Aussichtsplateau und einem Kinderspielplatz.

Optisch spiegelt sich die Göltzschtalbrücke in der Verwendung roter Ziegel als Baumaterial und die Gestaltung einzelner  in Bogenform wieder.

Für weitere Informationen rund um die Brücke ist ein Informationskiosk aufgestellt. Allerdings vermisse ich hier ein paar Radständer. So bleibt nichts anderes übrig, als sein Rad an den Holzpfosten zu lehnen (Nein, ich habe keinen Radständer bei mir angebaut).

Ein paar Meter hinter dem Kinderspielplatz ist das Ende des Göltzschtalradweges erreicht.

Zumindest ist das das Ende der Tour nach der Streckendarstellung in der Radwanderkarte und im Geoportal des Vogtlandkreises. Wer möchte, kann von hier aus den Radweg „Euregio Egrensis“ in Richtung Greiz weiter folgen.

Mit einem letzten Blick auf die Göltzschtalbrücke verabschieden wir uns von dieser sehenswerten Strecke.

Streckendaten (nach GPSies.com und GPS-Track-Analyse.NET)
Länge: 24,0 km
Höhendifferenz 96 Meter
reine Fahrzeit: 1:43 h:min
Durchschnittsgeschwindigkeit: 14,1 km/h

Das Höhenprofil der Tour (Vwerwendung des Screenshots mit freundlicher Genehmigung von GPSies.com)

Die Kartendarstellung auf GPSies.com mit der tatsächlich gefahrenen Strecke:

Das GPX-File ist im Downloadbereich verfügbar.

Göltzschtaradweg | Teil 1 Göltzschtaradweg | Teil 2 Göltzschtaradweg | Teil 3

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Ein Gedanke zu „Göltzschtalradweg | Teil 3“

  1. Der Radweg wurde von mir am 26. September 2012 genutzt. Der Hang zur Rollbahn muss nicht mehr genutzt werden, denn die Brücke über die Göltzsch ist befahrbar. Die Strecke führt dann weiter, so kommt man kurz vor der Stopp-Straße in Mylau an.
    Ein Bild dieser Brücke kann ich jederzeit zur Verfügung stellen.

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Etwas Mathematik...