Ein Stück entlang der Pleiße

Ich gehöre eigentlich nicht in die Kategorie der Katastrophentouristen. Aber die Meldung zu einem umgekippten Schaufelradbagger im Tagebau bei Deutzen brachte mich doch auf Idee, entlang des Pleißeradweges dorthin zu radeln. Als Absolvent der Bergakademie Sachsen ist man ja irgendwie dem Bergbau zugetan.

Also habe ich versucht, ein GPX-File für mein Navi zu finden. Aber schon das erwies sich als komplizierter, als gedacht. Die ersten Dateien wollten sich weder mit mit meinem GPS-Tool noch mit dem Garmin so recht vertragen. Auf GPSies bin ich am Ende doch fündig geworden und konnte mir einen Track auf meine geplante Strecke von Altenburg bis Böhlen anpassen. Eine längere Strecke ging aus zeitlichen Gründen nicht, da ich nachmittags noch in der Nähe von Glauchau etwas erledigen wollte. An- und Abreise sollte per Bahn erfolgen.

Schon die Bahnverbindungen könnten auf Grund mehrfachen Umsteigens entmutigen. Aber, der Vorgriff sei gestattet, alle Verbindungen waren (innerhalb von 5 Minuten) pünktlich. Und immerhin nutzte ich folgende Verbindungen:

Plauen – Zwickau (umsteigen) – Altenburg
Böhlen – Gößnitz (umsteigen) – Glauchau
Glauchau – Plauen

Ich weiß echt nicht, was da immer über die Unpünktlichkeit der Bahn geschimpft wird. Innocent

In Altenburg sind mir diese Radwegemarkierungen im Bereich von Kreuzungen mit Lichtsignalanalgen aufgefallen. Ich wünschte, das wäre deutlich weiter verbreitet und nicht nur in Altenburg.

Allerdings erhielt meine Freude wenige Meter später einen Dämpfer, als ich dieses Schild sah:

Woher soll den ein Besucher der Gegend wissen, was mit R4 und RL gemeint ist? Ich bin jedenfalls RL gefolgt, da die Richtung stimmte und mein Navi auch diese Richtung wies. Auf Feldwegen verlies ich Altenburg in Richtung Pleiße.

An einer Infotafel in Windischleuba gab es etwas Aufklärung zu den Bezeichnungen, wie R1 oder RL. Und auch die Hinweise auf die Radwegekategoerien waren in der Legende dargestellt.

Aber was verbirgt sich hinter Kat1 und Kat2? Ist die 2 besser, da grün gezeichnet? Meine Strecke führte jedoch definitiv auf einer Kategorie 1 weiter. Ich hätte ja dabei ausgebaute und aspahltierte Wege vermutet. Aber splitbedeckte Wege reichen wohl zu Kategorie 1 aus.

Aber vielleicht darf man das alles nicht so ernst nehmen mit den Einstufungen und Beschilderungen. Denn das hier an der Brücke kann ich mir auch nicht erklären. Was endet denn hier? Der Radweg, der gerade beginnt? Seltsames im Altenburger Lande…

Zumindest in Ortsdurchfahrten ist der Pleisseradweg asphaltiert, allerdings teilt man sich die Strecke mit dem Durchgangsverkehr.

Der Pleisseradweg ist mit einem grünen Schild markiert, das ein stilisiertes blaues P enthält. Nur leider ist das wohl nicht durchgängig, denn manchmal habe ich nur einfach ein weißes Schild mit Fahrrad und Pfeil drauf gesehen.

Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt erreichte ich Deutzen mit einem Gedenkstein an Altdeutzen. Der Ort ist dem Bau des Speicherbeckens Borna zum Opfer gefallen.

Da war ich nun ein Deutzen und habe den Aussichtspunkt zum Tagebau nicht gefunden. Frown

Aber mein Fahrt führte ja noch bis Böhlen. Mehr dazu im nächsten Artikel.

 

 

 

 

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Etwas Mathematik...