Urlaub in Thüringen – Tag 6

Bei der Vorbereitung meines Urlaubes in Thüringen bin ich auf „Point Alpha“ gestoßen, eine Stiftung in Geisa, die auch eine Gedenkstätte an der ehemaligen innerdeutschen Grenze betreibt. Nun, vor über 30 Jahren hatte ich das „Vergnügen“ dort an der grenze meinen Grundwehrdienst zu absolvieren. Grund genug, sich die Gegend nochmals anzusehen, diesmal ohne Beschränkungen.

Die Webseite der Stadt Geisa bietet unter „Rad- und Wanderwegen“ eine „Extratour Point-Alpha-Weg“ an. Also habe ich mir den Streckenverlauf vorsichtshalber in mein Navi gespeichert und bin gen Geisa aufgebrochen. Allerdings fühlte ich mich beim Start in der Frühe schon recht intensiv an den Herbst erinnert, der Rasen im Garten zeigte sich schön bereift.

Es wird empfohlen, die Tour am Schloss in Geisa zu beginnen, der Weg ist ab hier und durchgängig sehr gut ausgeschildert!

Nach einigen kleinen Anstiegen sind erste Reste der Grenzbefestigung zu sehen, hier in Form eines alten Tores.

Der weitere Weg schlängelt sich an Berghängen durch den Wald, zum Teil auf sehr schmalen Pfaden.

Nach 5 Kilometern Wegstrecke (vom Parkplatz an gerechnet) und über einer Stunde Fahrzeit hatte ich endlich das Gipfelkreuz erreicht!

Nein, es ist natürlich kein Gipfelkreuz, sondern das Kreuz der Geisämter. Auf jeden Fall bietet sich von hier ein schöner Panoramablick über die Rhön.

Von hier ging es wieder bergab nach Wiesenfeld und gleich darauf wieder bergan in Richtung Gedenkstätte. Diese wird als „Haus auf der Grenze“ bezeichnet und beinhaltet eine sehenswerte Ausstellung zum Thema innerdeutsche Grenze.

Unmittelbar benachbart befindet sich ein ehemaliger Stützpunkt des US-Militärs, die von hier aus Grenzbeobachtungen in Richtung DDR durchgeführt haben. Zum Stützpunkt gelangt man über einen alten sogenannten Kolonnenweg, der auch an einem Beobachtungsturm der DDR-Grenztuppen vorbeiführt.

Ja, den Weg bin ich damals auch langgelaufen, allerdings stand der B-Turm noch nicht, sondern ein Vorgängermodell etwas weiter weg und links war ein Grenzzaun.

Der Zutritt zum US-Stützpunkt war damals offenbar verboten, für uns war er gänzlich unmöglich. Frown

Nach der Rückkehr in die Stadt Geisa gab es noch Kaffee und Kuchen beim Bäcker am Markt. Dort erhielt ich noch den Hinweis auf das Glockenspiel der Kirche, ein sogenanntes Carillon. 15:00 Uhr würde dieses automatisch eine Melodie spielen. Das passte zeitlich wunderbar und so konnte ich zum Abschluss der Tour noch das Glockenspiel der Geisaer Kirche hören.

Die Extratour Point-Alpha-Weg gibt es auch bei GPSies.com.

 

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