Historisches

Nein, es hat nicht mit dem Radfahren zu tun. Mitte der Woche begegnete mit ein Stück Hardware aus einem Computer, genauer gesagt aus einem Server. Dabei handelt es sich um eine SCSI-Festplatte im Format 5,25″ mit der (für heutige Verhältnisse) lächerlichen Kapazität von 1,3 GB. Dafür bringt das Monstrum immerhin knapp 3,5 kg auf die Waage.

Harddisc

Zur Veranschaulichung habe ich mal eine SD-Card und eine microSD-Card dazugelegt.

Harddisc Harddisc

Wobei es SD-Cards statt meiner 32 GB auch mit 128 GB gibt (größer habe ich noch nicht gesehen) und die microSD gibt es statt mit 4 GB inzwischen auch mit 64 GB.

Mir ist klar, dass der Vergleich einer Festplatte mit Speicherkarten nicht ganz treffend ist, aber meine 2,5″ SSD mit 128 GB wollte ich nicht extra aus dem PC ausbauen.

Sehenswert ist auch, welch stabile und robuste Mechanik für die schwingungsgedämpfte Aufhängung der eigentlichen HD im Einbaugehäuse eingesetzt wurde.

Harddisc

Ach ja, die Platte HP 97560-60262 wird auch jetzt noch im Handel (als refurbished) angeboten. Der Preis liegt bei knapp 80 US$ bei tradeloop und knapp 360 US$ bei cheappcupgrade.

Achja, die SD-Card mit 32 GB bringt es auf gerade mal 2 g Eigengewicht.

Harddisc

Es ist schon eine erstaunliche Entwicklung in den letzten 20 Jahren…

Zu früh gefreut

Letztens hatte ich von der bevorstehenden Entscheidung im Bundesrat zur Änderung der StVZO berichtet. Akku-Leuchten an Fahrrädern sollten mit der Änderung erlaubt werden.

Aber irgendwie war die Freude zu früh. Denn was da im Bundesrat jetzt beschlossen wurde, lässt am handwerklichen Geschick unserer Gesetzgeber zweifeln. Ausgangspunkt war die geplante Kapazitätsanzeige, die es nur rudimentär und in sehr teuren LED-Leuchten gibt. Offenbar gab es dazu einen Änderungsantrag und das Unheil nahm seinen Lauf.

Denn es blieb bei der Regelung, dass Leuchten „fest angebracht und ständig betriebsfertig“ sein müssen. Und das ist nunmal gerade bei ansteckbaren LED-Leuchten nicht der Fall. Damit bleibt theoretisch gesehen alles beim alten.

Das Ministerium bezeichnet die jetzige Regelung „als ersten guten Schritt“.

Tut mir leid, ich kann da keinen Schritt erkennen, höchsten eine Bruchlandung. Sollte mich doch mal ein Bußgeld wegen falscher Beleuchtung ereilen wollen, werde ich versuchen, mit dem Willen des Gesetzgebers zu argumentieren, der bei der Auslegung von Gesetzen eine erhebliche Rolle spielt. Ich glaube aber nicht, dass das eintreffen wird.

 

Radwandertag der Stadtgalerie Plauen 2013

Der zwölfte Radwandertag der Stadtgalerie ist nunmehr auch Geschichte. Fast 1000 Radler sollen sich eingefunden haben, um eine der drei Strecken unter die Räder zu nehmen. Neben all den fleißigen Organisatoren trug schönster Sonnenschein dazu bei, dass es erfolgreicher Radwandertag wurde.

Kurz nach 9 Uhr waren noch etliche Teilnehmer mit der Anmeldeprozedur beschäftigt.

Radwandertag 2013

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Unterwegs gesehen

Letztens führte mich eine Radrunde an der Pauluskirche in Plauen vorbei. Diese erhält derzeit neue Kupferbleche an verschiedenen Stellen, beispielsweise als Bedachung des Eckpfeilers.

Pauluskirche

Ich bin mir ziemlich sicher, dass die Kupferbleche in halber Höhe vor Diebstahl verschont bleiben, bei den unteren Dachblechen hege ich gewisse Zweifel.

Die Pauluskirche befindet sich an der Kaiserstraße. Diese ist derzeit im Einmündungsbereich zur Reißiger Straße ein Baustelle. Es entsteht ein Kreisverkehr.

Baustelle Kaiserstraße

In der Bildmitte sind noch die Reste eines historischen Pissoirs zu sehen. In meinem Fotoarchiv sind noch Aufnahmen vor dem Abriss. Die Dachkonstruktion steht (oder stand?) unter Denkmalsschutz.

Historisches Pissoir Historisches Pissoir

Ein Kreisverkehr, aha! Allerdings wird dieser so gebaut, dass von den derzeit vier dort ankommenden Straßen nur drei in den Kreisverkehr münden. Ehrlich, bei drei Straßen braucht es keinen Kreisverkehr, der ja durch unsere genialen Planer eher zum Hindernis wird, denn für einen kontinuierlichen Verkehrsfluß sorgt. Und LKWs werden sowieso wieder Probleme mit den Radien des Kreisverkehres bekommen.

Aber vielleicht sehe ich auch zu schwarz und es wird wirklich ein Kreisverkehr, der seinem Namen alle Ehre macht.

 

 

Elsteruferweg Lochbauer-Plauen

Im Statusupdate hatte ich schon berichtet, dass der Elsteruferweg zwischen Lochbauer und Plauen wieder freigegeben ist.

Elsteruferweg

Aber auch hier hat das Hochwasser von Anfang Juni seine Spuren hinterlassen. Angeschwemmte Äste und Gras in Ufernähe sind dabei noch des kleinste Übel. Denn auch ein Baum konnte sich im aufgeweichten Ufer nicht mehr halten.

Elsteruferweg

Der Weg ist bereits ausgebessert und damit für Wanderer wieder gut nutzbar.

Aber auch in der Stadt Plauen hat die Elster Spuren hinterlassen und sich beispielsweise hier an der alten Elsterbrücke einfach mal das Flussbett „umgebaut“.

Elster in Plauen

Elektrifizierung der Bahnstrecke Plauen-Hof

Der Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale geht voran, wie ich letztens auf einer Fahrt über Syrau feststellen konnte. Der Fahrdraht ist gespannt. Aber die Eingriffe in die Natur durch diese Baumaßnahme ist wirklich erschreckend.

An der Bahnbrücke bei „Klein Amerika“ stehe noch diese Reste von Bäumen. Also diese Alibi-„Bäume“ reißen die sonstigen Schäden auch nicht raus und ich glaube auch nicht, dass die Stämme noch lange stehen.

Bäume?

Auch der Wanderweg entlang der Bahn bietet noch immer einen trostlosen Anblick.

Birkenhain bei Syrau

Immerhin geht der Bau der Bahnbrücke an der Schöpsdrehe voran. Die Autofahrer wirds freuen.

Brückebau Schöpsdrehe

Eine Villa in Mehltheuer

Seit Jahren fahre ich auf einer Radtour Richtung Mehlteuer an einer sehenswerten weißen Villa vorbei.

Friedenhort

Dass es ein Gästehaus der Diakoniestiftung „Friedenshort“ ist, war mir bekannt. Im „Historikus Vogtland“ konnte ich letztens mehr dazu lesen. Die Villa gehörte früher Arno Mocker, Anfang des 20. Jahrhunderts einer der besten Fachleute in der vogtländischen Textilbranche. Auch jetzt wird das Anwesen noch „Mockersche Villa“ genannt.

Am Anfang seiner Karriere betätigte sich Mocker als Designer, dessen Werke auf der Pariser Weltausstellung 1900 mit Silbermedaillen geehrt wurden. Das weitere Schaffen Mockers rankt sich im Wesentlichen um die Plauener Gardinenindustrie.

Mehr dazu kann man im „Historikus Vogtland“ lesen, der in vielen Geschäften des Vogtlands zu kaufen ist und auch im Abo bestellt werden kann.