Unterwegs bei Werdau

Eigentlich wollte ich an diesem schönen Herbstsonnabend von Zwickau aus entlang der Mulde Richtung Glauchau zu meiner dort in der Nähe wohnenden Familie radeln. Seltsamerweise zeigte mir bahn.de bei der Fahrplanauskunft einmal Umsteigen und das zusätzliche Verkehrsmittel „Bus“ an. Schienenersatzverkehr nach Zwickau, wegen Bauarbeiten. Rad und Bus im SEV, das wird wohl nicht funktionieren. Also Strecke umgeplant und eine Tour von Werdau aus Richtung Mosel zusammengestellt, von da aus weiter entlang der Mulde.

Kurz vor 9 Uhr ging es vom oberen Bahnhof in Plauen los. Pünktlich, wohlgemerkt. Wirklich! Aber toll wäre es, wenn es die DB schaffen würde, dass sich auch die „Fahrradtageskarte im Nahverkehr“ online buchen ließe. Das kann ja nun nicht so kompliziert sein, denn für den Fernverkehr geht es ja schließlich auch. Aber nööö, so muss ich trotz vorhandenem Onlineticket noch mal an den Automaten und das Zusatzticket besorgen.

Rund eine halbe Stunde später ist die Bahn in Werdau angekommen. Der Bahnhof von Werdau sieht zumindest von außen einigermaßen ansehnlich aus. Über die Bahnhofshalle breiten wir den Mantel des Schweigens und Vergessens aus…

Bahnhof Werdau

Auf Straßen und Wegen ging es dann in Richtung Mosel. In der Nähe von Königswalde war dann diese kleine „Bereicherung“ des Waldes zu finden.

Wald bei Königswalde

Vielleicht liegt es ja daran, dass gleich um die Ecke die Abfalldeponie „Dänkritz“ liegt und der vormalige Besitzer des Abfalls schlicht zu spät gekommen ist. Denn diese lagert seit 1990 keinen Abfall mehr ab und wurde 2009 endgültig stillgelegt. Vorbei an der Deponie Dänkritz geht es in den Harthwald. Eine Infotafel mit Wanderrouten steht gleich an der Einfahrt ins Waldgebiet. Schön wäre es, wenn gemäß Kartenlegende auch der eigene Standort in der Karte markiert wäre.

Wegweiser im Harthwald

So kann man diesen immerhin anhand der Scheuerspuren, die andere unzählige Wanderer hinterlassen haben, auf der Karte vermuten.

Immerhin entschädigt die anschließende Fahrt durch den Harthwald mit schönen Eindrücken.

Im Harthwald unterwegs

Eindrücke anderer Art hinterlassen die zahlreichen Dellen auf den Wegen.Undecided

Unmittelbar nach dem Waldgebiet wird das Örtchen Mosel erreicht, weithin bekannt als Standort eines VW-Werkes und Produktionsstandort der letzten PKW Trabant zu DDR-Zeiten.

In Mosel befindet sich aber auch eine sehenswerte kleine Kirche und die daneben befindliche Eiche.

Kirche in Mosel Eiche in Mosel

Die Eiche wurde am 25.Juni 1830 gepflanzt, anläßlich der zu diesem Zeitpunkt 300 Jahre zurückliegenden Übergabe der Augsburgischen Konfession. Die Eiche nähert sich dem stattlichen Alter von 200 Jahren!

Bei einer kurzen Rast am Mulderadweg gleubt man kaum, dass es ein Tag Ende Oktober ist.

Es ist Ende Oktober

Allerdings sind bei den Bänken entlang des Mulderadweges zumindest nördlich von Mosel derzeit nur noch die Betonträger zu sehen, die Holzteile wurden offenbar zur Überwinterung (und Erneuerung?) eingelagert.

Und wenn ich heute aus dem Fenster blicke, dann ist es draußen weder warm noch sonnig. Undecided

 

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Etwas Mathematik...