An der Saale unterwegs – Teil 4

Die Stadt Hof liegt hinter mir, es geht in Richtung Thüringen weiter. Die Strecke verläuft hier auf dem Jean-Paul-Wanderweg über diese Holzbrücke.

 Saaleradweg - Brücke am Jean Paul Weg

Für Radler, die ihr Rad nicht tragen wollen, sind Rampen mit Spurhaltern verlegt.

Saaleradweg

Hinter der Brücke lohnt sich auch ein kurzer Abstecher zur Burg Saalenstein (Danke an Fritzsch für den Hinweis im Kommentar). Wenige Meter später steht man unmittelbar an den mächtigen Pfeilern der Saalebrücke für die Autobahn A72.

Saaleradweg - Brückenpfeiler A72

Spatenstich für die 268 Meter lange Brücke, die in 39 Meter Höhe die Saale überspannt, war 1935, Verkehrsfreigabe im Jahr 1940.

Zwei Kilometer weiter entlang der Saale erreicht man die Fattigsmühle, ein Bauwerk von 1677. Das gut erhaltene Fachwerkhaus beherbergt heute ein Restaurant mit Biergarten (Danke an Fritzsch für den Hinweis im Kommentar).

In Joditz weist ein Schild ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier um die Sächsische Saale handelt, obwohl man sich hier noch in Bayern befindet und die Saale in Kürze nach Thüringen fließt. Laughing

Saaleradweg

Ab Joditz wird es auch ordentlich bergig, der Radweg verläuft nicht mehr direkt an der Saale, sondern ziemlich oft deutlich oberhalb davon, wie hier an der Saalebrücke der A9. Die Autobahnbrücke kann problemlos von oben aus betrachtet werden.

Saaleradweg - Blick zur A9

Die Saalebrücke der A9 befindet sich 35 Meter über der Saale, der Standort des Fotos immerhin rund 85 Meter oberhalb des Flusses. Und da sich der Radweg sowieso in Autobahnnähe befindet, kann man auch gleich auf der A9 weiterradeln (wenn es nicht verboten wäre).

Saaleradweg - Autobahnauffahrt?

Der Wegweiser zeigt es schon an, der Radweg erreicht Rudolphstein, den letzten bayerischen Ort entlang des Saaleradweges.

[Bild auf Wunsch eines Betroffenen entfernt.]

Abwärts durch den Ort geht es wieder direkt an die Saale, allerdings jetzt auf thüringer Boden. Radler werden mit einer Infotafel willkommen geheißen. Derartige Hinweistafeln fehlten auf bayerischem Gebiet völlig, schade.

Saaleradweg - Thüringen

So schön die Begrüßung auch sein mag, ab hier geht es wieder bergauf. Auf 3,5 km Länge sind über 100 Höhenmeter zu überwinden bis hinter das Örtchen Pottiga. Von hier geht es abwärts Richtung Blankenstein, um direkt an der Zellstoff- und Papierfabrik – die laut Wikipedia eine der modernsten Kraftzellstofffabriken Europas sei – wieder die Saale zu überqueren.

Saaleradweg - Blankenstein

Ab Blankenstein wird es noch einmal kurz bergig, um über Harra bis zum Lemnitztal zu gelangen. An dieser Stelle ist auch schon die Bleilochtalsperre erreicht. Den nördlichen Teil der Talsperre hatte ich bereits im Sommer 2012 umrundet. Am Radweg Richtung Bleilochtalsperre verlasse ich die Strecke allerdings in Richtung Bad Lobenstein.

Saaleradweg

Gegen 14:30 Uhr bin ich am Bahnhof in Bad Lobenstein angekommen. Meine Bahn fährt gegen 16:00 Uhr, also Zeit genug, um das Bahnticket zu kaufen und noch Essen zu gehen. Aber sehr vertrauenserweckend sieht der Bahnhof nicht aus.

Saaleradweg - Bahnhof Bad Lobenstein Saaleradweg - Bahnhof Bad Lobenstein

Und das Bild täuscht nicht, Züge verkehren zwar (noch) von hier, aber einen Ticketautomaten gibt es nicht. Lediglich den Hinweis auf die DB-Agentur im Reisebüro (die allerdings am Feiertag geschlossen hat) und den Fahrkartenerwerb im Zug. Auch gut, dann eben im Zug.

Jetzt begann die Suche nach einer geöffneten Gaststätte. Bad Lobenstein ist ein Kurbad, damit verbinde ich ein gewisses Maß an Kurbetrieb und einhergehenden Besuchertourismus. Gaststätten sind da eigentlich unabdingbar. Nur war da nichts zu finden. Ein Hotelrestaurant sah geschlossen aus, samt Hotel, ein Cafe im Zentrum geschlossen und auch sonst Fehlanzeige. In der Mühlgasse wurde ich dann doch noch fündig – allerdings keine warme Küche um diese Zeit. Ich muss ziemlich geschafft ausgesehen haben, denn die Bedienung hatte offenbar Mitleid und konnte mir wenigstens eine Fischsuppe offerieren. Aber diese war jedoch vom Feinsten! Ein Stück Kuchen mit Kaffee rundete das Mahl ab und brachte verbrauchte Energie zurück.

Rechtzeitig ging es zum Bahnhof, um von hier aus mit zweimal Umsteigen in Saalfeld und Gera nach Plauen zu gelangen. Auch hier war die Bahn wieder an allen Stellen pünktlich.

Fazit:

+ Interessanter Streckenverlauf
sehr gut beschildert
stellenweise ziemlich bergig
in Bad Lobenstein gering frequentierte Bahnstrecke, fehlende Gastronomie

 

Streckendaten
( GPS-Track-Analyse.NET)
Länge:  67,4 km
Gesamtanstieg  1017 Meter
reine Fahrzeit:  5:07 h:min
Durchschnittsgeschwindigkeit:  13,3 km/h

lklklk

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