Die Vogelinsel in der Talsperre Pirk

In diesem Artikel zu meiner Fahrt an der Talsperre Pirk hatte ich auf die kahle Vogelinsel hingewiesen.

Auf einer Tour in Richtung Weidenteich-Gebiet begegnete ich einem in Plauen bekannten Ornithologen. Nach einem freundlichen Gruß zum neuen Jahr war Gelegenheit, meine Frage zu dieser Vogelinsel stellen.

Nach seiner Kenntnis wird diese Insel schon gut genutzt, allerdings wird das durch stark wechselnde Wasserstände, insbesondere durch das Haochwasser im letzten Jahr, beeinträchtigt. Schlimmer noch aber wären Bootsfahrer, die diesen Lebensraum der Vögel stören.

Also ist meine Frage jetzt auch beantwortet.

Zum Abschluss unserer Unterhelatung machte er mich noch auf einen seltenen Vogel aufmerksam, der in ca. 150 m Entfernung auf einem Busch saß: ein Raubwürger (oder nannte er ihn Greifwürger?). Ohne diesen Hinweis hätte ich nicht mal gesehen, dass dort überhaupt ein Vogel sitzt. Surprised

Jedenfalls herzlichen Dank für das nette und aufschlussreiche Gespräch!

Bahnhof Chrieschwitz

In diesem Jahr beginnen die Bauarbeiten am künftigen Haltepunkt „Plauen Mitte“, wie ich hier schon berichtete. Drehscheibe online bezieht sich auf einen Artikel der Freien Presse vom 14.09.2013, in dem die Reaktivierung des Bahnhofs Plauen-Chrieschwitz für die Zeit der Streckensperrung angekündigt wird. Die Onlineauskunft der Deutschen Bahn gibt auch tatsächlich Bahnverbindungen nach Plauen-Chrieschwitz ab März 2014 an.

Der Bahnhof Plauen-Chrieschwitz ist allerdings in den letzten Jahren (oder Jahrzehnten?) mehr oder weniger dem Verfall preisgegeben. Da dürfte bis März einiges zu tun sein. Vorausgesetzt, der Winter zeigt sich weiterhin baustellenfreundlich ohne Schnee und Kälte.

Auf einer Radtour habe ich den provisorischen Haltepunkt im jetzigen Zustand fotografiert.

Blick zum Bahnsteig, das Wartehäuschen steht noch da, vermutlich ohne Glasscheiben.

Bahnhof Chrieschwitz

Ein Bahnhofsgebäude wird nicht unbedingt benötigt, am Unteren Bahnhof geht’s ja auch ohne, aber der Zugangsbereich sieht alles andere als einladend aus.

Bahnhof Chrieschwitz

Im März werde ich mich wieder dort umsehen. Wink

 

Seltsamer Helm

Meine Sonnabend-Tour führte mich am Albertplatz in Plauen vorbei.

Die Skulptur „Der befreite Mann“ hat einen Helm aufgesetzt bekommen, allerdings einen äußerst seltsamen. Und so recht passt das Gitter auch nicht zu „befreit“.

Der befreite Mann

Dieser Einkaufswagen trägt ein Schild vom „Kaufland“. Das nächstgelegene Kaufland befindet sich immerhin 1,8 km entfernt. Sicher wird die Skulptur in Kürze von ihrem Kopfschmuck „befreit“. Wink

 

Schicht im Schacht

Nein, es ist nicht die bergmännische Redewendung gemeint, die darauf hinweist, dass etwas zu Ende ist. Vielmehr geht es um die Ausstellung gleichen Namens in Chemnitz.

1913 wurde in Chemnitz das vornehmste Warenhaus Sachsens eröffnet, genannt „Das Tietz“. Das Haus erlebte wechselvolle Jahre als Warenhaus, 2004 öffnete es nach aufwendiger Sanierung erneut seine Tore. Der Name ist den Chemnitzern mit leichter Abwandlung in „DAStietz“ geblieben, aber es ist kein reines Warenhaus mehr. Neben einer Einkaufspassage sind unter anderem auch das Museum für Naturkunde und die Neue Sächsiche Galerie hier heimisch.

Im Lichthof wird der Besucher von Exemplaren des Steinernen Waldes, die Exponate des Naturkundemuseums sind, begrüßt.

Steinerner Wald Steinerner Wald Wort-Laut-Spiel

(Die Veröffentlichung der Bilder erfolgt mit freundlicher Genehmigung von „Das TIETZ“, Eigenbetrieb der Stadt Chemnitz.)

Das Trägerskelett des Lichthofes ist mit einer Wort-Laut-Kreation gestaltet. Diese Arbeit von Bernhard Garberet trägt den Namen „Im Wald“ und wurde 2007 geschaffen. Das Werk soll in künstlerischer Form die Verbindung der im Haus ansässigen Kulturstätten Volkshochschule, Stadtbibliothek, Naturkundemuseums und Neue Sächsische Galerie ausdrücken. Mehrsprachig entsteht ein Spiel mit Worten, mitunter rätselhaft, regt es doch zum Nachdenken an.

Die versteinerten Bäume sind ein erster kleiner Vorgeschmack auf die Entdeckungen, die im Naturkundemuseum zu diesem Thema gemacht werden können. Wer eine Zeitreise ins Perm machen möchte, sollte das Mesum unbedingt besuchen.

In der Neuen Sächsichen Galerie ist noch bis 26. Januar die Ausstellung „Schicht im Schacht“ zu sehen, die sich dem Thema Kunst der Wismut in der DDR widmet. Aus dem umfangreichen Bestand von mehrern Tausend Werken werden rund 150 Gemälde und Zeichnungen aus Zeit von etwa 1960 bis 1990 präsentiert.

Allerdings war die Ausstellung bereits bei der Konzeption umstritten. Chemnitzer Künstler sprachen sich dagegen aus, stellten der künstlerischen Wert der Werke in Frage. Aber die Ausstellung hat erfreulicherweise den Weg in die Öffentlichkeit gefunden.

Blick in die Ausstellung

Infotafeln und multimediale Darstellungen erläutern den Werdegang der Wismut-Kunst zu Zeiten der DDR. Die Anfänge mit dem „Bitterfelder Weg“ und die Plenairs der Wismutsind in Wort und Bild dargestellt. Pleinairs waren Veranstaltungen mit Malern und Grafikern aus der DDR und der Sowjetunion. Lesenswerte historische Dokumente ergänzen die Infostände.

Blick in die Ausstellung

Die Wismut begann ihre Kunstsammlung mit dem Auftragswerk „Der neue Anfang“ von heinricht Witz.

Der Neue Anfang, Henrich Witz, 1959

Das Originalgemälde konnte ich vor einger Zeit in der Ausstellung „Die Wismut GmbH: Bergbau. Kunst. Sanierung.“ im Schloss Voigtsberg in Oelsnitz/Vogtland bewundern.

Die Ausstellung „Schicht im Schacht“ in Chemnitz zeigt wesentlich umfangreicher die Werke aus der Kunstsammlung der Wismut. Darunter befinden sich beispielsweise auch das Tryptichon „Arbeitstag eines Bergmannes“ von Frank Ruddigkeit (1986/1989) oder „Brigade Rose“ von Werner Petzold (1970).

Arbeitstag eines Bergmanns, Frank Ruddigkeit 1986/89

Brigade Rose,  Werner Petzold, 1970

(Die Veröffentlichung der Bilder aus der Ausstellung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Neuen Sächsichen Galerie.)

Bis 26. Januar ist nicht mehr viel Zeit, wer diese durchaus sehens- und bemerkenswerte Ausstellung besuchen möchte sollte sich beeilen. Allerdings fände ich es bedauerlich, wenn die Kunst der Wismut nach dieser Ausstellung wieder in Vergessenheit geraten würde.

Für alle Besucher möchte ich noch den Hinweis geben, dass der Parkplatz unmittelbar am „DAStietz“ unverständlicherweise auf zwei Stunden Parkzeit begrenzt ist. In dieser zeit ist es nicht möglich, der Kunst der Wismut die gebührende Aufmerksamkeit zu schenken. Von einem weiteren Besuch des Naturkundemuseums möchte ich dann gar nicht sprechen. Hinweise zur Anfahrt und zu den Parkmöglichkeiten sind auf der Webseite von „DAStietz“ leider nicht zu finden. Das Parkhaus der Galeria Kaufhof bietet möglicherweise entsprechende Parkplätze, aber das muss ein Ortsunkundiger auch erst einmal wissen.

Start ins neue Jahr

Die Klimaerwärmungänderung führt nach Aussagen von Experten zu längeren und strengeren Wintern in Deutschland (Beispielquelle für die Aussage). Im Moment ist davon weit und breit keine Spur und etwas Reif und hier und da eine überfrorene Pfütze ist für mich kein Winter, schon gar keine „klirrende“ Kälte.

Also kann das neue Jahr mit einer kleinen Radtour gestartet werden. Das fast sonnige Wetter lockt ja regelrecht ins Freie.

Schönes Winterwetter

Und die wenigen mit Eis bedeckten Pfützen spielen keine Rolle. Schließlich kann man ja drumherumfahren. Wink

Eis auf Pfützen

Meine Tour führte von Mehltheuer nach Syrau entlang der Bahnlinie, inzwischen fertig elektrifiziert. Leider kam wieder nur ein Dieseltriebwagen auf der Verbindung Hof-Nürnberg. Denn diese fährt weiterhin mit Dieselfahrzeugen, da die Strecke nur bis Hof mit Oberleitung versehen ist.

Elektrifiziert?

Aber irgendwann klappt es mal mit einer E-Lok! Cool

Am Ende meiner kleinen Runde konnte ich dann noch die Statistik abhaken, der jährliche Platten im Vorderrad ist jetzt auch durch. Undecided Dieses kleine Steinchen, grad mal 5 mm lang, hat sich durch Reifen und Schlauch gedrückt.

Stein

Fundstücke

Auch am Jahresende können einem auf einer kleinen Radtour noch diverse Fundstücke unterkommen.

Im Juni wurde die Bahnbrücke Haselbrunn an ihren Standort eingeschoben. Einige Zeit später rollte wieder der Verkehr durch das Betonbauwerk. Inzwischen haben sich die allgegenwärtigen Graffitisprüher eingefunden und dem Bauwerk Farbe gegeben.

Brücke Haselbrunn

Jetzt hat zwar der graue Beton etwas Farbe bekommen, aber ob das allen gefällt, ist eine andere Frage.

Die Stadt Plauen entwickelt einen Rad-Stadtplan. Auf dessen Beschilderung in der Praxis bin ich diesmal an der Ecke Bleichstraße/Böhlerstraße getroffen. Dort war ich schon oft unterwegs, aber diese Mal in entgegengesetzter Richtung. An dieser Ecke geht eine „Alltagsroute“ von der Bleichstraße in die Böhlerstraße über. Bindet aber an dieser Ecke noch eine Querverbindung zum Elsterradweg an, die parallel zum Mühlgraben in Richtung Media Markt verläuft. Diese Querverbindung wird auch ausgeschildert, allerdings wird der Radfahrer entgegen der Fahrtrichtung in eine Einbahnstraße geschickt.

Radwegenetz Plauen

Der rote Kreis markiert den nächsten Wegweiser, der hier wirklich auf eine Radroute hinweist.

Auch wenn es nur vielleicht 5 Meter sind, finde ich es seltsam, einen Radweg entgegen der Verkehrsführung zu beschildern.

Und wie es scheint, hat die Deutsche Post zu Silvester gleich ganz geschlossen. Und zwar alles.

Briefkasten  der Deutschen Post

Vermutlich soll einer Sachbeschädigung durch Silvesterknaller vorgebeugt werden. Aber meinen dringenden Brief hätte ich schon gerne noch auf den Weg gebracht. Also kommt der Brief halt ein paar Tage später an.

 

 

Der lange Weg zum Elsterradweg | Splitter 30

Am 12.Oktober wurde das Teilstück des Elsterradweges von Doubrava in Tcheschien bis Adorf feierlich eingeweiht. Die weiteren Arbeiten wurden jedoch nicht eingestellt, so ist am Jahresende Gelegenheit, den aktuellen Baufortschritt zu begutachten.

Zuletzt bin ich im August das Stück ab dem Bahnhof Adorf in Richtung Oelsnitz gefahren. Auf dem Teilstück entlang des Bahnbetriebswerkes Adorf bis Leubetha waren zu dem Zeitpunkt lediglich Erdarbeiten im Gange. Inzwischen ist die Strecke bis Leubetha fertig asphaltiert.

Elsterradweg Adorf-Oelsnitz Elsterradweg - Neubaustrecke

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