Oder-Neiße-Radweg | Teil 1

Start meiner Tour sollte also Ahlbeck auf der Insel Usedom sein. Das erfordert eine lange Zugfahrt von Plauen aus mit 3 mal Umsteigen in Chemnitz, Elsterwerda und Züssow. Alles mit Regionalbahn und Regionalexpress, was zu einer Fahrzeit von rund 9,5 Stunden führt. Undecided

Also früh los und da in Elsterwerda eine längere Umsteigezeit entsteht, lässt sich dort am Bahnhof vielleicht ein kleines zweites Frühstück einnehmen.

Bahnhof Elsterwerda

Falsche Hoffnung, dort war nicht mal ein Kaffee zu bekommen. Und RE und RB haben nur selten Catering an Bord, also hieß es ausharren bis Ahlbeck. Zum Glück hatte ich mein kleines Tablet mit Büchern bestückt und voll geladen, so wurde die Bummelei mit dem RE nach Züssow erträglich. Immerhin waren sämtliche Bahnen innerhalb von 1 bis 2 Minuten pünktlich!

Seebad Ahlbeck

Das Wetter zeigte sich bislang eher grau und trüb, in Ahlbeck kam noch ein kalter und ziemlich kräftiger Wind hinzu. Dieser war auf der berühmten Seebrücke besonders deutlich zu spüren.

Die beühmte Seebrücke

Normalerweise kann ich meine kleine Kompaktknipse einfach auf eine ebene Fläche stellen. Hier war der Wind so kräftig, dass ich die Kamera mit einem kleinen Stativ festklemmen musste, um ein Umfallen zu verhindern. An der Promenade gab es dann auch endlich an einem Imbiss den ersehnten (und vor allem heißen!) Kaffee.

Eigentlich führt die D-Route 12 von Ahlbeck direkt in Richtung Ueckermünde, ich habe mich allerdings auf einen kleinen Umweg über Swinemünde/Swinoujscie begeben. Die Stadt kenne ich noch aus früher Kindheit aus einem Urlaub zu DDR-Zeiten. Allerdings hat sich da einiges geändert. Laughing Hier ist die längste Strandpromenade Europas entstanden, die sich über 12 km von Bansin über Ahlbeck bis nach Swinemünde zieht und dabei eine Staatsgrenze überquert.

Grenze Deutschland - Polen

Auch Swinemünde ist moderner geworden und hat seine Promenade mit neuen Bauten aufgewertet.

Promenade Swinemünde

Die Autofahrer scheinen allerdings jenen in Deutschland zu ähneln, Radwege werden kurzerhand zugeparkt.

Radwegblockierer

Gut, hier konnte man problemlos drumherumfahren. Wink

Urlauber können sich recht einfach Räder ausleihen, zumindest auf polnischer Seite habe ich die Leihstationen von Usedom-Rad gesehen.

Leihräder

Für einen Tag sind 38 Zloty zu zahlen, das entspricht derzeit 9,11 Euro. Eine stundenweise Leihe ist auch möglich. Das halte ich zumindest für ein interessantes Projekt.

Der Grenzübergang von Polen nach Deutschland ist auch in Bezug auf Radwege zu erkennen. In DE ist zunächst mal anfangs gar kein Radweg da und wenn, dann sind die Kanten an den Auffahrten zwar abgerundet, dafür aber wenigstens 8 cm hoch. In Polen geht das doch auch bündig zu bauen. Undecided

Die Radwegeplaner und -bauer auf Usedom unterscheiden sich keinesfalls von jenen in Sachsen oder Thüringen. Die sogenannten Durchlaufsperren werden genauso sinnfrei geplant und gebaut, wie allerorten. Entweder werden diese kurzerhand umfahren oder teilweise wieder entfernt.

Ja, auch hier... Ohne Worte...

Meine Tour führte mich noch am Schloss Stolpe vorbei, just im Moment der Fotoaufnahmen einer Hochzeitsgesellschaft.

Schloss Stolpe

Mein erster Tagesabschnitt brachte mich bis zur Stadt Usedom, in der ich bereits eine Hotelübernachtung gebucht hatte.

Die Fahrt an der Küste war sehr interessant, Schloss Stolpe wegen Feierlichkeit leider nicht zu besichtigen. Die Strecke ist auf der Insel recht gut ausgeschildert, die Wege sind sehr gut befahrbar und meistens asphaltiert, außer in einigen Waldabschnitten. Es ist zwar Küstenbereich, aber nicht unbedingt flach, denn kurz nach Ahlbeck musste ein Höhenunterschied von über 50 Meter bewältigt werden.

Der Streckenverlauf des ersten Tages auf GPSies.com:

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Etwas Mathematik...