Oder-Neiße-Radweg | Teil 2

Am zweiten Tag ging es nach einem ordentlichen Frühstück im Hotel am Stadttor von Usedom vorbei auf die nächste Etappe.

Stadttor Usedom

Der Weg führte zunächst in Richtung Oder-Haff. In Karnin gibt es noch eine alte Hubbrücke für eine frühere Eisenbahnstrecke. Es gibt Bestrebungen, die Brücke wieder nutzbar zu machen.

Hubbrücke Karnin

Von Karnin aus existiert eine Fährverbindung über den Strom zum pommerschen Festland bei Kamp. Bei Nutzung der Fähre lassen sich rund 25 km Strecke über Anklam einsparen und es kommt das Erlebnis einer Fährüberfahrt dazu. Allerdings fährt diese recht eingeschränkt, im April und Oktober nur nach telefonischer Vereinbarung. Dazu heißt es auf der Webseite: „Bei Bedarf immer anrufen!“ Nun, Bedarf hatte ich und fragen kostet nichts. Nur hat sich eben immer ein Anrufbeantworter gemeldet, der für mich wenig hilfreich war.

Also ging die Tour über die Zecheriner Brücke und durch Anklam mit seinem Steintor.

Anklam mit Steintor

Vereinzelt führt die Tour über Kopfsteinpflaster der gröberen Art, wie beispielsweise hier bei Bugewitz.

Kopfsteinpflaster

Angenehmes Fahren ist es auf dem Untergrund nicht, meist sind daher auch am Rand kleine Fahrstreifen entstanden, die sich auch nutzen lassen.

Die Gegend weist viele ausgeschilderte Radtouren auf. An diesem Wegweiser haben sich gleich fünf Radstrecken versammelt.

Radwege

  • Berlin-Usedom-Wollin-Stettin
  • D-Route 12
  • Rundweg Stettiner Haff
  • Seen-Radweg
  • Oder – Neiße -Radweg (rechts oben das verblichene grüne Logo)

Neben Kopfsteinpflaster und ermüdend langen Fahrten geradeaus an Feldern vorbei, gab es aber auch schöne Strecken, die sich durch den Wald schlängelten.

Durch den Wald

In Ueckermünde führt die Tour über eine historische Klappbrücke, die Strandwegbrücke über den Köhnschen Kanal.

Strandwegbrücke über den Köhnschen Kanal

Ohne große Abwechslung in der Landschaft (Wald oder Feld) ging es von Ueckermünde endlich in Richtung Süden und damit hin zur Oder. Quartier für die Nacht habe ich im Zaubermondhof gefunden. Neben der Möglichkeit des Campings kann auch ein Ferienzimmer gemietet werden. Es ist nicht groß, aber mit Bett und Dusche/WC alles da, was ein müder Radfahrer für die Nacht braucht. Und das Bett ist wirklich beeindruckend. Surprised

Zaubermondhof

Was man vielleicht noch bräuchte, wäre vielleicht ein verfügbares Mobilfunknetz. Aber das ist nicht Sache des Hofbetreibers.

Das war eine Tour von 104 km von der Küste ein ganzes Stück ins pommersche Festland hinein.

 

Diesen Artikel teilen mit: Email this to someone
email
Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Etwas Mathematik...