Radlerstammtisch #1

Heute traf sich zum ersten Mal der Radlerstammtisch von Plauen. Sechs Radlerfreunde fanden sich um den Initiator Dieter Rappenhöner zusammen, um sich zunächst selbst zu organisieren, Vorgehensweisen und Ziele zu definieren.

Radlerstammtisch 06/2014

Rappenhöner erläutert, dass es hinsichtlich des Radverkehres in der Stadt Plauen Missstände gibt. Es ist anzunehmen, dass die Stadtverwaltung, obwohl von dort das Radwegenetz erarbeitet und betreut wird, nicht alle Strecken im Detail kennen kann. Das kann eine der Aufgaben des Stammtisches sein: die Verwaltung auf Mängel im Wegenetz hinweisen, Verbesserungsvorschläge unterbreiten.

Dabei wird sich Arbeit nicht auf die Zielgruppen Rennradler und überregionale Radtouristen konzentrieren. Es steht der Alltagsradler im Vordergrund.

Matthias Schreiber vom Bike House Plauen ergänzt, dass nach seiner Einschätzung vielleicht 5% des Radverkehrs von den Alltagsradlern ausgeht, also jenen, die zur Arbeitsstätte pendeln oder Einkäufe mit dem Rad erledigen. 95% des Radverkehrs geht auf die Freizeitradler zurück.

Als Beispiel, wo eine Verbesserung der Infrastruktur für die Radler entstehen könnte, nannte Lutz Behrens die Röntgenstraße. Dort könnte nach seiner Auffassung der Fußweg für die gemeinsame Benutzung mit Fußgängern freigegeben werden. Die Verwaltung lehen dies bislang ab. Betrachte man jedoch im Vergleich dazu die Neundorfer Straße im Innenstadtbereich, könne das eigentlich kein ausreichendes Argument gegen die Feigabe sein. Denn dort ist der für Radler freigegebene Fußweg durch Bäume, Tische und Werbeaufsteller ansässiger Gewerbe deutlich mehr eingeschränkt.

Klaus Gerber brachte einen Teil seiner „gessammelten Werke“ zum Thema Radverkehr in Plauen mit zum Stammtisch.

Radlerstammtisch 06/2014

Über etliche Jahre haben sich hier Konzepte und Pläne zum Radverkehr in der Stadt angesammelt. Er berichtete, dass nach der Wende die bewegte Topografie Plauens, sprich die überall vorzufindenden Berge, eine Entwicklung des städtischen Radverkehrs behindern würden. „Aber damals gab es nur 3-Gangschaltungen und die Technik der Fahrräder hat sich seit dieser Zeit dramatisch weiterentwickelt.“

Nachdem die Ziele und Wege des Radlerstammtisches in Grundzügen skizziert wurden, ist geplant, für den nächsten Stammtisch eine Vertretung der Stadtverwaltung einzuladen, um sich zum aktuellen Stand berichten zu lassen.

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Etwas Mathematik...