Entlang von Unstrut und Saale

Mein Bekannter aus der Gegend hier hatte mich zu einer Radtour entlang von Unstrut und Saale eingeladen. Über Berg und Tal ging es zunächst von Laucha aus über Freyburg nach Bad Kösen und dann im Tal an Naumburg vorbei entlang der Flüsse zurück.

Von einem Berg bei Zscheiplitz bot sich ein schöner Blick über das Tal der Unstrut.

Unstruttal

Hier auf dem Hügel verläuft ebenfalls ein "Geopfad" mit Infotafeln. Auch diese sind wieder übermannshoch montiert. Für mich schon anstrengend zu lesen, für Kinder unmöglich.

Infotafel für Große

Freyburg ist bekannt durch seinen Rotkäppchen-Sekt der ortsansässigen Sektkellerei. Die Geschichte der Sektkellerei geht zurpück bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts.

Sektkellerei Freyburg

Von der Sektkellerei ging es wieder bergauf zum Schloss Neuenburg. Erste Bauwerke dieses Schlosses entstanden Ende des 11. Jahrhunderts. Im Laufe der zeit erfuhr das Schloss eine Reihe von Um- und Anbauten, an denen sich auch Kurfürst Augsut von Sachsen Mitte des 16. Jahrhunderts beteiligte.

Schloss Neuenburg

Unser Weg führte unter dem Doppelkunstgestänge vorbei. Dieses diente dem Antrieb von Pumpen für die Saline zur Salzgewinnung.

Pumpengestänge Bad Kösen

Die rot-weißen Warntafeln wären wohl die einzigen dauerhaft bewegten Verkehrsschilder in Deutschland. Am Saalewehr gibt es auch einen Einblick in den Wasserradantrieb des Gestänges und damit der Solepumpen.

Pumpenhaus Bad Kösen

Immerhin um die 35 bis 40 PS liefert das 8.7 m große Wasserrad, das in der Zeit von 1750 bis 1770 erbaut wurde. Bedient wird mit diesem Antrieb das Gradierwerk auf einer Anhöhe über der Unstrut.

Bad Kösen Gradierwerk

Mit einer Länge von 325 Metern gehört es offenbar zu den längsten seiner Art.

Südlich von Bad Kösen trifft der Saaleradweg auf einem Campingplatz. Allerdings führt der Weg nicht durch diesen Platz hindurch, was die Betreiber mit einem Schmunzeln am Eingang erläutern.

Der Papagei

Vermutlich kommen auch häufig genug Radler, um nach dem Weg zu fragen, damit wird solch eine Info verständlich.

Von Bad Kösen ging es über Schulpforte zurück. Der Ort ist bekannt durch seine "Landesschule Pforta", hervorgegangen aus einer der sächsischen Fürstenschulen. Zum Gebäudeensemble gehört eine gotische klosterkirche, die Anfang des 14. Jahrhunderts ihr heutiges Aussehen erhalten hat.

Schulpforte

An der Saale entlang ging es zum Zusammenfluss mit der Unstrut. Hier bot sich an, mit der Fähre überzusetzen, das ist ja mal eine nette Abwechslung zur ständigen Fahrt auf Rad- und anderen Wegen. smiley

Fähre  Blütengrund

Am oben erwähnten Campingplatz scheint ja die Wegweisung für Radler nicht so richtig zu funktionieren. Am Blütengrund ist der Wegweiser auch nicht unbedingt hilfreich.

Wegweiser

Prinzipiell gibt es einen bundesweit etablierten Standard zur Radverkehrsweisung von der Forschungsgesellschaft Straßen- und Verkehrswesen (FGSV-Standard). Dieser wird hier allerdings nur ansatzweise umgesetzt und nicht in hilfreicher Weise für ortsfremde Radler. Auf dem Wegweiser sollen nämlich Zielorte (ein entferntes Hauptziel uir großräumigen orientierung und das Unterziel, meistens der nächste Ort) angegeben werden. Hier wird aber mehr Wirtschaft und Gewerbe bedient. Dass die Unstrut ausgeschildert ist, hilft mir wenig, wenn ich nach Freyburg will und nicht weiß, in welche Richtung zu fahren ist.

Weiter entlang der Unstrut führt der Weg noch am sogenannten "Steinernen Album" vorbei.

Steinernes Album

Bei Großjena ist in den Fuß eines Weinberges ein steinernes Relief mit 12 Bildern in eingearbeitet. Dieses 120 Meter lange Kunstwerk entstand 1722 nach einer Idee des Herzogs Christian von Sachsen-Weißenfels. Es zeigt Bilder aus dem Alten Testament, die sich um das Thema "Wein" ranken.

Auf 64 km Länge führte unsere Tour über Berge und durch Täler an Unstrut und Saale.

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Etwas Mathematik...