Eröffnung der Karlsroute

Am 09.05.2015 wurde die Karlsroute, feierlich eröffnet. Die Karlsroute ist ein grenzüberschreitender Radweg, der von Aue auf deutscher Seite nach Karlovy Vary in Tschechien führt. Auf einer Länge von 60 km wird nicht nur der Erzgebirgskamm überwunden, sondern Regionen verbunden.

Beginn des feierlichen Tages war gegen 8:00 am Beginn der Karlsroute auf deutscher Seite in Aue. Eine Willkommenstafel hatte offenbar noch einige Schmierereien abbekommen und wurde kurz vor dem Start gereinigt und auf Hochglanz poliert.

Karlsroute

Um diese frühe Zeit hatte sich allerdings nur eine kleine Schar unentwegter Radler eingefunden, die am Zeremoniell der Eröffnung teilnahmen. Außerdem war das die erste von drei offiziellen Eröffnungen und der Weg bis zum eigentlichen Festakt auf dem Hirschenstander Pass ist 25 km lang, geht ständig bergauf und überwindet rund 600 Höhenmeter. Das mag manchen Radler bewogen haben, erst in Wildenthal zur Fahrt hinzuzukommen.

Karlsroute

Die Getränke, alkoholfrei, mit denen das feierliche Ereignis begossen werden sollte, waren in den Farben der Verkehrsampel gehalten und schmunzelnd mit der Bemerkung versehen, dass für den Radweg die Ampel immer auf "Grün" stehen solle.

Karlsroute

Der Bürgermeister von Aue, Heinrich Kohl, meinte in seiner kurzen Festrede, dass man ab nun auf der Fahrt von Aue nach Karlsbad nicht mehr umsteigen müsse, wie das über lange Zeit nötig war (zumindest wenn man mit der Bahn unterwegs war…). Nun, umsteigen sicherlich nicht, aber der eine oder andere Radfahrer muss sicherlich an den steilsten Stellen der Strecke, kurz vor dem Pass, absteigen. wink

In Aue wurde das symbolische Band am heutigen Tag zum ersten Mal durchschnitten.

Karlsroute

Die rund 15 Radler begaben sich auf den Weg, der bis Blauenthal in sanfter Steigung bergan führt. Dieser erste Streckenabschnitt ist ein nachgenutzter Bahndamm, was auch die angenehme Steigung erklärt. Zu diesem Streckenteil hatte ich bereits zur Eröffnung des Raddrehkreuzes Blauenthal berichtet,

Am Raddrehkreuz, einem wunderschön gestalteten Zusammentreffen von Mulderadweg und Karlsroute hieß es Aufstellung nehmen für ein Erinnerungsfoto. Eibenstocks Bürgermeister Uwe Staab dirigiert die Radler und bittet um Vorsicht für die angepflanzten Rosenstöcke.

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Bis Blauenthal ist der Radweg komplett asphaltiert, auf der weiteren Strecke überwiegt gut befestigter Waldweg, zum Teil mit Split belegt. Allerdings wird auch die Steigung des Weges ein klein wenig größer.

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Unterwegs haben sich weitere Radlerfreunde eingefunden, die sich auf den Weg in Richtung Pass begeben.

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In Wildenthal folgte die nächste Einweihungszeremonie. Vom Wanderparkplatz am Ortsausgang ist der Radweg der Karlsroute wieder ein Stück mit Asphalt versehen. Im Beisein von Staatsminister Thomas Schmidt, Sächsisches Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft, und dem Landrat des Erzgebirgskeises Frank Vogel wurde das nächste symbolische Band zerschnitten und der Weg seiner Bestimmung übergeben. Der Tross der Radler nahm dieses Stück Karlsroute sofort unter die Räder.

Karlsroute Karlsroute

Das wäre ja mal ein Meldung in den Verkehrsnachrichten: "Achtung Radfahrer, auf der Karlsroute bei Wildenthal ist mit Stau zu rechnen!" Geisterfahrer auf Radwegen sind ja keine Seltenheit, also auch keine Meldung wert, aber ein Stau… laugh

Karlsroute

Nach rund 25 km bergauf, die letzten Kilometer fordern durchaus noch einmal Kondition, ist die Grenze nach Tschechien, zum Kreis Karlsbad erreicht.

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Hier auf dem Pass, auf der Grenze zwischen Sachsen und Tschechien folgte die dritte zeremonielle Einweihung der Karslroute, ein regelrechter Eröffnungsmarathon. wink

Geschätzt 300 Radler von beiden Seiten der Grenze hatten sich eingefunden, weit mehr, als vom Veranstalter erwartet.

Karlsroute

Das führte auch sofort zu einem organisatorischen Problem. Denn für alle, die bis Karlsbad weiterfahren, wurde ein Rücktransport mit Bus oder Bahn organisiert. Und diese Transportkapazität musste nun aufgestockt werden. Der Veranstalter hat zugesichert, dass zu lösen. Ob das gelungen ist, weiß ich nicht, da ich mit dem Bike nach der Veranstaltung zurück nach Aue bin. So, wie die Veranstaltung organisiert wurde, bin ich aber sicher, dass das gelungen ist!

Vor der Rückfahrt blieb ich natürlich noch zur Einweihung vor Ort. Natürlich wurden von den anwesenden Politikern auch kurze Festreden gegeben.

Karlsroute

Bürgermeister Uwe Staab erinnerte daran, dass elf Jahre zuvor bereits einmal ein Weg an dieser Stelle eröffnet wurde, ein grenzüberschreitender Wanderweg. Dazu wie er auf die zwei vor elf Jahren gepflanzten Bäume an der Grenze.

Staatsminister Schmidt war offenbar aktuell informiert. Während hier ein neuer Radweg der Öffentlichkeit übergeben wird, werden an anderer Stelle in Sachsen Radweg weggebaggert, meinte er mit einem Seitenhieb auf die aktuellen Geschehnisse am Elberadweg in Dresden.

Landrat Vogel stellte die Frage in die Runde "Was haben Sie gedacht, als Sie diese Stelle erreichten?" Der Landrat dachte dabei an das schöne Fleckchen Erzgebirge am Pass.

Mancher Radler wird eher gedacht haben "Geschafft, und ich bin fix und alle…" Mit dem Rad zum Pass ist eben anstrengender, als im Dienstwagen. wink

Der Landrat bedankt sich abschließend bei Bürgermeister Staab, der das Projekt immer wieder vorangetrieben hat.

Diesem Dank an Uwe Staab kann ich mich nur anschließen! yes Und der Projektverantwortliche Holger Pansch darf dabei nicht vergessen werden, tolle Arbeit!

Die Feierlichkeit zur Eröffnung der Karlsroute wurde von der Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Carlsfeld musikalisch umrahmt, einige Radler mit historischen Kostümen und ebensolchen Rädern zogen Blicke auf sich und natürlich wurde auch fürs leibliche Wohl gesorgt.

Karlsroute Karlsroute Karlsroute

Insgesamt eine gelungene Veranstaltung auf einem wunderschönen Radweg!

Nächstes Ziel ist es, einmal den Radweg in ganzer Länge zu fahren, vermutlich werde ich das aber von Karlsbad aus starten.

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