Protest am Mulderadweg

Letztens war ich auf dem Mulderadweg unterwegs von Zwickau nach Glauchau. Ein überklebtes Verkehrszeichen "Vorfahrt beachten", dass sowieso fehl am Platze steht, forderte meine Neugier.

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Anwohner der Gegend wehren sich gegen eine Variante der Ortsumgehung Crossen.

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Mit etwas Recherche fand ich einen Zeitungsartikel von Anfang 2010, der etwas weitere Information bringt. Mit Variante 8 war eine kurze Verbindung von der Leipziger Straße in Crossen zur B92 geplant, alternativ wurde die Variante 6 geplant, die nördlich von Crossen entlangführt und am Freibad Crossen entlang führt. Für die Variante 6 sprächen Kostengründe (laut Zeitungsartikel ist die Variante 6 ca. 700.000 Euro günstiger bei Baukosten von 8,3 Mio Euro) und die kurze Strecke der Variante 8 führt durch schützenswerte Landschaft, unter anderem ein Feuchtgebiet am alten Sportplatz.

Die Gegner befürchten nun, sicherlich auch zurecht, dass ein mit Fördermitteln errichteter Radweg beeinträchtigt oder gar zerstört wird. Mangels Ortskenntnis weiß ich leider nicht, welcher Radweg das ist.

Davon ausgehend, dass öffentliche Bauvorhaben ohnehin meist teurer werden, als geplant könnte die Kostensteigerung bei der längeren Variante möglicherweise den Baukostenvorteil wieder auffressen.

Vorerst geht der Protest am Mulderadweg weiter.

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Da ich dort gelegentlich mit dem Rad unterwegs bin, werde ich das demnächst mal etwas näher vor Ort erkunden.

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Ein Gedanke zu „Protest am Mulderadweg“

  1. Hallo, habe den Blog zufälligerweise gerade gefunden.
    Also hier einmal ein paar nähere Informationen zur geplanten Ortsdurchfahrt.
    Zerschnitten wird der Radweg zwischen Crossen und Mosel.
    Der geplante Streckenverlauf: Mühlgrabenbrücke Crossen über das ehemalige Haldengelände der Wismut weiter parallel der Baustrasse der Wismut am Bad vorbei zur Anschluss -Stelle Crossen der B93.
    OB Findeis begründet die Notwendigkeit der Straße mit einer Besseren Anbindung des Verkehrs Schlachthofstraße/Meta- Werk !
    Ohne Gutachten zum zukünftigen Verkehrsaufkommen.
    Es wird so dargestellt als währe die Straße nur in eine Richtung befahrbar!
    Nein!es wird im Gegenteil noch mehr Verkehr über die Leipzigerstraße auch Richtung Stadt geleitet !
    Das Gebiet was durch die Straße zerstört werden soll ist Freizeit und Erholungsgebiet für tausende Menschen.
    Das ehemaligen Haldengelände ist zum Biotop für Wasservögel, Amphibien und Reptilien geworden.
    Störche,Graureiher,Stockenten,Gänse,
    Rot-Milane,Erdkröten und Zauneidechsen nur um einmal einige Bedrohte Tierarten zu nennen.
    Mit spazieren gehen, Radfahren, Scaten,
    Hund ausführen wäre es dann natürlich auch vorbei.
    Wieder währe ein Stück Intakte Natur und ein Stück Lebensqualität vernichtet!

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