Elsteruferweg bei Neumühle

Ein befreundeter Radler hatte mich auf einen interessanten Streckenabschnitt an der Elster nördlich von Neumühle aufmerksam gemacht. Der Weg ist allerdings nicht der offizielle Elsterradweg. Als Ausgangspunkt meiner Tour habe ich Greiz gewählt, von da sind es zunächst rund 8 km bis Neumühle.

Am Uferparkplatz in Greiz wurde die Infotafel des Elsterradweges kurzerhand von einem Werbeplakat für eine Kanu-Veranstaltung auf der Elster zugestellt.

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Die Radwegebeschilderung an der Bruno-Bergner-Straße versteckt sich auch hinter dem wuchernden Grün.

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Am Gestüt Bretmühle wurde offenbar die Brücke über die Elster saniert. Ich habe leider kein passendes Vergleichsfoto, aber 2013 sah die Brücke weniger frisch aus und auch die Auufahrt macht einen neu gestalteten Eindruck.

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Rastplätze müssen nicht immer nur mit einer langweiligen Bank gestaltet sein, wie kurz nach der Brücke an der Bretmühle zu sehen ist.

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Mein Plan war es, durch Neumühle bis zur Lehnamühle zu fahren und dort die Bahnunterführung in Richtung Weiße Elster zu nutzen. Aber irgendwie machte die Unterführung nicht unbedingt einen vertrauenerweckenden Eindruck: gesperrt und sehr schlammig, aber als Wanderweg ausgewiesen.

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Nach vorsichtiger Prüfung des Untergrundes am linken Rand, bin ich dann letztlich doch über die Steine weitergekommen. Irritierend ist, dass die zweite Brücke eine gefühlte lichte Höhe von 50 cm hat. Allerdings führt der Wanderweg zwischen beiden Brücken auf der rechten Seite weiter. Auf der anderen Seite der Brücke befindet sich ein ziemlich zugewachsenes Bauwerk, das vermutlich zum VEB Hartpappenwerk Lehnamühle gehörte, vermutlich ein Betriebsgebäude der Werkbahn.

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Entlang des Uferweges sind stellenweise noch Gleise der Schmalspurbahn zu sehen. Mehr zur Lehnamühle und der Werkbahn gibt es hier zu lesen.

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Die Schmalspurbahn verband die Werksteile Lehnamühle und Rüßdorf miteinander, der Rüßdorfer Berg wird mit einem etwa 150 Meter langen Tunnel durchquert. Am Tunneleingang weist ein Schild auf die alte Werkbahn und das Hartpappaenwerk hin.

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Und so zeigt sich der Tunnel von Innen, der nicht befahren werden darf.

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Der Uferweg ist auch ab dem Tunnel gut befahrbar und führt zunächst zu einer Wehranlage an der Elster.

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Der Weg ist landschaftlich sehenswert, führt hier bspw. durch einen Felsdurchgang.

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Der weitere Weg nach Mühlberg ist allerdings eher ein gut genutzter Trampelpfad.

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Von hier aus bin ich noch um den Rüßdorfer Berg herum gefahren und habe mir den Betriebsteil Rüßdorf des Hartpappenwerkes angesehen.

Für den Rückweg habe ich die gleiche Strecke gewählt, allerdings dieses mal nicht durch die "Matschbrücke", sondern weiter östlich der Bahnstrecke Greiz-Gera. Bevor man vom Uferweg zurück auf die Straße gelangt sind noch weitere Reste der Gleisanlagen der Werksbahn zu sehen.

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Radler entlang des Elsterradweges können durchaus diese Strecke als Alternative befahren, von Rüßdorf aus fährt man dann bis Waltersdorf bei Berga Elster weiter, um den Anschluss an die offizielle Streckenführung herzustellen.

 

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Ein Gedanke zu „Elsteruferweg bei Neumühle“

  1. Danke für den Tipp.Es ist wirklich eine reizvolle Strecke,allerdings mancher Abschnitt mit anspruchsvollen Steigungen,wenn man auf dem Elsterrad bleibt.Das habe ich ab Berga rückzu gemerkt.Da war auch die Energie des Eisbeines aus der Gippenschänke verbraucht.In Neundorf standen dann 77 km auf dem Tacho

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Etwas Mathematik...

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