Radabstellanlagen

Bei einem Besuch in der Freiberger Gegend konnte ich zwei Radabstellanlagen, auch Radständer genannt wink, fotografieren.

Zum einen ein eher historisches Stück, das aber zumindest zu DDR-Zeiten doch recht verbreitet war. Dieses Teil hier steht an der Bahnstrecke Freiberg-Holzhau.

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Und in Freiberg selbst ist ein modernes Gegenstück zu finden. Diese Reihe von Abstellmöglichkeiten befindet sich am Platz der Oktoberopfer.

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Die historische Variante kommt etwas platzsparender daher, aber die moderne Version in Freiberg sieht doch ziemlich elegant aus und ist vor allem gut nutzbar. Der Reifen muss nicht in eine enge Halterung gequetscht werden, es besteht nicht die Gefahr, die Bremsscheiben zu beschädigen und das Radschloß kann entfernt vom Boden angebracht werden, um möglichen Raddieben die Verwendung von Schneidwerkzeugen zu erschweren.

Eine Beschreibung meiner Radtour bei Freiberg, entlang der Freiberger Mulde, folgt in den nächsten Tagen.

Fußwegbau an der Tennera

Anfang Juli stand es in der Freien Presse zu lesen: Der Fußweg von der Tennera ins Syratal zur Hainstraße wurde in Ordnung gebracht, kostengünstig, ausgeführt von Mitarbeitern des Bauhofes.

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Der Weg ist auch Bestandteil im Radwegenetz der Stadt Plauen, also neben Fußgängern auch von Radfahrern nutzbar und dementsprechend ausgeschildert.

Eine Leserzuschrift in der Freien Presse stellte dem Bauwerk aber keine gute Kritik aus. Also wollte ich mir das selbst mal ansehen. Der Weg wurde, wie fast alle anderen Wege im angrenzenden Stadtpark mit rundkörnigem Feinkies belegt. Der lässt sich sicher gut schütten, gibt aber keine feste Oberfläche. Zumindest auf diesem Weg nicht. Im Ergebnis wühlt sich das Rad stellenweise richtig in den Kies.

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Und Trekking- oder Tourenräder haben meist noch etwas schmalere Reifen aufgezogen. Angenehm fahren lässt es sich auf dem Weg nicht. Und offenbar ziehen auch andere Transport- und Fortbewegungsmittel mit Rädern ziemliche Furchen in diese Kiesauflage.

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Ich könnte mir vorstellen, dass das Schieben eines Kinderwagens, vor allem bergauf in Richtung Tennera, eine ziemliche Qual wird. Und weil es offenbar auch zu Fuß keinen Spaß macht, auf diesem Untergrund zu laufen, hat sich daneben bereits ein kleiner Trampelpfad gebildet.

Auch wenn es kostengünstig war, gelungen ist das keinesfalls. Für diesen Weg ist der Baustoff und diese Ausführung völlig ungeeignet. Wie sagt man so oft? Billiger wird teurer.

Erlebnis mit der Vogtlandbahn

Meine Wochenendtour sollte mich zum Restaurant "Zum Turm" in Remtengrün bei Adorf führen. Um mal eine neue Strecke zu erkunden, wollte ich mit der Bahn nach Bad Brambach und von da per Bike über Landwüst zum Restaurant. Also zum Westbahnhof, 8:32 fährt die Bahn ab. Irgendein Bauchgefühl hat mir geraten, noch kein Ticket per Handy zu lösen. Und das Gefühl war richtig, ich war noch gar nicht richtig an der Tür, als der Zugbegleiter höflich aber bestimmt meinte, dass ich nicht mitfahren kann, es sind bereits alle Radplätze im Wagen belegt.

Okay, er hat da das Sagen, und mit Sicherheit hat er damit alle Regelungen, Tarifbestimmungen, Dienstvorschriften und gesetzte einschließlich Genfer Konvention beachtet. Aber ich stand draußen und meine geplante Tour hatte sich in Luft aufgelöst.

Also überfüllt war der Wagen der Vogtlandbahn definitiv nicht, es mögen vielleicht die maximal 6 Räder gewesen sein. Und ein weiteres Bike hätte auch nicht zu Verhältnissen geführt, wie ich das in der Unstrut-Gegend erlebt habe:

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Aber der Zugbegleiter ist nun mal der Hausherr und damit das Gesetz. Schade.

Übrigens ergab sich auf der Rückfahrt (ja, da konnte ich bei ausreichend Platz in der Bahn  wieder mitfahren) ein Gespräch mit einer Zugbegleiterin. Sie meinte, dass man doch da die Räder bissel umschlichten kann, da passt immer noch eines mit rein. Da klang etwas Unverständnis für den Kollegen der Frühschicht in der Bemerkung an.

Beförderung von Touristen scheint im Moment sowieso nicht gerade die Stärke des Vogtlandes zu sein, denn schon letztens gab es arge Beschwerden via Freie Presse zur Schifffahrt auf der Talsperre Pöhl.

Egal, ich stand am Bahnhof Plauen/West und wollte zum Mittagessen in der Turmgaststätte. Also wurde kurzerhand umgeplant und die Strecke nach Remtengrün entlang des Elsterradweges gewählt. Ab Adorf geht es dann allerdings einen ziemlichen Anstieg nach Remtengrün aufwärts. Danach kann man ein gutes Essen umso besser vertragen. wink

Meine ungefähre Ankunftszeit 11:15 Uhr habe ich so auch geschafft, also alles bestens, nur anders.

Und das Restaurant ist eine Empfehlung wert.

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Große Auswahl an Gerichten, in einer Art, die man kaum woanders findet, super zubereitet und mehr als große Portionen. Aber leider wird die Gaststätte im August schließen. Für immer. Schade, denn damit verschwindet wirklich eine Perle in der gastronomischen Landkarte des Vogtlandes.

Aber der Turm bleibt weiter nutzbar und dieser bietet nach Aufstieg auf die Aussichtsplattform in 15 Meter Höhe eine tolle Aussicht übers Vogtland.

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Und da ich grad in der Nähe des Elsterradweges von Mühlhausen (Bad Elster) nach Adorf war. habe ich mal nachgesehen. Ja der strittige Abschnitt ist noch befahrbar, keine Sperrung.

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Denn in Sachen Ausbau des Elsterradweges gibt es zu diesem Abschnitt Neuigkeiten. Dieses Stück von Mühlhausen nach Adorf führt durch ein FFH-Gebiet (Flanzen-Fiecher-HeimatFlora-Fauna-Habitat) und wurde ohne die vorgeschriebenen Verfahren der Planfestellung und Umweltverträglichkeitsprüfung gebaut. Die Grüne Liga Sachsen hatte dagegen geklagt und jetzt auch vor dem Oberverwaltungsgericht Recht bekommen, da die vom Landkreis betriebene Revision abgewiesen wurde. Damit wäre sicherlich das alte Urteil des Verwaltungsgerichtes Chemnitz gültig, das eine Sperrung des Abschnittes verfügt hat.

Ein Vertreter der Grünen Liga meint weiterhin, dass durch ein FFH-Gebiet eben keine neue Straße oder Weg gebaut werden darf.

Aber das sehe ich etwas anders, denn erstens ist das definitiv kein neuer Weg, sondern ein schon seit Jahren oder gar Jahrzehnten genutzter Weg, nur bislang nicht ausgebaut, und zum anderen ist ja auch von fehlenden zuvor durchzuführenden Verfahren die Rede. Und dann ist es ja vielleicht doch zulässig, wenn sich das aus den Untersuchungen zur Umweltverträglichkeit ergibt.  Kann es sein, dass da ein ziemlicher Starrsinn in manchen Köpfen herrscht?

Das Landratsamt erwartet das Urteil des Oberverwaltungsgerichtes in etwa einem Vierteljahr. Könnte natürlich sein, dass der Radweg zunächst bis dahin geöffnet bleibt. wink

Fundstück #17

An der Talsperre Pirk parkte ein Rettungswagen der Wasserwacht vom DRK. Es sah jedenfalls nicht nach einem Notfalleinsatz aus, da hätte der Fahrer aber ruhig etwas mehr Platz am Durchgang bei der Schranke lassen können. Es könnte ja auch mal eine Familie mit Kinderwagen da entlang kommen. Ein dickes "Danke schön" dafür. angry

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