Radweg entlang der Freiberger Mulde | Teil 2

Auf sächsischem Territorium geht es zunächst direkt an der noch kleinen Mulde entlang.

Freiberger Mulde

Wenige Meter später trifft der Radweg auf Reste eines Eisenbahnviaduktes. Hier verlief die Bahnstrecke Nossen – Moldava v Krušných horách nach Most. Die Strecke wurde im Mai 1885 für den Verkehr eröffnet. Nach dem 2. Weltkrieg wurde die Strecke an der Grenze unterbrochen. Seit 1972 verkehren Züge nur noch bis Holzhau, da der Teil bis Hermsdorf-Rehefeld auch stillgelegt wurde. Bestrebungen, die Strecke von Freiberg bis Tschechien wieder aufzubauen, scheiterten bislang an Kosten und politischem Willen. [Quelle: Wikipedia]

Freiberger Mulde

Auch Teichhaus war früher ein Haltepunkt an der Bahnstrecke. Die Ansiedlung ist vor allem bekannt durch die gleichnamige Gaststätte mit Pension, liegt diese doch in einem bekanntem Wander- und Skigebiet. Neben dem Mulderadweg führt hier auch der Radfernweg "Sächsische Mittelgebirge" entlang.

Freiberger Mulde Freiberger Mulde

Der Mulderadweg verlässt die Staatsstraße S185 für die nächsten zwei Kilometer und führt an der Mulde entlang über gut fahrbare Waldwege.

Freiberger Mulde

Kurz vor Holzhau geht es über eine Muldenbrücke und die S185 wird überquert. Bei Anfahrt zur Brücke waren in der Mulde längliche braune Gegenstände zu entdecken. Da kurz zuvor einen Infotafel über die Flößerei in der Mulde informierte, war ein erster Gedanke, ob jetzt wieder geflößt wird. Allerdings entpuppte sich das als Rohrleitung, weil offenbar an der Muldenbrücke gearbeitet wird.

Freiberger Mulde

Die Bahnstrecke nach Moldava endet in Holzhau, wie bereits oben geschrieben. Das Streckenende ist kurz vor Holzhau deutlich zu sehen.

Freiberger Mulde

Nach 7 km vom Start in Tschechien bin ich wieder am Bahnhof Holzhau angelangt.

Freiberger Mulde

Am Tannenweg begegneten mir zwei Radler, die offenbar nach einem Weg suchten. Leider verstehe ich kein tschechisch und zu mehr als "dobrý den" reichte unsere Kommunikation nicht.

Freiberger Mulde

In Rechenberg, Am Trostgrund, entdeckte ich den ersten Radwegweiser, allerdings ohne Hinweis, was das für eine Strecke ist. Mag sein, das vielleicht zuvor schon Wegweiser waren, aufgefallen sind sie mir jedenfalls nicht.

Freiberger Mulde

In Rechenberg sind jenseits der Mulde sehenswerte Felsformationen sichtbar, wie auch beispielweise der Burgfelsen am Rathaus.

Freiberger Mulde Freiberger Mulde

In Rechenberg war dann auch ein Pfeilwegweiser zu finden. Der Mulderadweg  – immerhin ein Radfernweg der Sächsischen Radverkehrskonzeption – ist nicht ausgewiesen. Der Pfeil nach Freiberg weist nicht entlang des Mulderadweges, wenn ich den Streckenverlauf von "Open Cycle Map" auf GPSies.com als offiziellen Streckenverlauf betrachte.

Freiberger Mulde

Über eine Muldebrücke geht es auf die rechte Seite der Mulde (in Fließrichtung gesehen) und zeigt den typischen dörflichen Charakter in dieser Gegend.

Freiberger Mulde

Ab hier geht es für eine längere Strecke auf der S205 entlang, macht mir persönlich nicht allzu viel Vergnügen, da doch ziemlich viel Verkehr rollt. Ich gehe außerdem davon aus, dass die seitliche Straßenmarkierung nicht zur Abtrennung eines Schutzstreifens für Radfahrer dient. Das wäre wirklich etwas seeeehr schmal. wink

Freiberger Mulde

Entlang der S208 kommt man an einem kleinen Modell eines Hammerwerkes vorbei, stilecht mit Wasserkraft angetrieben.

Freiberger Mulde

Nach 8 km auf der Staatsstraße geht es endlich wieder auf Waldwegen weiter, hier ist die Zufahrt zum Leithenweg.

Freiberger Mulde

Auf dem Leithenweg geht es für rund 2,4 km weiter in Richtung Freiberg, bevor es erneut zurück auf die S205 geht. Kurz darauf ist das Örtchen Mulda erreicht. Von einer Brücke aus bietet sich ein Blick auf das recht klare Wasser der Mulde.

Freiberger Mulde

Etwas später, an der Brücke der Bahnhofstraße sieht das allerdings etwas anders aus, da wälzt sich die Mulde recht braun gefärbt durch ihr Flussbett.

Freiberger Mulde

Ursache sind die laufenden Arbeiten am Flussbett, vermutlich zur Beseitigung von Hochwasserschäden oder von Arbeiten zum Hochwasserschutz.

Am Chemnitzbach sind dann die Reste einer weiteren Bahnlinie zu sehen. Hier verkehrte die Schmalspurstrecke Mulda-Sayda. Diese war in der Zeit von 1897 bis 1966 in Betrieb und war reichlich 15 km lang. Die Bauzeit für diese Strecke betrug 13 Monate (das mag man angesichts BER, Elbphilharmonie oder unseres neuen Landratsamtes in Plauen gar nicht glauben…)

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Im nächsten Teil geht es nach Freiberg und in die Stadt hinein. Bis bald. smiley

 

 

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