Radweg entlang der Freiberger Mulde

Freiberger MuldeDie Tochter wollte zum Beginn der Semesterferien mit dem Auto aus Freiberg abgeholt werden. Da die Rückfahrt erst am späten Nachmittag möglich war, wurde von mir kurzerhand die Fahrt entlang der Freiberger Mulde geplant. Vielleicht habe ich nicht richtig im Web gesucht, aber so richtig passende Weginformationen habe ich nicht gefunden. Egal, auf GPSies.com kann man sich Layer mit Radrouten einblenden, die Mulde war auch dabei und so konnte ich mir meine Strecke nachzeichnen.

Mit dem PKW ging es zunächst nach Freiberg und von dort mit der Bahn weiter in Richtung Holzhau. Diese Strecke wird von der Freiberger Eisenbahn betrieben, als einzige Strecke.

Freiberger Mulde

Besonderer Service beim Zusteigen: Die Zugbegleiterin fragte die Radfahrer nach Ausstiegsort und sortierte die Räder dementsprechend ein. Damit muss beim Aussteigen bei Zwischenhalten nicht mühselig umgeschlichtet werden. Toll! Und eine Broschüre mit Tipps für Wanderer und Radfahrer wurde mir auch gleich noch in die Hand gedrückt. yes

Demgegenüber gerät die Optik des Bahnhofsgebäudes in Holzhau natürlich völlig ins Hintertreffen.

Freiberger Mulde

Da ist zu befürchten, dass dieses Gebäude den Weg vieler anderer Bahnhofsbauten nimmt. Den Weg zum Bauschuttrecycling….

Die Freiberger Mulde hat keine genau definierte Quelle, sondern entstammt einem Quellgebiet auf tschechischer Seite, süd-östlich von Moldava. Bis ins Quellgebiet wollte ich nicht, aber zumindest an den Ort, wo die Mulde an den Wanderweg bei Moldava trifft. Daher ging es zunächst in Richtung Tschechien und zum ersten Mal an diesem Tag über die Grenze.

Freiberger Mulde

Nach rund 7 km war mein Ziel erreicht, das ich für mich als Beginn meiner Muldenradtour definiert habe.

Freiberger Mulde

Von hier an geht's quasi nur noch bergab. wink Mit kleinen Ausnahmen gleich hier bei Moldava und dem einen oder anderen kleiner Huckel. Ein richtiger Anstieg kommt erst nach Weißenborn und das ist von hier aus knapp 40 km entfernt.

Der Weg auf tschechischer Seite ist gut ausgebaut, lässt sich gut fahren.

Freiberger Mulde

Moldava war eine Bergbaustadt. Im 15. Jahrhundert begann der Abbau von Kupfer, Zinn und Blei. Ab Mitte vorigen Jahrhunderts wurde hier vorzugsweise Fluorit abgebaut. Fluorit, auch Flußspat genannt, wird als Flußmittel in der Hütten- und Glasindustrie verwendet. Moldava ist die größte Fluorit-Lagerstätte Tschechiens. [Quelle] Am Ortseingang grüßt ein Hunt als Zeichen des Bergbaues in der Gegend des Dorfes Moldava.

Freiberger Mulde Freiberger Mulde

Von Moldava aus geht es weiter entlang des malerischen Muldetales zurück in Richtung Grenze, die nun zum zweiten Mal am Tag passiert wird, nur eben diesmal in Richtung Sachsen.

Freiberger Mulde Freiberger Mulde

Im nächsten Artikel geht es weiter bis Mulda.

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Etwas Mathematik...