Radweg zur Talsperre Pöhl

Anfang des Jahres hatte ich vom Radwegebau bei Möschwitz berichtet. Wie die Bautafel am Campingplatz Gunzenberg ausweist, wird also ein „Gehradweg“ gebaut [Danke an Rando für diesen Hinweis zu einer Verkehrswegebezeichung.] Auf rund 930 Meter Länge wird eine Verbindung für Radler und Fußgänger von Möschwitz bis zum Campingplatz geschaffen.

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Die StVO kennt Radweg, gemeinsamer Fuß- und Radweg und getrennter Rad- und Fußweg. Einen Gehradweg habe ich da noch nicht gefunden. Oder ist das nur für einen neuen Typ Räder, die Gehräder? Naja, so neu ist das auch nicht, der Vorläufer heutiger Fahrräder war eine Draisine, ein Laufrad. Rollatoren werden manchmal auch als Gehräder bezeichnet… 😯

Also hoffen wir, dass der Weg für die üblichen Radfahrer befahrbar wird. Dann muss später nicht mehr auf der Straße in Richtung Talsperre gefahren werden, wie das heute noch der Fall ist.

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Allerdings frage ich mich, was für einen einfachen Radweg alles so in der Erde verbuddelt werden muss.

Die Trassenführung finde ich auch bemerkenswert. Hier steigt der Radweg weiter an, obwohl die begleitende Straße abwärts führt.

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Dafür geht es am Ende dieser Rampe umso steiler bergab. Oder bergauf. Eine kleinen Vorschau auf den Anstieg gibt vielleicht das folgende Foto.

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Ich verstehe nicht, wieso die Lage des Radweges nicht wenigstens etwas an das Straßenniveau angepasst wurde. Der folgende Abschnitt sieht auch nach massiven Konstruktionen aus. Ich hoffe doch, dass später hier keine Treppen sind. 😯

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Vielleicht ist das nur eine Stabilisierung des Hanges, um ein Abrutschen desselbigen zu verhindern.

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Kurz vor Möschwitz genügen offenbar wieder einfache Erdarbeiten für den Untergrund des Radweges.

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Derzeit wird der Verkehr entlang der Baustelle mit einer Ampel für einspurige Fahrweise geregelt.

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Aber nicht mehr lange. Zur Freude aller Autofahrer in Richtung Talsperre und aller Gewerbetreibenden, vor allem aus der Tourismusbranche wird die Straße ab 14.03.2016 bis 11.05.2016 komplett gesperrt.

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Und wieder einmal heißt es, wie eigentlich in all den Jahren zuvor, nichts geht mehr von Plauen in Richtung unseres größten Naherholungsgebietes Talsperre Pöhl. Das heißt wieder einmal statt 6 km von Chrieschwitz bis zur Staumauer entweder 13 km über Röttis oder 17 km über Helmsgrün, das aber über recht schmale Straßen. Oder 22 km über A72 und Herlasgrün.

Also förderlich ist das auf keinem Fall für den Tourismus und die Beliebtheit der Talsperre. Die Talsperre Zeulenroda ist ja auch nur knapp 30 km entfernt.

Es ist auch unverständlich, wieso für den Bau eines Radweges neben der Straße, die Straße eine Vollsperrung erhält. Wenn irgendwo quer durchs Gelände gebaut wird, geht das auch nur mit dem vorhandenen Weg.

Okay, genug aufgeregt für heute…

Ach nein, da war noch was. Auf der Rückfahrt fange ich mir natürlich noch einen Platten ein.

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Einziger Trost war, dass das genau an der Bushaltestelle in Chrieschwitz passierte und 2 Minuten später ein Bus für meinen Rücktransport kam.

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