Oder-Neiße-Radweg 2016 – Teil 1

Vor zwei Jahren war ich im nördlichen Teil des Oder-Neiße-Radwegs unterwegs, bis mich eine schmerzende Sehne die Tour in der Nähe von Bad Freienwalde beenden ließ. Jetzt wollte ich den Rest bis ins Dreiländereck bei Zittau unter die Räder nehmen.

Also die üblichen Vorbereitungen, wie Strecke planen, Navi mit Streckendaten planen, Unterkunftsverzeichnis zusammenstellen, Bahnverbindung suchen und Ticket besorgen, Rad checken, Gepäckträger montieren, Taschen packen und was sonst noch nötig ist.

Mit der Bahn sollte es zur Anreise nach Bad Freienwalde gehen. Und da gab es die erste Überraschung! Geplant war eine Verbindung über Dresden und ab da mit einem EC weiter. Für EC- und IC-Züge muss für einen Radtransport ein Platz reserviert werden. Aber der EC war ausgebucht, zumindest für Fahrräder. Und das am Freitag früh, das hat mich überrascht. Also Änderung und Fahrt über Leipzig, zeitlich keine großem Änderung, nur öfter umsteigen, was bei ausreichend Übergangszeit kein Problem darstellen sollte. Dachte ich…

Denn kurz vor Leipzig hieß es: „Wegen einem Feuerwehreinsatz im Citytunnel verschiebt sich die Weiterfahrt auf unbestimmte Zeit!“ Ich hatte aber nur 23 Minuten Übergang. Der Zugbegleiter versuchte mit Infos zu helfen und stellte schon in Serie Verspätungsbescheinigungen aus. Nun wäre es zeitlich kein Problem, einen Zug später zu fahren, aber ist da auch Platz fürs Fahrrad, ohne Buchung? Mit Wiederanfahren des Zuges wird klar, das wird verdammt knapp! Tatsächlich habe ich den Anschlusszug nach Berlin pünktlich erreicht, also alles im grünen Bereich. Aber auch im IC nach Berlin war das Radabteil sehr gut gefüllt.

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Von Berlin nach Eberswalde und dort noch einmal umsteigen nach Bad Freienwalde. Und pünktlich angekommen. 😀

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Von hier sind es nur 10 km bis zur Oder bei Hohenwutzen  und dem Punkt, den ich 2014 als Ende meiner Oder-Neiße-Tour erlebt habe.

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Ab hier geht es nun Richtung Süden. Auffällig entlang der Oder-Neiße sind viele stillgelegte oder zerstörte Brücken über den Fluss. Natürlich gibt es demgegenüber auch viele Neubauten.  Kurz vor der Zollbrücke trifft man auf diese stillgelegte Bahnbrücke.

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Bei all den stillgelegten Bahnstrecken muss man eigentlich froh sein, überhaupt noch mit der Bahn in die Gegend dort zu gelangen.

Die Strecke führt hier größtenteils auf dem Hochwasserschutzdeich entlang, reicht eine dörfliche Bebauung bis an den Deich, erkennt man die typische Bauweise der Gegend.

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Kilometer 11 ab Hohenwutzen, die Zollbrücke ist erreicht, ein Gasthaus am Radweg, Kaffee und Kuchen kann nach langer Bahnfahrt und 20 km auf dem Rad nicht schaden. 😉

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Mit etwas Glück lässt sich in den Wiesen neben dem Deich auch Meister Adebar beobachten.

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Als nächstes markantes Objekt am Radweg wird der Hafen von Groß Neuendorf erreicht, der auch als Kulturhafen bezeichnet wird. Neben dem Theater im Bahnwagen befindet sich hier ein Café und ein Hotel im Maschinenhaus.

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Vom Hochwasserschutzdeich bieten sich immer wieder wunderschöne Blicke über die Oder, sofern das Wetter mitspielt.

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In Kienitz hatte ich mein erstes Quartier in der Pension „Gasthof Zum Hafen“ gebucht.

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Der Hinweis „Zufahrt vom Panzer aus“ gilt nicht für Radfahrer und was es mit dem Panzer auf sich hat, werde ich noch erkunden.

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In unmittelbarer Nähe der Pension befindet sich die Radwegekirche mit dem Café „Himmel und Erde“. Im alten Kirchenschiff befindet sich jetzt das genannte Café mit Freiluftgastronomie. Im Vorderen Teil des Kirchenbauwerks mit dem markanten Turm befindet sich die eigentliche Kirche in der ersten Etage.

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Damit ist nach 40 km ab Bad Freienwalde die erste Etappe geschafft.

 

 

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