Oder-Neiße-Radweg 2016 – Teil 2

Von Niemitz aus geht es weiter, Frankfurt/Oder ist das Tagesziel. Aber da war doch noch etwas mit dem Panzer! Also bin ich in Niemitz auf Suche gegangen, der Ort hat ja eine überschaubare Größe. 😉  Und tatsächlich, im Zentrum des Ortes steht ein Panzer.

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Eine Tafel am Ehrenmal erklärt

Erster vom  Faschismus befreiter Ort auf unserem Staatsgebiet
Ruhm und Ehre den Kämpfern der 5. Stoßarmee und der 2. Gardepanzerarmee.

Wobei Staatsgebiet sich hier auf den Verlauf der „Oder-Neiße-Friedensgrenze“ zwischen der DDR und Polen bezieht. Das Panzerdenkmal entstand auf Betreiben und Beschluss des Gemeinderates im Jahr 1970.

Und weiter geht es auf dem Hochwasserschutzdamm in Richtung Süden, wobei durchaus auch mal auf Otterwechsel zu achten ist.

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Diese Dreiergruppe Radler habe ich auf fast der halben Strecke immer wieder mal getroffen, kurze Pausen, Fotohalte und unterschiedliches Tempo führten zu häufigem Überholen. Hier in Kystrin-Kietz wurde auch der Radweg etwas umverlegt, zumindest im Vergleich zu meiner Radwanderkarte „Oder-Neiße-Radweg“ vom ADAC, Ausgabe 2010.

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Der nächste größere Ort entlang der Strecke ist Lebus, bereits kurz vor Frankfurt. Sehenswert ist die kleine Kirche im Ort. Der Oder-Neiße-Radweg hat hier einen kleinen Anstieg auf die Höhen bei Lebus. An der Kirschallee geht es vorbei an einem Wetterpilz, der es in die Wetterpilz-Sammlung von Klaus-Heinz Herda geschafft hat.

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Über die Kirschallee führt auch ein Jacobsweg. Die hier aufgestellte Wegmarkierung sieht natürlich sehr schön aus, ist aber auch sehr aufwendig. Allerdings zeigen die beiden Wegweiser des Jacobsweges in entgegengesetzte Richtung.  Von der Höhe der Kirschallee bietet sich ein schöner Ausblick über das Odertal.

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Nach etwas Fahrt durch vorstadtähnliche Bebauung führt der Oder-Neiße-Radweg von den Höhen wieder ans Ufer der Oder. Dass das Zentrum von Frankfurt/Oder erreicht ist, ist an der Stadtbrücke gut zu erkennen.

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Es lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch des historischen Zentrums von Franfurt/Oder mit einer Vielzahl sehenswerter historischer Gebäude, wie bspw. das Rathaus der Stadt. Sollte sich Gelegenheit zu einem Käffchen im Freien ergeben, so lassen sich durchaus Sperlinge auf der Suche nach Nahrung aus nächster Nähe beobachten. Ich weiß gar nicht, ob es die bei uns in der Gegend noch gibt, zumindest sind mir hier noch keine im Café zwischen den Füßen rumgehopst. 😀

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Entgegen der Tourbeschreibung in meiner ADAC-Karte führt der Oder-Neiße-Radweg jetzt über die Insel Ziegenwerder und zunächst über die gleichnamige Brücke.

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Nach der Insel Ziegenwerder geht es am Stadion der Freundschaft vorbei und Frankfurt/Oder bleibt zurück. Unter der Bahnlinie Richtung Eisenhüttenstadt durch geht es gleich darauf bergan auf die Lossower Höhen.

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Mein Tagesziel lag etwas außerhalb von Frankfurt, das Naherholungsgebiet Helenesee. Dort befinden sich einige Übernachtungsmöglichkeiten, auch in Bett+Bike gelistet. Was ich nicht wusste ist, dass an diesem Wochenende die Beach Rock Party läuft und alle Quartiere restlos ausgebucht sind! Also Liste mit Quartieren herausholen und in Richtung Eisenhüttenstadt telefonisch vortasten. Aber entweder ausgebucht oder es geht keiner ans Telefon. Tja, was nun? Also in Frankfurt probieren und siehe da, beim ersten Hotel hat es mit einem Zimmer geklappt. Nur dass ich halt wieder zurück fahren muss und am nächsten Tag die Strecke zum dritten Mal unter die Räder nehmen werde. Aber den Strand vom Helenesee habe ich mir zuvor noch angesehen. Als Kind war ich hier oft mit den Eltern zum Campingurlaub, ist also jetzt so ungefähr 45 Jahre her.

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Aber das Gebäude an der Strandpromenade gibt es noch immer. Damals als Gaststätte und kleine HO-Verkaufsstelle, heute als reine Gaststätte.

Und wenn ich am nächsten Tag die Strecke bis Lossow zum dritten Mal gefahren bin, geht es weiter in Richtung Eisenhüttenstadt.

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