Oder-Neiße-Radweg 2016 – Teil 4

Heute starte ich Guben mit dem Ziel Bad Muskau und damit zurück nach Sachsen. Allerdings gibt es zu Beginn der Tour etwas Regen.

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Südlich von Guben geht es durch Orte mit „Gastrose“ im Namen, was ja eher an eine Magenkrankheit erinnert. Aber man kann das ja als Gast-Rose aussprechen, klingt wesentlich angenehmer. In Gross Gastrose geht es vorbei am ehemaligen Tierfuttermittelwerk. Und einige Kilometer weiter geht es vorbei am Kraftwerk Grießen.

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Das Pferdefuhrwerk wird heute nicht das einzige Hindernis auf dem Radweg sein…

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Kurz vor Forst führt der Weg an der „Grenzrose“ vorbei. Eine stilisierte Rose vor einer 1945 zerstörten Brücke steht für „Blumen statt Waffen. Gegen Krieg – Für ein Europa in Frieden“

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Als Radler begegnet man entlang der Oder-Neiße-Radweges Brücken zuhauf, ob als Brücke für den Radweg, für eine Straße oder die Eisnebahn, ob neu errichtet oder zerstört.

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2,5 Stunden Fahrt bis Forst, 35 km seit dem Start in Guben, das ist eine gute Gelegenheit für einen Besuch in einem Café. Also ab in Richtung Zentrum von Forst, vorbei an der Stadtkirche Sankt Nikolai.

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Irgendwie hatte ich da vermutlich den passenden Moment erwischt, denn kaum saß ich im Kaffee, ging draußen ein ziemlicher kräftiger Regen nieder. Rund 90 Minuten habe ich dann mit Kaffee, Kuchen,   Mineralwasser und Plins mit Zimt und Zucker zugebracht. Und außerdem war das der erste Test, was meine Packtaschen im Regen aushalten. Sinnigerweise ist mir eine Regenschutzhaube verlustig gegangen, allerdings schon zu Hause. So habe ich vorsichtshalber alles in der ungeschützten Tasche zusätzlich in Plastiktüten gepackt.

Danke an das Café für den angenehmen und vor allem trockenen Aufenthalt.

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Um es vorwegzunehmen: Die Tasche mit Regenschutzhülle war innen komplett trocken, die andere hatte geringfügig Wasser im Innenraum.

Zurück zum Oder-Neiße-Radweg ging es vorbei am Springbrunnen am Markt, wobei ich ehrlich gesagt, für diesen Tag schon genug Wasser hatte. Der Radweg am Kegeldamm zeigt sich auch noch ziemlich nass.

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In Forst befindet sich der Ostdeutsche Rosengarten, der Radweg führt direkt daran entlang. Die Forster mögen mir nachsehen, mit Garten habe ich es nicht so, also habe ich nur mal einen Blick durch den Zaun geworfen.

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Südlich von Forst geht es an einem Neißewehr mit Kraftwerk vorbei…

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… und auf dem Radweg wartet das nächste Hindernis.

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Tja, bis hierhin sind meine Schuhe trocken geblieben, aber das Rad durchs nasse Gras schieben hat das beendet.

Der Radweg verläuft hier noch durch Brandenburg. Ob das Ursache ist, dass gelegentlich auch mal eine Fahrradstraße auftaucht?

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Zur Erinnerung: Nach StVO sind das Straßen, die dem Radverkehr vorbehalten sind.  Keine Fußgänger, keine Kraftfahrzeuge und auch keine Inline-Skater, es sei denn derartige „Fahrzeuge“ werden durch Zusatzzeichen freigegeben.

Die Fahrradstraße führt nach Zelz, der letzte größere Ort vor Sachsen. Vom Radweg aus ist ein auffälliges Gebäude zu sehen. Das Gebäude ist ein Projekt, das aus Interreg IIIa kofinanziert wurde. Ja schön, aber um WAS für ein Projekt handelt es sich denn?

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Kurz hinter Zelz verlässt der Radweg Brandenburg und wechselt über in den Freistaat Sachsen, Bad Muskau ist der erste größere Ort entlang der Strecke. Aber ansehnlich ist der erste Eindruck nicht, wenn der Radfahrer in Bad Muskau ankommt. Und der Radweg bessert das Erscheinungsbild nicht unbedingt auf.

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Mit der Einfahrt nach Bad Muskau stand die frage, wo beziehe ich Quartier? In der Bett+Bike-Liste standen für diesen Ort eine ganze Reihe von Hotels und Pensionen, so dass ich mich erst im Ort selbst darum kümmern wollte. Und dann stand ich vor dem Kulturhotel Fürst-Pückler-Park. Warum nicht mal etwas Luxus leisten, zumal das Hotel auch Bett+Bike-Partner ist? An der Rezeption gefragt, natürlich, Zimmer ist verfügbar, auch ein Abstellraum fürs Bike.

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Alles im Zimmer verstaut, frisch machen und ab zu einem Spaziergang durch den Park. Denn der Park ist wirklich eine Augenweide und das Schloss eine echte Sehenswürdigkeit. Um den kompletten Park zu erkunden, benötigt man mehrere Stunden, also habe ich mich mit der Kurzfassung begnügt. 😉

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Abendessen gab es in der urigen Kneipe „Hermanns-Theke“. Etwas unglücklich, dass die Gaststätte ihren Freiluftbereich an der Baustellenampel für die Baustelle zum Umbau des gesamten Verkehrsknotens an der Brücke nach Polen hatte, aber das Essen war okay, das Bier hat auch geschmeckt.

Auf dem Rückweg zum Hotel konnte ich noch diesen alten Briefkasten, vermutlich noch von der Sächsisch Königlichen Post, entdecken.

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In Sachsen angekommen, führt die nächste Etappe nach Görlitz.

Dazu später mehr.

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