Urlaub in der Lausitz

Meine Urlaubsplanungen waren ab Jahresmitte völlig durcheinander geraten. Kurz entschlossen habe ich dann für die erste Oktoberwoche eine Ferienwohnung in der Lausitz, genauer in Seifhennersdorf, gebucht und einfach auf ein paar Tage mit schönem, zumindest brauchbarem Wetter gehofft. Im großen und ganzen hat das auch gepasst.  🙂

Natürlich war mein Fahrrad mit dabei, Radtouren hatte ich schon auf Tourismuswebseiten gefunden, aber ob und wie sich im Zittauer Gebirge radeln lässt, das war mir nicht ganz klar. Vorab, ja das geht in dem Gebiet sogar sehr gut.

Also habe ich mich noch am Anreisetag auf die Karasek-Route begeben. Karasek lebte Ende des 18. Jahrhunderts in der Gegend um Seifhennersdorf und war als Räuber berühmt und berüchtigt.

Auffällig ist, dass die offiziellen Radrouten ausgesprochen gut gekennzeichnet sind. Selbst auf Zwischenwegweisern wird mit dem Streckensymbol immer deutlich, dass man sich noch auf der richtigen Strecke befindet.

Karasek_Tour

Die Lausitz ist bekannt durch seine Umgebindehäuser, zum Teil um die 300 Jahre alt und in dem meisten Fällen liebevoll erhalten oder saniert.

Karasek_Tour

Die erste Runde im Lausitzer Revier zeigte mir deutlich, dass der Herbst Einzug gehalten hat. Nun gut, solange noch etwas Sonne scheint, ist das in Ordnung.

Karasek_Tour

Ich hatte es schon bei der Anfahrt mit dem PKW bemerkt, es ist Baustellenzeit. Mein Navi hatte mich zuerst über Tschechien gelotst (was durchaus die kürzeste Strecke zur Ferienwohnung wäre), allerdings war der Grenzübergang gesperrt, wegen Baumaßnahmen.  Auch eine weitere Zufahrtsstraße und einen Straße innerorts, die in Richtung Quartier führen, waren mit Baustellen versehen und gesperrt. Es blieb am Ende nur ein ziemlicher Umweg ganz außen um den Ort herum. Aber auch beim Radeln versperrten Baustellen den Weg.

Karasek_Tour

Hier führt die Karasek-Runde auf engen Straßen in Spitzkunnersdorf bergab.

Karasek_Tour

Auch das ist ein typisches Bild, leider nicht nur in der Lausitz: stillgelegte Bahnstrecken. Aber die Übergänge sind noch vorhanden.

Karasek_Tour

In Leutersdorf führt die Runde an der katholischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt vorbei, die durch die auffällige Dachgestaltung Eindruck macht. Beim ersten Blick fühlt man sich an den Stephansdom in Wien erinnert, der auch eine auffällige Dacheindeckung aufweist.

Karasek_Tour

Diese Dacheindeckung mit farbigen Biberschwänzen ist laut Wikipedia landesweit einmalig.

Am Ende der Runde fiel mir noch dieser Wegweiser auf, der auf Grund seiner Größe kaum zu übersehen ist.

Karasek_Tour

Wer mehr zum Räuberhauptmann Karasek erfahren möchte, sollte einfach das gleichnamige Museum in Seifhennersdorf besuchen.

Einen kleinen Einblick in die Gegend entlang der Karasek-Runde bietet das folgende Video.

Und wer die Runde fahren möchte, findet auf Outdooractive die erforderlichen Daten.

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