Neue Radwege in Plauen

Zumindest sind neue Radwege in Planung. Zum einen soll beim Ausbau der B 92 im Bereich Plamag bis Plauen Park ein straßenbegleitender Rad-/Fußweg entstehen. Ende 2017 sollen die Bauarbeiten beginnen und der Hauptteil der Arbeiten wird 2018 stattfinden.

Bislang gibt es „Radwege“ entlang des Geländes vom Plauen-Parkes und entlang des Plamag-Geländes. An der Plamag unmittelbar vor dem Tannenhof wird der Radweg gern als Parkplatz missbraucht, im Bereich des Einkaufszentrums kommt der Radweg vielleicht auf eine Breite von reichlich 1 m, also keineswegs den Vorgaben entsprechend.

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Kurz vorm Tannenhof endet der Radweg, normalerweise müsste man auf der Bundesstraße weiterfahren.

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2018 soll also ein durchgehender Weg für Radler und Fußgänger entstehen. Im Stadtbau- und Umweltausschusses der Stadt Plauen wurde das Projekt vorgestellt. Kritik gab es am geplanten Radweg, weil der auf der Strecke nach Syrau mehrmals die Bundesstraße quert. Denn laut Planung führt der neue Radweg von der Plamag stadtauswärts rechts um im Bereich des Plauen-Parkes die B92 zu queren.

Der Radweg nach Syrau würde damit genau zweimal die Bundesstraße queren, nämlich einmal im Neubaubereich und einmal am Kreisel Schöpsdrehe. Und wenn ein Straßenteiler gebaut wird, ist ein queren der B problemlos möglich. Jedenfalls ist das ungefährlicher, als mit dem Rad auf der Straße zu fahren.

Und ein zweiter Radweg soll „zwischen Böhlerstraße und Hofwiesenstraße“ entstehen, so stand es im Vogtlandanzeiger.

Die zwei Straßen kreuzen sich, wie dann dazwischen ein Radweg entstehen soll, kann ich nicht erklären. Es war auch von einer Verbindung bis zur Elster die Rede. Da würde mich schon mal das Projekt etwas näher interessieren.

Die Flächen im Bereich der beiden Straßen hätten auf alle Fälle eine Sanierung und Aufwertung verdient.

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Mal sehen, ob ich dazu noch etwas mehr in Erfahrung bringen kann.

 

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4 Gedanken zu „Neue Radwege in Plauen“

  1. „Ich erlebe aber auch, dass Radfahrer trotz Gegenverkehr überholt werden. Nach der Methode „Passt schon, der Radler ist ja nicht so breit und auch langsam.“ “

    In so einem Fall, fährst Du offenbar zu weit rechts.
    In der Stadt mit parkenden Autos, sollte man immer die „Dooring-Zone“ nach rechts Platz lassen. Ist übrigens sogar Vorschrift und führt sonst im Falle eines Zusammenstoßes mit einer sich öffnenden Autotür zur Teilschuld.

    Ich versuche jedenfalls möglichst nicht zu weit rechts zu fahren. Ansonsten ermuntert man immer irgend einen Autofahrer dazu, unter Missachtung jeglichen Sicherheitsabstandes zu überholen.

    Ich erlebe das tagtäglich auf Pauser Straße stadtauswärts. Fahre ich „versehentlich“ zu weit rechts, quetschen sich die Autos mit Millimeterabstand ohne Fahrspurwechsel an einem vorbei.

  2. @Michael: Entschuldigung, meine Antwort auf den Kommentar hat etwas gedauert.
    Der Weg ist in Richtung Plauen meines Wissens als „Radweg“ und nicht nur „für Radfahrer freigegeben“ ausgeschildert. Da der Weg auch andere Kriterien (meistens) erfüllt, also nah an der Straße, zumutbar, etc, ja, dann machst Du etwas falsch, denn es besteht in diesem Fall Radwege-Nutzungspflicht.

    @Thomas: Danke, ich gebe Dir durchaus Recht, dass ein Objekt auf der Fahrbahn direkt im Blickfeld des Fahrers am besten wahrgenommen wird. Ich erlebe aber auch, dass Radfahrer trotz Gegenverkehr überholt werden. Nach der Methode „Passt schon, der Radler ist ja nicht so breit und auch langsam.“ Also wird der Seitenabstand sehr schmal (bei Tempo 80 der Fahrzeuge gefühlt sehr schmal) und es wird auch sehr schnell wieder vor dem Radler eingeschert. So langsam sind wir ja nun auch nicht unterwegs. Da bin ich dann lieber auf einem Radweg unterwegs, wohl wissend, dass ich an Kreuzungen mich nicht auf die motorisierten Verkehrsteilnehmer verlassen darf.

  3. „Jedenfalls ist das ungefährlicher, als mit dem Rad auf der Straße zu fahren.“

    Warum soll das Radfahrern auf der Fahrbahn gefährlich sein?
    Soweit sich die Streckenführung von Fahrrad und Kraftfahrzeug berühren, ist für den Radfahrer der sicherste Platz ist im direkten Blickfeld des Autofahrers. Also auf der Fahrbahn.

    Es ist imho statistisch erwiesen, dass die meisten tödlichen Unfälle zwischen Radfahrern und Autofahrern auf Abbiegeunfälle i.Z.m. mit Radwegen zurückzuführen sind.

    Wir sollten froh sein, dass in unserer Gegend die Unsitte mit den Radwegen recht wenig verbreitet ist.

  4. Das Queren an der Ampel ist freiwillig.Auch jetzt schon fährt man den Fußweg rechts.
    Genauso inkonsequent ist die aktuelle Situation in Möschwitz.Der Weg vor und nach dem Ort ist Richtung Sperrmauer rechts.Mache ich etwas falsch wenn ich Richtung Plauen links bleibe oder muß ich die Straße 2x überqueren?

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