Am Mainradweg – Tag2

Frühstück im Hotel in Flörsheim, Blick auf die Wetter-App und das Ergebnis lautet starker Dauerregen. Eventuell auf Mittag hin könnte es etwas nachlassen. Also packe ich alles zusammen und setze mich nach dem Auschecken mit Sack und Pack ins Foyer. Bekomme noch einen Kaffee aufs Haus aus unterhalte mich mit einem Ortsansässigen, der zufällig auch hier einen Kaffee genießt. Gegen 11 Uhr lässt der regen tatsächlich nach. Ich wage es, mache mein Bike startklar und begebe mich auf die weitere Reise entlang des Mains. Ziel ist Mühlheim mit rund 50 km Fahrtstrecke, ich möchte dort eine gute Bekannte besuchen.

Als ob Wasser von oben nicht genügen würde, führt die Strecke in Flörsheim auch noch an einem Springbrunnen vorbei und auch der Radweg zeigt deutliche Wasserspuren.

 

Ich weiß nicht, was das für ein Bach ist, aber vermutlich führt der zum Zeitpunkt meiner Fahrt deutlich mehr Wasser, als normal.

In einiger Entfernung ist wird eine markante Brücke sichtbar, wenn ich richtig bei Google gesucht habe, ist das die „Werksbrücke West von Höchst“. Der Mainadweg führt direkt an dem „Industriepark Höchst“ entlang, zunächst am westlichen Rand und dann am südlichen Rand. Die Brücke ist dabei in den Radweg integriert.

Kurz vor Frankfurt wurde der Regen wieder unangenehm stärker, es kam nun zusätzlich das Regencape zum Einsatz. 

Freunde meinen, ich sehe aus, wie ein Minion. Ja, das mag sein, aber ein trockener Minion, erwidere ich darauf.  😀  Und irgendwo hier bei dieser kurzen Rast habe ich außerdem ein Verschlussteil vom Radhelm verloren, den  Kinnriemen konnte ich nicht mehr schließen. Vielleicht finde ich entlang  der Strecke einen Fahrrad-Händler, der mir mit solch einer Schnalle helfen kann. 

Bei Niederrad steht diese imposante Villa, erst später habe ich ermittelt, dass das ein historisches Kläranlagengebäude ist. Zu sehen ist ein Verwaltungsgebäude mit Wasserturm. Erbaut wurde das 1902 bis 1904. (Quelle:  frankfurt.de) Diese Wasseraufbereitung war die erste mechanische Großkläranlage des europäischen Kontinents. [Quelle: Kulturregion Frankfurt Rhein Main)

Und ohne vorauszugreifen, das war entlang der gesamte Strecke das schönste Kläranlagen-Bauwerk. Und es kommen von der Quelle bis zur Mündung einige Klärwerke.

Man mag es nicht glauben, aber es war wirklich so. In Frankfurt am Main angekommen schien die Sonne und der Himmel strahlte blau.

Die ADAC-Karte empfiehlt, über den Eisernen Steg einen Abstecher ins Zentrum Richtung Römer zu machen. Trotz der Treppenstufen würde sich das lohnen.

Ein paar Stufen würden mich da auch nicht weiter stören, aber vom Mainradweg aus sind das zwei Absätze mit Treppen, die zu bewältigen sind und oben nochmals Treppen.  Eine nahe Auffahrt auf die obere Etage ist auch nicht zu sehen. Das ist natürlich bissel doof. 

Wer sich die Treppen mal ansehen möchte, die ich leicht gefrustet nicht fotografiert habe:  Link zu Google Streetview.

Bei Offenbach endlich wieder mal eine Baustelle und der Radweg ist gesperrt. Aber hier ist eine Umleitung  oder andere Streckenführung markiert, wenn auch auf etwas unübliche Art und Weise.

 

Kurz nach der Baustelle steht eine Radler-Zählanlage oder wie auch immer sich das Ding da nennt.

Rennradler zählen doppelt. Als ich fotografiert habe, ist ein Rennradfahrer über den Sensor gefahren und das Zählwerk ist von 253 auf 255 umgesprungen.  😉  Seit 2016 wird hier ermittelt, wie viele Radler auf dem Mainradweg unterwegs sind. 

Am frühen Nachmittag ging es quer durch Mühlheim ans Ziel. Meiner Bekannten hatte ich telefonisch empfohlen, bei dem Mistwetter im Haus zu bleiben und mich nicht per Rad am Main abzuholen. Der Tipp war gut, denn kurz vor Ziel hat der Himmel noch einmal alle Schleusen geöffnet. Daher ist zwar solch ein Regenbogen schön anzusehen, aber er ist eben auch immer mit Niederschlag verbunden.

In Anbetracht des Wetters habe ich es vorgezogen, mir eine Unterkunft in Mühlheim zu suchen. das hat auch problemlos funktioniert. Das Hotel machte einen ordentlichen und sauberen Eindruck. Etwas seltsam hingegen mutete an, dass die Sanitärzelle im Hotelzimmer keine Tür besaß. Auch keinen Vorhang. Vom Bett aus konnte man also bequem…ach, lassen wir das.   😯 

Am nächsten Tag geht es über Aschaffenburg weiter in Richtung Quelle, die allerdings noch ein ganzes Stück Weg enternt ist.

 

Diesen Artikel teilen mit: Email this to someone
email
Share on Facebook
Facebook
Tweet about this on Twitter
Twitter

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Etwas Mathematik...