Der Brückenradweg Bayern Böhmen – Teil 2

In Richtung Selb geht es weiter. Erfreulicherweise ist ein Radweg neben der Straße vorhanden, wie hier zwischen Längenau und Selb.

Der Brückenradweg hält, was er verspricht, es geht über, oft neu gebaute, Brücken. Hier ist das die Brücke über den Selbbach. Die Stützweite beträgt 10,68 m, erbaut wurde die Brücke 2011 aus Aluminium. Informationen zu all den Brücken gibt es auf neben dem Bauwerk befindlichen Infotafeln.

 

Die Grenze zu Bayern liegt bereits 7 km zurück, es geht in Richtung Zentrum von Selb. Selb ist bekannt durch seine Porzellanproduktion. Allerdings fährt man fast bis ins Zentrum über Radwege im Grünen.

Mitunter geht es bei Brücken auch unten drunter durch, wie hier in der Nähe von Unterweißenbach.

Und gleich darauf die nächste Brücke, diesmal führt der Radweg oben entlang und es geht wieder über den Selbbach. Etwas über 11 Meter Spannweite aber in Stahl ausgeführt mit einer StB-Fahrbahn. Was immer auch StB sein mag, vermutlich Beton.

Der Brückenradweg führt über eine alte Bahnstrecke. Das bedeutet moderate Steigungen aber auch das eine oder andere Übrigbleibsel aus Bahnzeiten.

In Schwarzenhammer ist diese originelle Werbung für einen Radhändler mit Werkstatt und E-Bike-Ladestation zu sehen.

Allerdings ist man an der Werkstatt schon längst vorbeigefahren, denn diese befindet sich in Selb, was auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Schade, ich hätte mir gern mal so eine Ladestation angesehen. Gleich darauf folgt die nächste Brücke, der Radweg führt zunächst hier hindurch, nimmt einen kurzen Anstieg und führt oben über die Brücke weiter.

Auch die Bayern haben’s wieder mit Pollern und ähnlichem Gerät. Auch wenn später noch zu sehen ist, dass es anders geht. Zumindest muss man hier nicht Schlangenlinie fahren.

Links des Weges kommt Markt Thierstein in Sicht. Nicht zu übersehen ist das Wahrzeichen der Stadt, die Burgruine der Veste Thierstein. Zumindest der 24 Meter hohe Bergfried ist vom Radweg aus deutlich zu sehen.

Die Thiersteiner erfreuen Radler auch mit einem Blumengruß, der an einem Rastplatz auf dem Tisch steht. Es kann aber auch etwas ganz anderes hinter dem Rosensträußchen stecken.

Nicht nur Streckensteine sind an der alten Bahnstrecke als Relikte einstigen Bahnbetriebes zu finden. Auch diverse Gebäude können ihre frühere Funktion nicht verleugnen. Das alte Bahnhofsgebäude Höchstädt – Thierstein besitzt die Aufschrift Café – Bistro. Ich bin mir aber nicht sicher, ob hier noch Restaurantbetrieb herrscht. Gegenüber des Bahnhofsgebäudes steht ein Güterschuppen.

  

Und weiter geht es über Brücken, wer allerdings etwas zu schnell unterwegs ist, könnte diese Brücke mit einer Spannweite von 3,09 Metern glatt übersehen!

Interessant sind auch die Thiersheimer Flurnamensteine, hier jener mit der Bezeichnung „Hinterm Gericht“

Die Infotafel berichtet, dass diese Flur hinter dem Galgenberg liegt und in früheren Zeiten auch als Hochgericht bezeichnet wurde. Der Name weist darauf hin, es handelt sich um die Richtstätte, an der der Scharfrichter aus Eger oder Kulmbach seines grässlichen Amtes waltete. 

In Thiersheim geht es weiter, im nächsten Teil des Berichtes zum Brückenradweg.

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Etwas Mathematik...