Seltsames bei der Verkehrsregelung

Der Elsterradweg zwischen Straßberg und Kürbitz ist bedingt durch die Brückenbaustelle gesperrt. Aber die Verkehrszeichen in Straßberg sind etwas seltsam.

Das blaue Schild durchgekreuzt mit dem Hinweis „bis Brücke frei“ ist nachvollziehbar und für mich auch die übliche Art. Aber danach noch ein Schild „Gesperrt für Fußgänger“ mit einem eher selbstgedruckten Zusatz „Geh- und Radweg gesperrt“ in einer Klarsichthülle auf Pappe angetackert mutet etwas seltsam an. 

Ja, was denn nun? ist man geneigt zu fragen.  Im Zweifelsfalle nehme ich, was mir gerade passt, also frei bis Brücke.   😛 

Und da in Straßberg zur Zeit an der Mühle gebaut wird, ist dort eine Ampelregelung mit einer kleinen Ausweichstrecke.

Nur wenn da neben einigen PKW noch LKW (bei mir waren es ein Sattelschlepper und ein Bus) vorsichtig dort entlang manövrieren, reicht die Grünphase der Ampel vorn und hinten nicht. Wenn die Strecke frei ist, zeigt die Ampel wieder sattes Rot. Toll gemacht!

Baustellenbericht

Auch wenn ich gerade 600 km am Main absolviert habe, so musste ich heute doch einmal bei der Brückenbaustelle in Kürbitz nachsehen.  😀 

Bislang konnten Radler und Fußgänger ja doch mal noch mit etwas Vorsicht durch die Baustelle, das geht jetzt nicht mehr. Es sei denn, man hängt den Bauzaun aus. Der Weg unter der Brücke ist ebenfalls weggebaggert.

Der Verwendungszweck der Behelfsbrücke ist jetzt auch zu erkennen, wie es im Kommentar von Peter Dreepe geschrieben steht.

Heute wurden eine Reihe schwerer Gegengewichte abgeladen, wie einer der hier Beschäftigten mir berichtete, wird der dazugehörige Kran morgen aufgestellt. Das werde ich mir auch ansehen, wenn ich es zeitlich schaffe.

Teile des alten Widerlagers wurden auch abgebrochen, ich vermute, dass das noch aus der Zeit stammt, da die Bahnstrecke zweigleisig war. 

Im Oktober soll das Bauwerk fertig gestellt sein und der Zugverkehr wieder rollen. 

Der Brückenradweg Bayern Böhmen – Teil 4

Der flache Bahnradweg liegt schon ein ganzes Stück zurück, jetzt geht es bergwärts. Der Fichtelsee liegt auf auf etwa 750 müNN, Tröstau bei etwa 550 müNN. 

An einer Stelle möchte die offizielle Streckenführung hier rechts den zugewachsenen Waldweg nehmen, ich empfehle den Weg links und rund 130 Meter weiter rechts abzubiegen. 

Auf dem Weg zum Fichtelsee geht es am Prinzenfelsen vorbei.

Der Brückenradweg Bayern Böhmen – Teil 4 weiterlesen

Der Brückenradweg Bayern Böhmen – Teil 3

Thiersheim, die reichliche halbe Strecke ist geschafft. Eigentlich könnte ich hier mal einen Kaffee trinken.  Meine Karte im Navi zeigt sogar eine Bäckerei an, nah am geplanten Weg. Also nichts wie hin. Aber ohweh….

(Ich war am 19.08. unterwegs.) Was nun? Aber zum Glück gibt es in Thiersheim mindestens einen weiteren Bäcker, dieser befand sich direkt am Radweg und der weitere Tag war gerettet. Bemerkenswert ist, dass die zwei Bäcker überlappend Urlaub machen. Ich hoffe, die Thiersheimer hatten sich rechtzeitig mit Backwaren eingedeckt.  😉 

Über die alte Bahnstrecke geht es weiter un der nächste größere Ort am Weg ist Wunsiedel. Hier geht es durch ein schön gestaltetes Areal am alten Bahnhof.

Der Brückenradweg Bayern Böhmen – Teil 3 weiterlesen

Der Brückenradweg Bayern Böhmen – Teil 2

In Richtung Selb geht es weiter. Erfreulicherweise ist ein Radweg neben der Straße vorhanden, wie hier zwischen Längenau und Selb.

Der Brückenradweg hält, was er verspricht, es geht über, oft neu gebaute, Brücken. Hier ist das die Brücke über den Selbbach. Die Stützweite beträgt 10,68 m, erbaut wurde die Brücke 2011 aus Aluminium. Informationen zu all den Brücken gibt es auf neben dem Bauwerk befindlichen Infotafeln.

 

Die Grenze zu Bayern liegt bereits 7 km zurück, es geht in Richtung Zentrum von Selb. Selb ist bekannt durch seine Porzellanproduktion. Allerdings fährt man fast bis ins Zentrum über Radwege im Grünen.

Mitunter geht es bei Brücken auch unten drunter durch, wie hier in der Nähe von Unterweißenbach.

Und gleich darauf die nächste Brücke, diesmal führt der Radweg oben entlang und es geht wieder über den Selbbach. Etwas über 11 Meter Spannweite aber in Stahl ausgeführt mit einer StB-Fahrbahn. Was immer auch StB sein mag, vermutlich Beton.

Der Brückenradweg führt über eine alte Bahnstrecke. Das bedeutet moderate Steigungen aber auch das eine oder andere Übrigbleibsel aus Bahnzeiten.

In Schwarzenhammer ist diese originelle Werbung für einen Radhändler mit Werkstatt und E-Bike-Ladestation zu sehen.

Allerdings ist man an der Werkstatt schon längst vorbeigefahren, denn diese befindet sich in Selb, was auf den ersten Blick nicht erkennbar ist. Schade, ich hätte mir gern mal so eine Ladestation angesehen. Gleich darauf folgt die nächste Brücke, der Radweg führt zunächst hier hindurch, nimmt einen kurzen Anstieg und führt oben über die Brücke weiter.

Auch die Bayern haben’s wieder mit Pollern und ähnlichem Gerät. Auch wenn später noch zu sehen ist, dass es anders geht. Zumindest muss man hier nicht Schlangenlinie fahren.

Links des Weges kommt Markt Thierstein in Sicht. Nicht zu übersehen ist das Wahrzeichen der Stadt, die Burgruine der Veste Thierstein. Zumindest der 24 Meter hohe Bergfried ist vom Radweg aus deutlich zu sehen.

Die Thiersteiner erfreuen Radler auch mit einem Blumengruß, der an einem Rastplatz auf dem Tisch steht. Es kann aber auch etwas ganz anderes hinter dem Rosensträußchen stecken.

Nicht nur Streckensteine sind an der alten Bahnstrecke als Relikte einstigen Bahnbetriebes zu finden. Auch diverse Gebäude können ihre frühere Funktion nicht verleugnen. Das alte Bahnhofsgebäude Höchstädt – Thierstein besitzt die Aufschrift Café – Bistro. Ich bin mir aber nicht sicher, ob hier noch Restaurantbetrieb herrscht. Gegenüber des Bahnhofsgebäudes steht ein Güterschuppen.

  

Und weiter geht es über Brücken, wer allerdings etwas zu schnell unterwegs ist, könnte diese Brücke mit einer Spannweite von 3,09 Metern glatt übersehen!

Interessant sind auch die Thiersheimer Flurnamensteine, hier jener mit der Bezeichnung „Hinterm Gericht“

Die Infotafel berichtet, dass diese Flur hinter dem Galgenberg liegt und in früheren Zeiten auch als Hochgericht bezeichnet wurde. Der Name weist darauf hin, es handelt sich um die Richtstätte, an der der Scharfrichter aus Eger oder Kulmbach seines grässlichen Amtes waltete. 

In Thiersheim geht es weiter, im nächsten Teil des Berichtes zum Brückenradweg.

Wetterbericht

Der Wetterbericht prognostizierte leichten Regen in 75 Minuten. Das sollte ja für eine kleine Radrunde von etwa 50 Minuten Länge reichen. 

Aber in der Nähe vom Tannhof sah es weder nach 75 Minuten noch nach leichtem Regen aus.

Der leichte Regen kam ab Plamag, ab Dittrichplatz goß es in Strömen. Tolle Wettervorhersage!  🙁 

Der Brückenradweg Bayern Böhmen – Teil 1

Ja, wie bin ich eigentlich auf diesen Radweg aufmerksam geworden? 

Ich erhalte den Newsletter der Euregio Egrensis Sachsen/Thüringen und damit auch den Kurier in der Ausgabe 01/2017.  Darin wurde auf eine Tourensammlung, auch für Radler, beim Egronet verwiesen über die man zu Infos zum Brückenradweg gelangt. Von dort gelangt man schließlich zur Webseite des Brückenradweges

Nicht ganz einfach…  🙄 Die Webseite zum Radweg bietet etliche Informationen, insbesondere den Verlauf in einer Google-Maps Karte, POIs in verschiedenen Kategorien, auch für Pannenhilfe. 

Es gibt eine App für iOS, bei Android heißt es, dass „der Inhalt in Deinem Land noch nicht verfügbar ist.“ Aha! Vielleicht noch mal in Bayern probieren…

Navigationsdaten als GPX oder KML habe ich auf der Webseite leider nicht entdecken können. Ich habe mir das mehr oder mühselig aus der Karte der Webseite entnommen und in GPSies nachgebaut.

Der Brückenradweg wurde mit dem 3. Preis beim „Deutschen Fahrradpreis 2013“ ausgezeichnet, es war damit das erfolgreichste touristische Radprojekt aus Süddeutschland. Der Name ist in zweifacher Hinsicht Programm, zum einen schlägt er Brücken zwischen Bayern und Böhmen und zum zweiten führt er über eine beachtliche Zahl von Brücken. Genug der Vorrede, wie sieht es auf der Tour aus?

Der Weg führt von Aš nach Wunsiedel bzw. darüber hinaus an den Fichtelsee bei Tröstau. Ich habe mich entschieden, mit der Bahn bis Bad Elster zu fahren und ab da über den Elsterradweg bis Doubrava und von da über Straßen nach Aš. Das sind 13 km und schon mal rund 300 Höhenmeter.  Alternativ gibt es eine Bahnverbindung über Hof nach Aš. 

 

Ich starte auf dem Poštovní nám., was ich mit Postplatz übersetzen würde, direkt am Museum von Aš. 

Der Brückenradweg Bayern Böhmen – Teil 1 weiterlesen