Am Mainradweg – Tag4

Miltenberg verlasse ich morgens bei nebligen Wetter, der Herbst naht. Oder ist schon da.

Auf einem Parkplatz am Mainufer sind für Radfahrer separate Spuren aufgezeichnet, quasi Einbahnstraßen für Radler.

Beim Verlassen des Gebietes um Miltenberg treffe ich noch auf diese Radweg-Station.

Hier lässt sich rasten, Toiletten sind vorhanden und ein Raum zum Abstellen von Gepäck. Lediglich den Schlüssel  für diesen Raum muss man sich in einem nahe gelegenen Hotel besorgen. Prinzipiell ja eine schöne Idee, aber sich nicht ganz preiswert.

Freudenberg wird auf der schmalen Hauptstraße durchquert. Auch hier säumen Fachwerkbauten den Straßenrand. Da hier wieder einmal der Main über eine Brücke überquert wird, bietet sich von dieser ein Blick auf das schön gestaltet Mainufer von Freudenberg.

 

Am anderen Mainufer hatte ich Gelegenheit, einen Schleusenvorgang eines Frachtschiffes zu beobachten. Das ist zwar nichts aufregendes, während meiner Urlaube auf einem Hausboot in den Niederlanden und in Frankreich haben wird Schleusen quasi hautnah erlebt, aber mal so einem Pott zuschauen ist auch ganz nett.

 

Es ist mittlerweile 10:30, der Nebel hält sich weiter ziemlich hartnäckig.

Aber eine Stunde später, bei der Mainüberquerung bei Wertheim, ist der Nebel weg und auch die Sonne meldet sich mal wieder.  Aber ich habe mir für einen Besuch von Wertheim den falschen Tag gesucht. Es war Markttag mit entsprechend viel Betrieb. Zusätzlich hatten verschiedene Parteien mehr oder weniger große Stände aufgebaut und waren im Wahlkampfmodus. Ich bin durch einige kleinere Gassen geradelt und habe mich vom Trubel am Markt lieber fern gehalten.

 

Ab Wertheim-Eichel geht es parallel zur Landstraße weiter und das Wetter scheint nicht zu wissen, was es will.

Homburg am Main liegt hinter mir, wieder sonniges Wetter bescheint den Weinberg, an dessen Fuß die Tour entlang führt. Der Weinberg hier dürfte zur Weinlage „Kallmuth“ gehören.

In Marktheidenfeld geht es unter Mainbrücke der B8 hindurch.

Nördlich von Marktheidenfeld folgt Rothenfels, über den Main hinweg gut sichtbar ist die Burg Rothenfels.

Die Burg geht baulich bis Mitte des 12. Jahrhunderts zurück. Die Burg ist eine Jugend- und Erwachsenenbildungsstätte.  

Ich nähere mich langsam meinem Tagesziel Gemünden. Die Weiterfahrt auf dem Mainradweg ist allerdings wenig hilfreich, denn die Mainbrücke in Gemünden ist gesperrt. Daher geht es mit einer Fähre über den Main.

 

Die Fähre wurde außerdem von einer Hochzeitsgesellschaft okkupiert. Und der Fährmann hat zu Ehren des Brautpaars der Fähre zu zwei zusätzlichen Drehungen im Main verholfen.  😀 

Hier bei Gemünden quert die ICE-Strecke Würzburg – Hannover den Main. Die Brücke ist knapp 800 Meter lang. Die Stützweite über den Main beträgt 135 Meter. Bei Eröffnung (1988)  galt sie damit als Spannbeton-Bahnbrücke mit der größten Stützweite weltweit. (Qulle: Wikipedia)

Und irgendwie erinnerte mich diese Brücke an meine Streckenführungen im Spiel „Transport Fever“:  Mit einer Brücke über ein Gewässer und sofort per Tunnel in den nächstbesten Berghang.  😆 

Mein Quartier an diesem Tag befand sich etwas außerhalb des Zentrums, eine einfache kleine Pension. Aber zum Abendessen musste ich halt zu Fuß noch mal ins Zentrum der Stadt hinunter. 

Für das Fahrrad gab es eine Unterstellmöglichkeit in der Garage des Nachbarn. Auch nicht schlecht.

Und beim Essen musste ich feststellen, es ist doch nichts mehr so mit abends draußen sitzen beim Speisen. Das wird mit der Zeit doch recht kühl. Und statt kühles Bier vielleicht schon mal einen Glühwein?

Von Miltenberg bis hierher war die heutige Etappe 96 km lang. 

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Etwas Mathematik...