Am Mainradweg – Tag5

Knapp 30 Meter über dem Niveau des Mains beginnt die heutige Etappe mit einem Blick in das wieder leicht neblige Tal. Etappenziel ist die Gegend um Kitzingen.

Nach rund einer Stunde geht es durch Karlstadt. Der Grundriss der stauferzeitlichen Stadt ist aus früherer Zeit nahezu unverändert geblieben. Gegenüber der Stadt thront am Berghang die Ruine er Karlsburg. In der Fußgängerzone steht ein Geschwindigkeitsmesser, nun ja, für eine Fußgängerzone wäre ich wohl ein klein wenig zu schnell unterwegs.

 

In Himmelstadt verläuft der Mainradweg auf auffällig geschwungenen Wegen.  Hier wird auf dem 1. Deutschen Philatelistenweg die Geschichte der Bundesrepublik auf Briefmarken dargestellt.

 

Müssten das nicht eher verschlungene Wege sein, statt nur geschwungen?

Entlang der gesamten Radtour hat man mitunter den Eindruck, dass mit der Markierung und Gestaltung von Radwegen etwas experimentiert wird. In Zellingen waren die Poller mit den empfohlenen Leitlinien am Boden versehen, zusätzlich wurde eine Fußgängerspur abgetrennt. In Margetshöchheim hatte man wohl zuerst mit zwei Pollern gearbeitet, die ja dann genau in den Fahrspuren stehen und eher als Unfallquelle gelten. Später wurde das auf wohl auf einen Poller mit Markierung umgebaut. Und die Radwegweisung auf dem Boden ist im ersten Moment gewöhnungsbedürftig aber eigentlich sehr eindeutig. Zumindest aber originell.

  

In Zellerau blockiert eine Baustelle den Radweg, aber es wurde eine kleine Umleitung direkt an der Baustelle geschaffen.

Aber nur wenige Meter weiter  ist die nächste Sperre. Und zwar für Fußgänger und Radler.  Da nicht erkennbar ist, was die Sperre verursacht, wähle ich doch lieber eine kleine Umleitung über die Mainaustraße.

Gegen Mittag erreiche ich Würzburg. Über die Alte Mainbrücke mit Blick Richtung Krämergasse geht es in Richtung Zentrum und Würzburger Dom.  Am Sternplatz fällt ein Brunnen mit Figuren auf.

 

Der Brunnen entstand 1987, die Figuren sind eine Nymphe, ein Faun und eine Tritonengruppe. (Quelle: Wikipedia)

Für mein Fahrrad fand ich eine Abstellmöglichkeit gleich beim Sternbäck, den ich auch für Kaffee und Kuchen genutzt habe. Also Elsässer Flammkuchen, um genau zu sein. 

Und hier trat wieder einmal dieser restaurant-typische Effekt auf, den wir im Familienkreis  „Gast unter dem Radar“ nennen. Ab einem bestimmten Zeitpunkt, meist wenn es ums Bezahlen geht, nimmt einen das Personal einfach nicht mehr wahr. Das haben wir schon oft erlebt. Manchmal hat man das Gefühl, Kellner oder Kellnerin schauen demonstrativ weg. In Würzburg musste ich zweimal darauf hinweisen, dass ich zahlen möchte, Im Ergebnis kam dann noch eine falsche Rechnung, was aber von der Kellnerin selbst bemerkt wurde.

Aber der Flammkuchen ist Spitze!

Links verläuft hier übrigens die Spur für Radfahrer…

Aber Würzburg kann auch anders, hier gibt es gleich getrennte Richtungsfahrspuren für Radler.

In Ochsenfurt wartet die nächste Baustelle am Mainradweg. Aber erfreulicherweise ist eine gut sichtbare Umleitung ausgeschildert.

Weinberge reichen bis an den Mainradweg heran. Der Main bildet hier das sogenannte Weinanbaugebiet Maindreieck, das in Richtung meiner weiteren Tour bis über Volkach hinaus bis kurz vor Schweinfurt reicht. Später, bei Zeil am Main durchquert der Radweg noch den nördlichen Ausläufer des Steigerwaldgebietes.

Nun ja, dass der Mainradweg in Kitzingen hier unten entlang führt, muss man auch erstmal erkennen!  Ich habe einen kleinen Moment suchen müssen.

Bevor der Radweg wieder den Main überquert noch ein Blick auf die Altstadt von Kitzingen.

Quartier hatte ich in Dettelbach gefunden. Wobei das etwas verwirrend war, Die Webseite zur Alten Schmiede Dettelbach aus dem Bett und Bike Verzeichnis leitet auf eine andere Webseite weiter, den Grünen Baum in Dettelbach, dort wird aber die Alte Schmiede aufgeführt. Telefonisch ein Zimmer bestellen konnte ich jedoch ohne Weiteres. Allerdings verbunden mit dem Hinweis, dass zur Zeit meiner Ankunft, kein Personal im Haus sei und ich am Eingang einen Code in die Schlüsselausgabe eingeben muss, um die Zimmerschlüssel zu bekommen. Also Code notiert und später am Hotel eingetippt. Prompt wurde der Schlüssel ausgeworfen, ich konnte mein Rad sicher abstellen und das Zimmer beziehen. 

Allerdings kam ich mir recht einsam in dem nicht gerade kleinen Hotel vor, entsprechend ruhig, um nicht zu sagen fast gruselig, war es auch. Zum Frühstück konnte ich allerdings sehen, dass ich nicht ganz allein in dem Hotel war.

Die Strecke von Gemünden bis Dettelbach brachte 92,4 km auf meinen Tacho.

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Etwas Mathematik...