Am Mainradweg – Tag8

Auf geht’s, über Bayreuth, der nächsten größeren Stadt am (Rot-)Mainradweg über die Quelle nach Creußen. In Kulmbach gibt es zum Teil markierte Radwege entlang der Straßen. Und es geht vorbei an der Kulmbacher Brauerei, die mit einem hochglanzpolierten Kupferkessel auf sich aufmerksam macht.

 

Am bereits letztens beschrieben Punkt des Zusammentreffens der drei Arme des Mainradweges weist ein Wegweiser die verschiedenen Richtungen. Aber nicht die Übersicht verlieren, hier treffen sich mindestens fünf Radwege!

Ja, das bin ich ja nun schon gewohnt, dass mich morgens für einige Zeit Nebel begleitet. 

Vom oben genannten Wegweiser sind es 2,5 km bis zum Zusammenfluss der beiden Mainarme an dieser Brücke.

Auf der Brücke wird noch einmal deutlich gemacht, wohin es in welche Richtung geht, ansonsten verstecken sich Roter und Weißer Main etwas unter Bäumen. An einem hier gelegenen Rastplatz ist der gesamte Verlauf des Mains in einer Steinplatte eingraviert.

  

Ich folge also dem Roten Main weiter in Richtung Quelle. Und wie schon am Vortag verläuft der Mainradweg nicht unmittelbar am Fluss, aber immerhin wird er ab und zu überquert, wie hier in Langenstadt über eine Steinbrücke. 

Der Mainradweg führt hier vorwiegend über vorhandene Straßen, hat also nicht einen extra gebauten Radweg zur Verfügung. Da es sich aber meist um kleinere Straßen des ländlichen Raumes handelt, hält sich die Verkehrsdichte in Grenzen. Aber auch stillgelegte Bahnstrecken finden offenbar Verwendung, wie hier bei Altdrossenfeld. 

Hier handelt es sich um die stillgelegte Bahnstrecke Bayreuth – Kulmbach. Die heutige Verbindung zwischen diese Städte verläuft über Neuenmarkt. Die alte Bahnstrecke war von 1909 bis 1973 im Personenverkehr in Betrieb, für den Gütertransport noch bis 1982.

Neben der Bahnlinie gibt es auch originell gestaltete Rastplätze und dass es hier um Radfahrer geht, ist nicht zu übersehen.

Bis Zeil am Main war der Weinanbau und die Winzerei bestimmend, aber spätestens ab Kulmbach dominiert die Bierbrauerei. An der Kulmbacher Brauerei bin ich am Start vorbeigeradelt und jetzt die Brauerei in Drossenfeld mit dem revitalisierten Sudhaus, einem Sandsteinquaderbau.

Soweit ich das nachlesen konnte, war das früher die Hölzel-Brauerei. Aber Gasthof und Brauereigebäude waren Ende letzten Jahrhunderts schon längere Zeit leer und verfielen zusehends. Die Drossenfelder haben begonnen, das Areal zu revitalisieren, Gebäude wurden saniert und im „Bräuwerck“ wird wieder selbstgebrautes Bier ausgeschenkt. 

Auf geschwungenen und hügeligen Straßen geht es weiter in Richtung Bayreuth.  In Bayreuth geht es entlang der Mainaue.

 

Der Weg zur Rotmainquelle ist auch in der Stadt gut ausgeschildert, 15 km sind es noch bis zum Beginn des Roten Mains und Bayreuth hat eine auffällige Gestaltung der Radwege in der Stadt umgesetzt.

 

Die Strecke führt am Wittelsbacher Brunnen vorbei, der gegenüber vom Markgräflichen Opernhaus steht.

Der Brunnen stammt aus der Markgrafenzeit und wurde 1914 erbaut. Das Opernhaus zog auch Richard Wagner an, er fand allerdings Größe und Form des Zuschauerraumes für seine Zwecke ungeeignet. (Quelle: Wikipedia)

Ebenfalls in Bayreuth bin ich auf diese im ersten Moment ungewöhnliche Kombination von Verkehrsschildern gestoßen.

Eine Fahrradstraße aber für PKW und Motorräder frei? Dann braucht’s doch keine Fahrradstraße, wenn dann doch wieder fast alles da reinfahren darf. Aber die StVO regelt das deutlich in Paragraf 67. Zunächst dürfen in Fahrradstraßen nur Fahrräder fahren. Aber die Behörde kann andere Fahrzeuge zulassen, die dann aber nicht schneller als 30 km/h fahren dürfen und Radfahrer nicht gefährden oder behindern dürfen. Wer hat’s gewusst?  😉 

Neben der Universitätsstraße verlasse ich auf einem breiten Radweg Bayreuth in Richtung Rotmainquelle.

Die Quelle liegt südlich der Autobahn A9 mit einem Tunnel wird diese unterquert.

Haag ist der letzte Ort vor der Quelle und ab dem Ort geht es etwas steiler den Berg hinauf. Von Haag sind es etwas über 3 km bis zur Quelle und es geht von etwa 480 müNN auf 600 müNN.

Die Zufahrt zur Quelle geht über holprige Wege, zumindest die letzten 250 Meter.

Und dann ist das Ziel erreicht: die Rotmainquelle!

 

Von der Quelle geht es noch einmal knapp 10 km und meistens bergab nach Creußen, von dessen Bahnhof aus ich die Heimfahrt antrete. Mit einem EgroNet-Ticket.  😎 

Die letzte Etappe war „nur“ 64 km lang, hatte aber immerhin 780 Höhenmeter zu überwinden.

Insgesamt habe ich 616 km in 8 Etappen mit dem Rad bewältigt.

Und hier der „bereinigte Streckenverlauf bei GPSies.com. Bereinigt heißt, ich habe Strecken zum Hotel und zurück entfernt, Punktcluster, die durch Aufenthalte in Cafés und Gaststätten entstehen entfernt aber auch Fehlstrecken, die ich durch falsches Abbiegen oder ähnliches „eingebaut habe“.

Das GPX-File liegt außerdem im Downloadbereich bereit.

 

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