Zur Schafbrücke

Auf der Webseite von Weischlitz habe ich unter Touristisches einen kleinen Hinweis zur Schafbrücke über den Kemnitzbach gelesen. Solche alten Bauwerke interessieren mich nun mal und diese Brücke wurde 1652 erbaut, Also habe ich mich am „Brückentag“ vor dem Reformationstag aufs Rad geschwungen und mich auf den Weg dahin gemacht. Neben der Schafbrücke gab es wieder allerlei wunderliches unterwegs zu entdecken.

Meine Strecke hatte ich unglücklich über Schwand Richtung Geilsdorf gewählt.  Dabei weiß ich doch spätestens seit August, dass in Schwand Baustelle ist und auch kein Durchkommen durch die Baustelle möglich ist. Aber es hätte ja auch die Baustelle fertig sein könnnen… Nein, war sie nicht und das brachte mir zusätzliche 12 km Umleitung und die Erkenntnis, dass auch auf Umleitungsstrecken Baustellen mit Vollsperrung existieren können. Ich glaube langsam, derzeit besteht das ganze Vogtland nur aus Umleitungen.  🙄 

Und solche Wegweiser sind dann, zumindest für Ortsfremde, wenig hilfreich.

Und ich glaube nicht, dass das durch den Sturm Herwart passiert ist.

Von Geilsdorf aus bin ich über den Schäfereiweg hinab ins Kemnitztal gefahren. Ist eine recht steile Abfahrt und aktuell ziemlich aufgeweicht und rutschig.

Am Kemnitzbach ist dann etwas versteckt und mit Laub gut getarnt die alte Schafbrücke von 1652 zu finden.

Etwas widersprüchlich sind die Angaben zum Baujahr. Auf der Webseite von Weischlitz steht 1652, als 17. Jahrhundert, auf einer Infotafel an der Brücke steht 18. Jahrhundert und 1993 restauriert.

Egal, ein Jahrhundert hin oder her, die Steinbogenbrücke steht noch.  Genutzt wurde diese für die Schaftrift des ehemaligen Rittergutes Geilsdorf. Für die bedeutung des Wortes „Schaftrift“ konnte ich zwei Bedeutungen finden. Zum einen werden alpine Weideflächen als Schaftrift bezeichnet. Das dürfte hier im Vogtland eher nicht der Fall sein.

Die andere Erklärung geht zurück auf

die Schaftrift zu haben, ist das Recht seine Schafe in die offene Mark zu treiben und diese hüten zu dürfen.“

Es stammt aus dem Niederdeutschen und ist im Wallheckenbuch von Georg Müller zu finden. [Quelle: Wallhecke ]

Diese Erklärung für Schaftrift kann ich mir auch im vogtländischen vorstellen.

Von der Schafbrücke ging es über die Neumühle und den Elsterradweg zurück nach Plauen. Aber auf dem Elsteradweg hat Herwart (nehme ich zumindest an) seine Spuren hinterlassen. ein Baum hat sich quer gelegt.

Und an der Ecke Elsterradweg/Possigweg liegt ein Radwegweiser flach.

Aber nach Sturmschaden sieht das nicht aus. Und von allein ist der auch nicht umgefallen, vielmehr deutet eine Delle im Rohr auf einen Kontakt mit einem Fahrzeug hin. 

Die Strecke auf GPSies.com:

 

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Etwas Mathematik...