Blutmond

Gestern abend bewegte sich der Mond durch den Erdschatten und zwar durch den Kernschatten, so dass durch Lichtbrechung der roten Lichtanteile des Sonnenlichts in der Erdatmosphäre der Mond auffallend rötlich scheint. Also die Spiegelreflexkamera startklar gemacht, noch ein ordentliches Stativ besorgt und mal in das Thema eingelesen. Wie fotografiert man so etwas, was ist zu beachten. Die Hinweise betrafen neben der Fotoausstattung auch eine Kleinigkeit zu Essen, etwas zu trinken und eine Stirnlampe. Letzte habe ich durch eine LED-Taschenlampe ersetzt und Kleidung für Abkühlung in den Abendstunden war definitiv nicht nötig. Von Mückenspray haben sie nichts geschrieben, aber das wäre echt eine Hilfe gewesen.

Also alles ins Auto gepackt und Richtung Kobitzschwalde gefahren, etwa 21:50 Uhr habe ich mich dort bereit gemacht. Ohne Mond am Himmel, weil der noch hinter Wolken steckte. Aber kurz darauf hat er sich doch in schöner roter Farbe aus den Wolken hervorgearbeitet. Ich habe dann einen ganze Menge Fotos mit verschiedenen Einstellungen gemacht, etwas problematisch war das Einstellen der Schärfe. Meine Sony α hat keinen echten Durchlichtsucher, sondern arbeitet mit einem kleinen Bildschirm im Sucher. Und dort war erstens gar nichts zu sehen und wenn, dann nur ein flimmernder Pixelhaufen in dunkelrötlicher Farbe. Also auf gut Glück immer wieder Fotos geschossen und die Schärfe immer ein klein wenig verstellt. Vielleicht ist auch mein Teleobjektiv nicht unbedingt von bester Güte oder es lag doch noch ein kleiner Wolkenschleier vor dem Mond, denn so ganz zufrieden bin ich nicht. Aber fürs erste Mal passt das schon. 😎 

Der Mars war ebenfalls gut zu sehen, etwas unterhalb vom Mond und knapp über dem Horizont.

Und weil ich sowieso beim Experimentieren mit Nachtaufnahmen war, habe ich noch Richtung nächtliches Plauen fotografiert.

Das war zumindest ein interessanter Abend und hat, abgesehen von den Mücken, doch Spaß gemacht.

Ach ja, auf meiner Kompaktknipse hatte ich doch noch ein Foto von meinem Fotostandort.

Da ist die kleine Lumix allerdings überfordert und rauscht mächtig.

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Etwas Mathematik...