Hochofen in Morgenröthe

Irgendwo war ich auf einen Hinweis zu einem alten Hochofen, ein technisches Denkmal,  im Ortsteil Morgenröthe des Dörfchens Morgenröthe-Rautenkranz (MRRK) gestoßen. Auf der Webseite der Gemeinde ist eine Wanderung beschrieben, die an dem Hochofen entlang führt. Leider gab es keinen genauen Hinweis auf den Standort. Google Maps brachte auch nichts Erhellendes. Outdooractive hat zwar eine Markierung für den Hochofen, aber wie ich dann bei OpenStreetMap sehen konnte, an der falschen Stelle.

Ich habe mir den Rundwanderweg um Morgenröthe-Rautenkranz hergenommen und bin die Strecke mit dem Rad gefahren. Wie gehabt mit der Bahn bis Muldenberg und dann zuerst nach MRRK, am Kreisverkehr in der Nähe von der Raumfahrtausstellung ist der Start.

Unterwegs bin ich noch am Bahnhof Tannenbergsthal vorbei gekommen. Allerdings sieht der doch recht runtergekommen aus.

Man könnte meinen, die Strecke ist stillgelegt. Irrtum, hier verkehr der Wernesgrüner Schienen-Express! Aber nur an ausgewählten Fahrtagen und der nächste soll der 04./05.08.2018 sein.

Weiter in Richtung Hochofen geht es ab dem Kreisel in MRRK, ein Hinweisschild zeigt den Weg.

Ich bin zuerst die Straße Richtung Morgenröthe gefahren, der Rundwanderweg verläuft in der Beschreibung anders rum. Nach 3 km ist rechter Hand der Hochofen zu sehen.

Gegenüber vom Landhotel führt ein schmaler Weg über eine Brücke der Großen Pyra.

Der Weg selbst ist stellenweise etwas, nun ja, schwierig zu erkennen, weil ziemlich zugewachsen.

Aber hat man das etwas unwegsame Gelände hinter sich, steht der Hochofen in voller Größe vor dem Wanderer.

Erbaut wurde der Hochofen 1820 und gehörte damals zu den größten Hochöfen Sachsens. Die Geschichte der zugehörigen Gewerke geht allerdings zurück bis etwa 1650, als der Kurfürst das Privileg zur Errichtung eines Hammerwerkes erteilte.

Im ebenerdigen Teil kann am Hochofen und rundherum einiges entdeckt werden. Zum Beispiel in das sogenannte „Gestell“ mit Abstichöffnung und Winddüse. Außerdem sind verschiedene Glocken aufgestellt, die hier produziert wurden.

    

 Die einzelne Glocke im rechten Foto wurde 1939 gegossen, zum 60. Geburtstag von Gottfried Lattermann, dem Chef und Betriebsführer der Glockengießerei. Sie trägt unter anderem das Wappen der Familie Lattermann. [Quelle der Infos: Texttafeln beim Hochofen]

Zu guter letzt kann der Besucher noch auf den sogenannten Gichtboden klettern und einen Blick in den Ofen von oben werfen.

Zurück geht es wieder über die Pyra auf die Straße und weiter in Richtung Sachsengrund.

Links steht dann noch der Morgenröther Wetterbalken. Wettersteine kenne ich aber hier sind neu die Wetterereignisse „Wenn der Balken im Wasser hängt…“ und „Wenn der Balken nach oben hängt…“ 😆 

In Richtung Sachsengrund ist rechts eine markante Feslformation zu sehen, ich nehme an, das ist der Saurücken.

Nach reichlich 6 km ist man am Sachsengrund angekommen.

Ab hier geht es deftig bergauf, 1 km Wegstrecke bringen 100 m Höhe. 😯 

Aber ab Kilometer 9,6 geht es dann nur noch bergab auf einer Länge von knapp 6 km. 😎  Der Weg ist gut fahrbarer Waldweg, also kann das Bike rollen.

Und hier ist der Standort des Hochofens:

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Hochofen Morgenröthe

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Hochofen Morgenröthe 50.440930, 12.513685

Die Rundwanderstrecke auf GPSies.com:

 

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Etwas Mathematik...