Oberlandradweg – Teil 2

Von Saalburg aus hatte ich noch eine kleine Runde entlang der Bleilochtalsperre und dann zurück nach Saalburg geplant. In Ufernähe bietet sich immer wieder ein schöner Ausblick auf die Talsperre.

Es ist aber auch zu sehen, dass die Talsperre mit der anhaltenden Trockenheit zu kämpfen hat, der Pegel ist ziemlich niedrig, ich schätze so 2 Meter unter normal.

Falsch, ich habe nach den Wasserständen der Talsperre gesucht und bei Vattenfall Angaben zum Wasserstand gefunden. Das Stauziel der Bleiloch ist laut Wiki 410 m, am 14.07.2018 waren es 401 m laut Pegelmessung. Und es wird weiter planmäßig bis auf 398 m abgesenkt, um Wartungsarbeiten durchzuführen. Also planmäßiger Niedrigstand, der möglicherweise durch die Trockenperiode schneller erreicht wird.

In Wernsdorf ist mir dieses markante Gebäude aufgefallen, leider konnte ich keine weiteren Informationen dazu finden.

Ein kleines Stück weiter in Richtung Saalburg gelangt man zum Maschinenhaus.

Der Name macht neugierig, klingt nach Kraftwerk oder Bergbau. Im „Maschinenhaus“ erläutert eine Infotafel die Herkunft des Namens. Demnach geht der Name zurück in die Zeit der Dampfdreschmaschinen um 1888. Zu der zeit wurde durch die Dampfdreschgenossenschaft zwischen Kulm und Wernsdorf die erste Dampfdreschmaschine angeschafft. Und das Maschinenhaus, also eine Art Scheune, diente als Unterstand für das gute Stück in der Zeit ohne Drescherei. Und mit der kleinen Wanderhütte erinnert man an diese Zeit und Geschichte. Tolle Idee.

Auf meinem weiteren Weg nach Saalburg ging es an der Sommelrodelbahn vorbei. Da konnte ich nicht widerstehen und musste eine Runde damit drehen.

Und damit war ich wieder in Saalburg. Bis zur Rückfahrt mit der Wisentatalbahn war noch einiges an Zeit übrig. So konnte ich mich in Saalburg noch etwas umsehen. In unmittelbarer  Nähe der Brücke über die Talsperre steht die Ruine des alten Bergfrieds der Saalburg.

Der Bergfried wurde vor 1216 erbaut und hatte bei einem Durchmesser von 11 m eine Höhe von 37 m. 1806 nahm der Bergfried durch französische Artillerie Schaden und wurde 5 m gekürzt. 1913 ist er endgültig eingestürzt. Der Turmstumpf wurde Mitte der 90er Jahre saniert und ist jetzt eine kleine Aussichtsplattform. Der Turm dienste dem Schutz der Saalburg. Diese wurde 1218 gegründet und diente den Herren von Lobdeburg zur Kontrolle des Saaleübergangs an dieser Stelle. Die Talsperre gab es ja damals noch nicht und so throhnte die Burg etwa 45 bis 55 m über der Saale. Von der alten Burg ist außer dem Bergfried nichts mehr übrig, einige Mauerreste sind noch vorhanden und wurden bei der Neugestaltung des Platzes am Bergfried wieder freigelegt. [Quelle: Infotafel bei den Mauern]

Die Saalburger Brücke über die Taksperre ist zum Zeitpunkt meines Besuches Baustelle (ich nehme so was ja immer gerne mit…. ).

Noch ein Eisbeccher und ein Kaffee gleich an der Brücke und dann geht es auf die Rückfahrt über den Oberlandradweg nach Schleiz. Die Strecke führt noch an der Kirche St. Marien und dem Rathaus von Saalburg vorbei.

Nach reichlich 14 km bin ich wieder ein Schleiz angekommen und kann die verbleibende Zeit noch für kleinere Erkundungen nutzen. Einem Wegweiser zur Bergkirche bin ich gefolgt, allerdings führte der Weg dann über Treppen in die Höhe, das habe ich dann weggelassen. Aber die St. Wolfgangskapelle habe ich mir noch angesehen.

Diese befindet sich am Gratweg. Die Kapelle soll angeblich 1377 neu gebaut worden sein und bis zu dem Zeitpunkt St. Gehilf genannt worden sein. [Quelle: PDF-Datei mit Zeittafel zur Bergkirche und St. Wolfgangskapelle ] Von hier noch ein kurzer Umweg über den Neumarkt zur Stadtinformation in der „Alten Münze“.

Hier konnte ich mich mit freundlicher Unterstützung der Mitarbeiterin mit weiterem Material zur Gegend eindecken und neue Ziele für Radtouren finden. Danke schön!

Gegen 13 Uhr ging es wieder zurück und ich konnte in der Bahn  mal einen Blick aus Fahrersicht (oder Lokführersicht?) fotografieren.

Kurz vor Schönberg fragte der Vereinsvorsitzende, ob jemand in Schönberg den Anschluss zur Erfurter Bahn braucht. Ja, natürlich, ich würde schon gerne bis Plauen kommen. Dann würde er Bescheid geben, dass wir zuerst in Schönberg einfahren.

Gut, von Schönberg kann ich auch mit dem Rad bis Plauen fahren, aber ich wollte ja das Halbfinale der Fussball-WM gucken.

Die Erfurter Bahn habe ich knapp bekommen, ein kleiner Blick und Gruße zurück zur Wisentatalbahn.

Der Anschlusszug der Vogtlandbahn  in Mehltheuer musste dann auch noch auf mich warten, da die Erfurter Bahn für rund 10 Minuten keine Einfahrt hatte. Aber Am Ende hat alles geklappt.

Die Strecke bei GPSies.com 

 Die Strecke hat nur einmal den Abschnitt Schleiz-Saalburg! In Summe sind es bei Rückkehr nach Schleiz rund 40 km.

 

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