Urlaubsgedanken

Während eines Urlaubes kommen zu der einen oder anderen Sache mehr oder minder sinnige Gedanken. Ich habe mir diese notiert und möchte diese hier wiedergeben.

Auf der Autobahn

Der Mittelspurfahrer: Er fährt die mittlere Spur (was nicht untersagt ist!) mal deutlich unter der zulässigen Geschwindigkeit, dann interessiert ihn die Begrenzung auf Tempo 100 nicht und er zieht durch. Er sieht nur seine mittlere Spur und nichts mehr drumherum.

Der Cruiser: Er fährt einen Micro-SUV, zum Beispiel einen Nissan Juke, stellt Tempo 100 im Tempomat ein und das Tempo zieht er gnadenlos durch, egal ob ohne Geschwindigkeitsgrenze, Tempo 120 oder kleiner 100. Gebremst wird nur, wenn es nicht anders geht. Hinter ihm eine Fahrzeugschlange? Egal. Vermutlich ist es okay, Tempo 100 zu fahren, aber bei einem PKW erwartet man das auf der Autobahn nicht, führt mitunter zu unschönen Bremsmanövern von Auffahrenden.

Geröll auf dem Weg

… ist ausgesprochen unangenehm. Mir hat es wenigstens zweimal heftig das Vorderrad weggezogen.

Kindersitz auf dem Bike

Ich kenne noch den Korb, der am Lenker befestigt wurde. Jetzt sind mir gelegentlich Kindersitze aufgefallen, die auf dem Gepäckträger hinten sitzen. Aber

a) der Fahrer sieht nicht, was das Kind macht, wie es ihm geht, ob es ihm vielleicht schon schlecht wird.

b) Hat der Fahrer noch einen voluminösen Rucksack, steckt die Kindernase quasi schon im Rucksack. Auch eine Art Airbag. Schön ist das für das mitfahrende Kind sicher nicht. Ja, das habe ich in den Bergen im Urlaub gesehen.

Wichtig!

Unbedingt zweiten Helm kaufen! Es scheint Mode zu sein, einen Helm am Lenker zu befestigen und den durch die Gegend zu fahren.  Keine Ahnung warum, sieht aber gut aus und ich will ja mit der Mode gehen.

Die Ente

Also die Ente war tot und halbiert und wurde gebraten serviert. Im August, bei sommerlichen 28°C. Aber der ältere Herr am Nachbartisch, vermutlich ein einheimischer Bayer, wie dem Dialekt nach zu vermuten war, hat das Ding samt Rotkohl und Beilage tapfer verdrückt. Sein Gesicht ist zwar rot angelaufen und die Adern zeichneten sich überdeutlich ab, aber aufgeben ist nicht! 😀 

Um den Plansee

Der Plansee liegt in Österreich, in der Nähe von Heiterwang. Es gibt einen Rundweg, der auch mit dem Rad befahren werden darf, auch auf der Südseite. So hat es mir ein Einheimischer im Gespräch bestätigt und ich habe auch keine Schilder gesehen, die das Radfahren an irgendwelchen Stellen untersagen. Aber der Pfad an der Südseite wäre in Deutschland mit 10 Warnschildern versehen und mit Schranken und Pollern ausgestattet und zwar so, dass möglichst niemand auf die Idee kommt, da mit dem Rad zu fahren. Das ist ja viel zu gefährlich.

In Österreich ist man vermutlich der Meinung, dass Radler selber einschätzen können, ob man da fahren kann oder besser schiebt. Oder gar umkehrt.

Rießersee

Es gibt so Areale, Örtlichkeiten, da kommt man an und fühlt von Beginn an, hier bist du falsch. Nein, nicht falsch gefahren, sondern irgendwie entsteht das Gefühl, Du bist hier nicht willkommen. Dieses Gebiet am Rießersee strahlte für mich genau diese Botschaft aus.  „Durchgang nur für Hotelgäste“, obwohl dort ein öffentlich nutzbares Strandbad (mit Eintritt) ist. Keine Radständer und man traut sich gar nicht, das Rad an die piekfein aussehenden Geländer zu lehnen oder gar dort anzuschließen. Und dann glaubt man, dass die Kellner ständig zu einem gucken, misstrauisch.

Nee, komm, fahr zurück, Kaffee gibt’s auch woanders…

AlpspiX – Kreuzeck

Einen Tag war ich zu Fuß vom AlpspiX zur Kreuzeck-Bahn unterwegs. Auf Neigungen, wo normale Menschen Treppen erwarten, ist einen Art Rollsplitt, geschätzt  der Körnung 8/16, nicht so der Brüller. Wird aber zum Brüller, sobald man ins Rutschen kommt. Und warum entstehen neben den Wegen Trampelpfade in der Wiese? Vielleicht, weil es sich da sicherer läuft?

Michael-Ende-Kurpark

In Garmisch-Partenkirchen gibt es den Michael-Ende-Kurpark, eine Erinnerung an der berühmten Autor der Unendlichen Geschichte, der in Garmisch geboren wurde.

Es gibt im Park verschiedene Figuren, eine Echse, einen blauen Faun, die Schildkröte Moria und ein Musiktrio (zumindest als ich dort war).

Aber wo ist Fuchur?

Auf der Alm

.. da gibt’s koa Sünd. (um das mit einem Filmtitel zu beginnen)

Aber darum geht es hier nicht. Die Tour zum Isar-Ursprung führte zur Kasten-Alm. Kurze Pause, ein Radler trinken gegen den Durst. Vielleicht 40 Gäste, die den 15 km langen Weg ab Scharnitz gelaufen oder gefahren sind. Die Kasten-Alm, eine Alm wie viele andere auch. Es gibt verschiedene Getränke von Mineralwasser bis Weißbier, Kaffee und mir Unbekanntes, von dem ich mir nicht mal den Namen merken konnte. Dazu Brotzeit, oder Jausen, wie es hier heißt. Das Ganze wird an einem Tisch im einzigen Raum verkauft, gegessen und getrunken wird sowieso draußen. Die vier oder fünf Plätze innen sind von, ja ich weiß nicht, Almbewohnern, Einheimischen, Mitarbeitern belegt. Und der Hund läuft zwischen allen rum.

Fehlen noch die Hühner, die draußen zwischen den Füßen rumlaufen. Das hatten wir vor etlichen Jahren im Allgäu erlebt.

Das ist irgendwie eine ganz eigene Gastronomie. Primitiv, aber das im angenehm positiven Sinne.

Werbung

Keine Ahnung wieso mir das ausgerechnet in GAP aufgefallen ist, vielleicht verstehen die Leute hier mehr Humor? Auf jeden Fall sind mir einige witzige Werbesprüche aufgefallen.

„Wank mal wieder!“ – eine Einladung den Berg Wank zu besuchen.

„United Colors of Beton“ – Werbung einer Betonfirma.

„Die Hänge steil, die Küh auf Zack,
das merkt man später am Geschmack.“ – Werbung für Bergbauernmilch

So, das waren meine Notizen zum Urlaub. Ich werde sicherlich noch ein paar Bilder aufbereiten und in einer kleinen Galerie präsentieren.

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