Wegweisung Elsterradweg

In der Vogtlandbahn von Plauen Richtung Zwickau hatte ich eine nette Unterhaltung mit der Zugbegleiterin. Darin ging es auch um das Thema Radfahren, insbesondere den Elsterradweg. Ihr war aufgefallen, dass häufig Radler auf der Bundesstraße Richtung Adorf unterwegs sind und meinte, die Wegweisung des Elsterradweges in Oelsnitz könnte besser sein, um das zu vermeiden. Vor allem schien es sich da um den Bereich bei der Zufahrt zum Freibad Elstergarten zu handeln.

Da ich keine anderen Ziele für meine Radtour hatte, bin ich einmal den Elsterradweg in der Richtung Plauen nach Adorf geradelt, eigentlich fahre ich das immer anders herum. Wieso eigentlich?

Und da habe ich dann unterwegs doch so einige Stellen entdeckt, die sicherlich verbesserungsbedürftig sind.

In Kürbitz kommt man an der Kirche vorbei an eine Straßengablung. Ja wo nun? Links oder rechts? Ich habe jedenfalls keinen Wegweiser Richtung Weischlitz gesehen.

In Weischlitz geht es über die Bahnbrücke und sofort danach links in den Radweg. Ein Schild ist dort jenseits der Straße engebracht, aber aus der Entfernung auch schnell zu übersehen. Besser wäre es, im Bereich des Straßenteilers eine Beschilderung vorzunehmen.

Am Wegweiser am Bahnhof Pirk möchte ich noch mal in groß zeigen, dass leider noch die alten Schilder angebracht sind, ein Austausch auf die Wegweisung gemäß Radverkehrskonzeption wäre sicher hilfreich.

Mir ist durchaus bewusst, dass das mit finanziellen Aufwendungen verbunden ist und Geld in öffentlichen Kassen ist knapp. Zuständig sind wohl die örtlichen Gemeinden und gerade bei Weischlitz, dass vermutlich noch immer mit Hochwasserschäden kämpft, stehen sicher andere Prioritäten auf der Liste.

In Magwitz ein ähnliches Bild, wie in Kürbitz. Die Straße gabelt sich, der Elsterradweg führt nach links, zu erkennen an dem kleinen Wegweiser unterhalb der Sperrscheibe.

Und nimmt man die StVO genau, müssten Radfahrer hier schieben. „Durchfahrt verboten“ gilt für alle Fahrzeuge und schließt Fahrräder ein. Als Anlieger gilt der Radwanderer auch nicht. Um die Durchfahrt für Radler zu erlauben, müsste das Zusatzschild „Fahrrad frei“ angebracht sein.

Weiter geht es in Oelsnitz. An der Hofer Str. heißt es an der Ampel Wechseln auf die andere Straßenseite. Das Schild ist zu erkennen und auch dass kurz danach nur noch Fußgänger zulässig sind, sollte ein deutliches Zeichen sein.

Auf der anderen Straßenseite ist die Fortsetzung am Schild Fuß-/Radweg zu sehen, leider ist das Logo vom Elsterradweg überklebt.

Bemerkenswert ist die Ausschilderung am Jahnteich, da ist nämlich zunächst keine zu sehen und die Straße ist für Radler gesperrt. Logisch ist, dass man rechts abbiegt und dem Weg folgt. Und wenn man hier um die Ecke gebogen ist, findet sich auch Wegweiser. Hier am Mast für das Vorfahrtsschild noch einen Pfeil anzubringen, wäre vielleicht eine Überlegung wert.

Genauso verhält es sich an der Ecke der Bäckerei Wunderlich. Keine Wegweisung zum Elsterradweg. Die Verkehrszeichen deuten darauf hin, die Straße ist für Radler gesperrt, rechts ab ist ein Schild Fuß-/Radweg. Für Ortsfremde ist hier dennoch zuerst ein Rätselraten.

Dass man noch auf dem Elsterradweg unterwegs ist, erschließt sich erst, wenn man hier um die Kurve herum ist, denn da ist wieder ein Richtungspfeil zu sehen.

Schon interessant, wenn man gewohnte Wege einmal in entgegengesetzter Richtung fährt, da gibt es einiges zu entdecken.

PS: Das erinnert mich eine Wohnmobilfahrt Richtung Mittelmeer. Bei der Fahrt durch Mailand mussten wir auch feststellen, dass die Wegweiser oft hinter der Kreuzung stehen. Nach dem Motto: Das wäre ihre Abzweigung gewesen…

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